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Deloitte Studie: Unternehmen fordern Reformen in Österreichs Steuerwesen

23.09.2020
Wien (OTS) - Österreichs Steuerlandschaft birgt nach wie vor viele Herausforderungen für die heimischen Unternehmen. Laut dem aktuellen Deloitte Austrian Tax Survey erwarten die Führungskräfte jetzt konkrete Maßnahmen im Steuerbereich, die die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes positiv beeinflussen. Neben der seit langem geforderten Reduktion der Lohnnebenkosten wird auch in der Ökologisierung des Steuersystems ein wichtiger Hebel gesehen. Der Optimismus hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen hält sich aktuell jedoch in Grenzen.
Für eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte wurden im Juli und August 2020 österreichweit 232 Führungskräfte um ihre Einschätzung der heimischen Steuerlandschaft gebeten. Das Ergebnis: Die große Mehrheit sieht sich durch das steuerliche Umfeld in Österreich weiterhin mit zahlreichen Hürden konfrontiert.
„Die Unternehmen halten an ihrer Meinung fest: 77 % nehmen das steuerliche Umfeld im Vergleich zu 2019 als unverändert herausfordernd wahr. Dieses Ergebnis unterstreicht, dass es weitere Reformen und strukturelle Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes braucht. Nur so kann Österreich wirtschaftlich gut durch die Krise kommen“, betont Herbert Kovar, Partner bei Deloitte Österreich.
Zwtl.: Wunsch nach konkreten Maßnahmen
Laut Studie haben die Unternehmer klare Vorstellungen, was sich in der heimischen Steuerlandschaft ändern muss. Drei Viertel der Führungskräfte wünschen sich eine Reduktion der Lohnnebenkosten. Das bestätigt die jüngsten Ergebnisse des kürzlich veröffentlichten Deloitte Unternehmensmonitors: Auch in dieser Studie wurde von den Unternehmen die Senkung der Lohnnebenkosten als dringendste Forderung zur Entlastung in der aktuellen Krisensituation identifiziert.
43 % der Befragten sehen außerdem die Vereinfachung des Einkommensteuergesetzes als dringliche Maßnahme für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes. Das Überraschende: Im Jahresvergleich ist auch die Ökologisierung des Steuersystems auf der Wunschliste nach oben gewandert.
„Laut Umfrage stimmen 55 % der Unternehmensvertreter für eine umfassende Ökologisierung des Steuersystems. Eine Ökosteuerreform sehen die Unternehmen nicht mehr ausschließlich als Bedrohung, sondern als Chance, durch Lenkungsmaßnahmen gegen den Klimawandel zu steuern. Gleichwohl bedarf es hier eines Moderationsprozesses, um nachteilige wirtschaftliche und soziale Folgen zu vermeiden“, ergänzt Herbert Kovar.
Zwtl.: Verunsicherung durch mangelnde Eindeutigkeit
Aktuell birgt das steuerliche Umfeld jedoch zahlreiche Hürden. Laut 74 % der Befragten liegen die größten Unsicherheitsfaktoren vor allem in unklaren oder widersprüchlichen Interpretationen der Regelungen durch die Finanzverwaltung. Häufige Gesetzesänderungen stellen für 61 % eine Schwierigkeit dar. Diese Änderungen erhöhen den organisatorischen Aufwand und mindern gleichzeitig die Planungssicherheit. „Die Befragten wünschen sich im Steuerbereich Klarheit und Einfachheit, damit sie sich in diesen herausfordernden Monaten auf die Führung ihres Unternehmens fokussieren können“, analysiert der Deloitte Steuerexperte.
Auch die Abwicklung von COVID-19-Hilfspaketen wie Förderungen und Stundungen hat rund 53 % der Befragten auf Trab gehalten. Des Weiteren spielen Compliance-Themen in der derzeitigen Ausnahmesituation nach wie vor eine große Rolle.
Zwtl.: Durchwachsene Zukunftsprognose
Vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist mehr als die Hälfte der Unternehmen eher zurückhaltend, was die Erwartungen an die Entwicklung des Standortes betrifft. Die Auswirkungen der Pandemie selbst, aber auch die oftmals noch unzureichende Digitalisierung sowie der Klimawandel bereiten den heimischen Führungskräften beim Blick in die Zukunft neben den klassischen Steuerthemen große Kopfzerbrechen.
„Sicherheit und Stabilität sind jetzt das A und O für die Wirtschaftstreibenden. Umso mehr braucht es nun entsprechende klare Maßnahmen, damit der Steuerstandort Österreich in der Krise an Attraktivität gewinnt“, so Herbert Kovar abschließend.
Zum Download:
[Deloitte Austrian Tax Survey 2020] (https://deloi.tt/33K4fGQ)
[Foto Herbert Kovar Credits Deloitte/feelimage] (https://deloi.tt/33LGDlg)
Deloitte Österreich ist der führende Anbieter von Professional Services. Mit rund 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 13 Standorten werden Unternehmen und Institutionen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting, Financial Advisory und Risk Advisory betreut. Kundinnen und Kunden profitieren von der umfassenden Expertise sowie tiefgehenden Branchen-Insights. Deloitte Legal und Deloitte Digital vervollständigen das umfangreiche Serviceangebot. Deloitte versteht sich als smarter Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Österreich. Der Deloitte Future Fund setzt Initiativen im gesellschaftlichen und sozialen Bereich. Als Arbeitgeber verfolgt Deloitte den Anspruch, "Best place to work" zu sein. Mehr unter [www.deloitte.at] (http://www.deloitte.at).
Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), dessen globales Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und deren verbundene Unternehmen innerhalb der „Deloitte Organisation“. DTTL („Deloitte Global“), jedes ihrer Mitgliedsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige, unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL Mitgliedsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen haften nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen. DTTL erbringt keine Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/about. Deloitte Legal bezieht sich auf die ständige Kooperation mit Jank Weiler Operenyi, der österreichischen Rechtsanwaltskanzlei im internationalen Deloitte Legal Netzwerk.
 

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