ATX-Trends: Lenzing, Vonovia, Polytec, OMV, Uniqa, voestalpine ... (Wiener Privatbank)

Investoren sind weiterhin abwartend: moderat zulegen konnten Europas Börsen zum Wochenausklang. Es gab aber im Tagesverlauf deutlich höher Kurse. Aber nachdem die Börsen bis zum frühen Nachmittag zulegen konnten, legten sie auf Grund schwacher US-Daten dann doch den Rückwärtsgang ein. Bei den Einzelwerten erregte vor allem Sage Group in London Aufsehen. Das Unternehmen musste die Wachstumsaussichten deutlich zurücknehmen und wurde mit einem Abschlag von 8,2% abgestraft, zeitweise hatte die Aktie 20 Prozent unter dem Vortagsniveau gehandelt. Ebenfalls sehr volatil war L’Oreal, schlussendlich wurden die Umsatzzahlen des ersten Quartals positiv gesehen und der Titel konnte 0,3% zulegen. Ein Plus von 1,1% erzielte ArcelorMittal, der Stahlkonzern ist zu Zugeständnissen bereit, um von den EU-Wettbewerbshütern grünes Licht für die Übernahme des italienischen Stahlriesen Ilva zu erhalten. Von einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs profitierte Vinci und schloss den Tag mit einer 2,5% höheren Notierung. Weiter stark im Fokus steht Volkswagen , der Umbau des Konzerns beschäftigt die Gerüchtebörse. Am Freitag ging es 0,4% nach oben. Vonovia erhielt eine deutliche Kurszielerhöhung durch JP Morgan und konnte 1,9% zulegen.

Weiter recht ruhig von makroökonomischer Seite her bleibt es diese Woche. Es wartet nur morgen der ZEW-Index in Deutschland, am Mittwoch Inflationsdaten aus der Eurozone und am Freitag noch das Konsumentenvertrauen in der Eurozone. Von der Berichtsseite ist es in Europa noch sehr ruhig, am Mittwoch berichten Heineken und ASML Holding, am Donnerstag Novartis , ABB, Sky und Engie und am Freitag noch Ericsson.

Mit einem knappen Tagesverlust beendete der ATX den Handel für die abgelaufene Woche. Bei den Einzelwerten konnte voestalpine kräftig dazugewinnen und schloss 1,6% höher, der Stahlkonzern bleibt aber mit einem Jahresminus von mehr als 11 Prozent weiter schwächster Wert im Leitindex. Polytec konnte sich nach der negativen Reaktion auf die vorgelegten Zahlen und dem deutlichen Verlust des Vortages wieder leicht erholen und gewann 1,2% dazu. Da half die Meinung eines Analysten, der den Titel auf derzeitigem Niveau als „sehr attraktiv“ bewertet sieht. Gleich zwei positive Analystenstimmen gab es für OMV , das brachte den Kurs des Ölkonzerns auf ein 1,1% höheres Niveau. Gemischt verlief der Handelsverlauf für die Bankentitel, Erste Group musste 1,3% abgeben, Raiffeisen erlitt ein Tagesminus in gleichem Ausmaß, Bawag hingegen konnte ein Plus von 0,8% erzielen. Auch bei den Versicherern gab es ein unterschiedliches Tagesergebnis, Vienna Insurance Group schloss 0,3% schwächer, Uniqa konnte 0,6% zulegen. Wenig geliebt von den Investoren waren am Freitag Do&Co und Wienerberger , für den Caterer setzte es einen Abschlag von 3,5%, der Ziegelkonzern musste eine Kurseinbuße von 3,9% hinnehmen.

Leicht tiefer schlossen die Börsen in den USA am Freitag, neben von den Anlegern als enttäuschend eingestuften Ergebnissen von drei Großbanken kam es auch zu Gewinnmitnahmen nach dem doch deutlichen Kurszuwachs seit Monatsbeginn. Gegenwind gab es auch von der Konjunktur. So hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher im April - von hohem Niveau aus - deutlicher verschlechtert als Experten vorhergesagt hatten. Die drei erwähnten Großbanken mussten relativ deutlich abgeben, für Citigroup ging es 1,6% nach unten, Wells Fargo erlitt einen Abschlag von 3,4% und JPMorgan schloss 2,7% schwächer. General Electric konnte dank eines positiven Analystenkommentars die Spitze im Dow Jones erobern und beendete den Tag 2,4% fester. Tesla kündige an, im dritten und vierten Quartal positiv werden zu wollen, Investoren liessen sich von dieser Aussage anlocken und verhalfen dem Titel zu einem Anstieg von 2,1%. Der Börsenneuling Dropbox musste 9,8% abgeben nachdem Nomura die Aktie mit „Reduzieren“ eingestuft hatte.

Heute werden Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen sowie die Empire State Umfrage präsentiert, morgen folgen dann die Anzahl der begonnenen Neubauten sowie die Industrieproduktion und am Donnerstag noch die Philadelphia-Umfrage. Die Berichtssaison läuft diese Woche voll an, heute berichten Charles Schwab, Bank of America und Netflix , morgen dann United Health, Johnson & Johnson , Goldman Sachs und IBM , am Mittwoch Kinder Morgan, US Bancorp, Abbott Laboratories, Morgan Stanley, American Express und Alcoa , am Donnerstag Mattel, Danaher, Philip Morris, Bank of New York und E-Trade ehe am Freitag mit Procter & Gamble , General Electric, Honeywell und Schlumberger der Abschluss gemacht wird, um nur die wichtigsten Unternehmen zu nennen.

Weiter zulegen konnten die Ölpreise, Brent beendete den Tag mit einem Plus von 0,8%, bei WTI gab es einen 0,5% höheren Preis. Gold zeigte sich leicht befestigt und wurde gegen Ende des Handelstages bei rund 1.345 US-Dollar gehandelt. Recht bewegt verlief der Handel zwischen Euro und US-Dollar, ehe am Abend ein Kurs von 1,2335 leicht über dem Vortagsniveau gefunden wurde.

Vorbörslich sind die europ. Börsen leicht positiv indiziert.  Die asiatischen Börsen schließen mehrheitlich im Plus. Von der Makroseite werden US-Konsumdaten gemeldet. Von der Unternehmensseite berichten heute in den USA Bank of America und Netflix Ergebnisse.

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

Lenzing

handelt heute ex-Dividende in Höhe von 5 Euro (2 Euro Sonderdividende und 3 Euro reguläre Dividende) pro Aktie.

(16.04.2018)

Bildnachweis

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Aktien auf dem Radar: Steinhoff , Telekom Austria .


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