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12.07.2019

„Zucker bleibt auch heuer negativ“ – Dipl.-Ing. Johann Marihart im Interview mit dem Börsenradio. 18,3 Mio. Euro, ein Minus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr – die Quartalszahlen der Agrana sind geprägt von den weiterhin niedrigen Zuckerpreisen, die schon das Ergebnis 2018/2019 negativ beeinflusst haben. Schlimmer noch: Im 1. Quartal des Vorjahres „war die Welt noch in Ordnung“, so Marihart, der Einbruch im Zuckerbereich (Preis, Wegfall der Quoten) kam bekanntlich erst im zweiten Halbjahr. Diesen „Swing von 10 Mio. ins Negative“ könne man mit Stärke nicht kompensieren. Der Alkoholpreis sei inzwischen besser, im Fruchtbereich sei man noch nicht dort, wo man hinwolle und auch glaubt, hinzukommen. Der Zucker bleibt demnach das Sorgenkind, Preiserhöhungen scheitern an den Mitbewerbern. Der Preisverfall betrifft auch das Zucker-Konkurrenzprodukt Isoglukose.

Die in der Pressemeldung angeführten „rohstoffbedingten Einmalkosten im Fruchtzubereitungsgeschäft“ erklärt der Agrana-CEO mit Qualitätsproblemen bei Mangos und Erdbeeren in Mexiko. Der Hauptanteil bei der Fruchtzubereitung liegt nach wie vor beim Molkereigeschäft, „Stichwort Fruchtjoghurt“, Agrana geht aber verstärkt in die Bereiche Speiseeis, bzw. Fruchtfüllungen in Backwaren und auch Foodservice. In den westlichen Ländern stagniert der Absatz von Fruchtjoghurt, so Marihart, ein Marktwachstum gibt es in Südamerika, Indien und Südostasien.

Stärke ist ein sehr vielfältiges Produkt und findet Abnehmer auch bei Verpackungsmaterialien (Wellpappe), in der Papierindustrie sowie im Kosmetikbereich (Puder, Trockenshampoo). Dieser Bereich wächst infolge des zunehmenden Versandhandels, aber auch im Rahmen von Papier-Recycling; auch dabei wird Stärke zugefügt. Das Aus für das Plastiksackerl bzw. die Ausnahme für „dünne“ Varianten, die „vollständig heimkompostierbar“ sind, verspricht „marktmäßig interessante Perspektiven“, so der Agrana-CEO. Allein der österreichische Markt sei „5.000 Tonnen groß“, man erwarte für nächstes Jahr „signifikantes Geschäft“ in diesem Bereich.

Zur Kritik an der „zu hohen Dividende“, die auch Auswirkungen auf die Boni des Vorstandes hat, meint Marihart: „Über Dividende kann man immer diskutieren.“ Die Dividendenhöhe sei mit großer Mehrheit für richtig befunden worden und reflektiere „den Blick nach vorne“. Und die Erwartung für die nächsten Quartale? Steigerung im Umsatz, deutliches Zulegen beim EBIT, meint der Agrana-CEO. Der Aktie täte solches gut.
Agrana ( Akt. Indikation:  18,38 /18,46, 1,21%)

(Der Input von Gerald Dürrschmid für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 12.07.)


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Bildnachweis

1. Johann Marihart (Agrana) beim 5. Small Cap Day - Wiener Börse / C.I.R.A. , (© finanzmarktfoto.at/Martina Draper)   >> Öffnen auf photaq.com



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