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Banken finanzieren Tierleid

06.12.2021
Wien (OTS) - Ein neuer Bericht, der heute von der Tierschutz-NGO [Sinergia Animal] (https://www.sinergiaanimalinternational.org/) und der Kampagnenagentur [Shifting Values] (https://shiftingvalues.com/) veröffentlicht wurde, vergleicht Banken weltweit und zeigt, dass fast die Hälfte der evaluierten Institute keinerlei Unternehmensleitlinien hat, um bei der Kredit- und Kapitalvergabe die schlimmsten Formen von Tierquälerei zu vermeiden. Der Bericht, der zeitgleich mit der interaktiven Plattform [banksforanimals.org] (https://banksforanimals.org/) präsentiert wurde, bewertet die Konzernrichtlinien (Policies) von 69 Banken aus 19 Ländern auf fünf Kontinenten.
Neunzig Prozent dieser Banken erreichten nicht einmal die Hälfte der möglichen Punktezahl, die sich aus 21 Kriterien zusammensetzt, darunter Eingriffe an Tieren, Käfighaltung, Tierversuche und Wildtierhandel. Fast die Hälfte der Institute bekam keinen einzigen Punkt!
„Wir fordern die Banken dringend auf, sich stärkere Richtlinien zu geben, um die schlimmsten Praktiken an Tieren zu vermeiden. Das ist für die Tiere von eminenter Bedeutung, aber auch Risikominimierung für die Banken“, erklärt Merel van der Mark, Expertin für Tierschutz und Finanzen bei Sinergia Animal, einer internationalen Tierschutz-NGO, die in Ländern des Globalen Südens aktiv ist. Sie hält fest, dass es ein erhebliches Reputationsrisiko sein kann, mit der Finanzierung von Tierfabriken in Verbindung gebracht zu werden.
Die beurteilten Banken aus den Ländern mit Büros von Sinergia Animal haben durchwegs sehr schlecht abgeschnitten – zwischen 0% in Thailand und 4,3% der möglichen Punktezahl im Durchschnitt in Brasilien.
Bei den Banken mit Sitz in Europa zeigte sich das gesamte Spektrum von Licht und Schatten. Einerseits sind es zwei niederländische Banken – Triodos und de Volksbank –, die mit 95% bzw. 93% der Punkte das Ranking anführen. Unter den Top 6 finden sich weitere drei niederländische Banken, wenn auch mit weit geringerer Punktezahl. Andererseits erreichte ein Großteil der europäischen Institute keinen einzigen Punkt, darunter Credit Suisse und UBS aus der Schweiz, die Deutsche Bank sowie Crédit Agricole (FR), Santander (ES) und Société Générale (FR).
"Die Banken verwenden unser Geld für Investitionen und es ist äußerst besorgniserregend, dass sie einen solchen Mangel an Tierschutz-Leitlinien haben. Hier gibt es viel Verbesserungspotential. In ihren Richtlinien im Umweltbereich sind die Banken schon deutlich weiter. Wir hoffen, dass dieser Bericht sie ermutigen wird, auch für das Wohl der Tiere Fortschritte zu machen“, betont Merel van der Mark.
Die Website [banksforanimals.org] (https://banksforanimals.org/) enthält ein stets aktuelles Ranking und verknüpft die Social-Media-Accounts der Banken, sodass Interessierte diese Institute anschreiben können, um eine Verbesserung ihrer Politik zu verlangen – oder jenen zu gratulieren, die sich bereits gute Standards gegeben haben.
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