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ATX-Trends: Kapsch TrafficCom, Frequentis, Agrana, Bawag, Rosenbauer, Zumtobel ...

An den europäischen Börsen ist gestern wieder etwas Ernüchterung eingekehrt, als Grund wurde das sprunghafte Ansteigen neuer Epidemiefälle genannt, wenngleich dieses zu einem guten Teil einer geänderten Erfassungsweise zuzuschreiben war. Der EuroStoxx 50 endete nach dem Zwölfjahreshoch vom Mittwoch mit einem leichten Minus von 0,2%, der französische CAC 40 schloss ebenso viel schwächer, der deutsche DAX beendete den Handel nahezu unverändert, in London kam es zu den deutlichsten Abgaben und der FTSE 100 ging rund 1,0% schwächer aus dem Handel.

Aus Sektorensicht waren die Versorger nach einer Hochstufung des Segments durch Morgan Stanley mit einem Plus von 0,5% gefragt, zyklische Sektoren wie etwa die Automobilaktien dagegen fielen wieder zurück. Der französische Telekommunikationskonzern Orange machte den Anlegern mit einer optimistischen Prognose Mut und konnte sich um 3,3% verbessern, der Whiskey- und Wodka-Hersteller Pernod Ricard konnte mit den Ergebnissen überzeugen und einen Zuwachs von 3,8% erzielen. Nicht gut aufgenommen wurden die Zahlen von Nestle, vor allem das Wachstum des Lebensmittelkonzernes lag unter den Erwartungen, was den Titel um 3,5% abrutschten liess. Einen sehr schwachen Ausblick präsentierte der britische Versorger Centrica, die Aktie rutschte mit einem Minus von 15,3% ans untere Ende des FTSE 100. Der Industriegasehersteller Linde konnte nach guten Jahreszahlen und einem überraschend optimistischen Ausblick mit einem Plus von 3,2% die Spitze im Dax erobern. Thyssenkrupp berichtet einen deutlichen Verlust, allerdings interessierten sich die Anleger viel mehr für Aussagen zum Verkauf der Aufzugsparte, wo es nach Aussagen des Unternehmens bald eine Entscheidung geben sollte. Der Stahlkonzern konnte zwischenzeitlich deutlich zulegen, diese Gewinne wurden aber nicht gehalten und gegen Ende verblieb ein mageres Plus von 0,2%. Deutlich besser als erwartet konnte die Commerzbank im Tagesgeschäft abschneiden, im Verein mit einem angekündigten neuen Kostensenkungsprogramm konnte sich der Finanztitel um stolze 8,9% nach oben schwingen. Bei den deutschen Nebenwerten sorgte RIB Software für Aufsehen, die vorgelegten Quartalszahlen waren ziemlich gut, verblassten aber angesichts eines Übernahmeangebotes von Schneider Electric, welches den Aktienkurs um 40,7% nach oben springen liess.

Nach zwei starken Gewinntagen in Folge ist die heimische Börse gestern wieder etwas zurückgekommen, der ATX beendete den Handel mit einem leichten Abschlag von 0,3%. Auf Unternehmensebene lag in Wien nur eine sehr dünne Meldungslage vor. Agrana , am Vortag noch der klare Gewinner, rutschte mit einem Minus von 3,4% ans untere Ende der Kursliste, aktuelle Meldungen lagen für den Zucker- und Stärkekonzern keine vor. Kapsch TrafficCom büßte weitere 3,1% ein, nachdem Rückgang vom Vortag auf Grund einer Gewinnwarnung gab es weiteres Ungemach in Form einer angekündigten Klage der Bundesrepublik Deutschland gegen den Mauthersteller wegen einiger nicht erbrachter Leistungen im Zuge der geplanten Errichtung eines Mautsystems für deutsche Autobahnen. Die Berenberg Bank bestätigte das Kursziel von 60,0 Euro und die Kaufempfehlung für die OMV , der Ölkonzern konnte ein leichtes Plus von 0,5% erzielen. Die Baader Bank erhöhte das Kursziel für Rosenbauer von 40,0 Euro auf 48,0 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung, dem Feuerwehrausrüster half das wenig, der Titel endete mit einem Minus von 2,8%. Die Bawag konnte die Zuwächse des Vortages weiter ausbauen und mit einem Plus von 1,7% enden, die Erste Group musste hingegen 0,7% abgeben, bei der Raiffeisen kam es zu einem leichten Anstieg von 0,3%. Gewinner des Tages war der Flughafen Wien , der sich um 2,3% verbessern konnte, auch Do & Co war gesucht, für das Cateringunternehmen ging es um 1,8% nach oben. Deutlich abgeben musste Frequentis nach dem starken Ergebnis am Tag zuvor, der Luftleitsystemanbieter musste den Tag mit einem Minus von 3,2% beenden.

In den USA konnten der S&P 500 und die Technologieindices im Tagesverlauf zwar neue Rekordstände erzielen, ehe auch hier die Sorgen um die Ausbreitung der Epidemie um sich griffen und die Börsen wieder nach unten brachten. Diese Sorgen wurden auch darin zum Ausdruck gebracht, dass immer mehr Unternehmen vor noch nicht absehbaren Folgen auf die Geschäftsentwicklung in diesem Zusammenhang sprechen. Schlussendlich endete der S&P 500 0,2% tiefer, der Nasdaq 100 musste genauso viel abgeben, und der Dow Jones endete mit einem Minus von 0,4%. Unter den Einzelwerten sackten die Aktien von Cisco am Dow-Ende um 5,2% ab, der Umsatzrückgang im vergangenen Quartal stiess bei den Investoren auf wenig Gegenliebe. KraftHeinz enttäuschte ebenfalls mit der Umsatzentwicklung und musste 7,6% abgeben. Tesla konnte anfängliche Verluste schnell wieder wettmachen und setzte sich mit einem Plus von 4,8% an die Spitze des Nasdaq 100. Das Unternehmen plant zur weiteren Expansion, sich frisches Geld durch eine Kapitalerhöhung zu besorgen, unter anderem ist geplant, bei Berlin die erste europäische Fabrik des Elektroautoherstellers zu errichten. Applied Materials als einer der weltweit größten Zulieferer für die Halbleiterindustrie verbuchte dank eines guten Geschäftsausblickes einen Zuwachs von 3,1%. Der chinesische Internet-Riese Alibaba hingegen rechnet angesichts Probleme mit der Epidemie im laufenden Quartal mit weniger Wachstum, das brachte den Titel gestern 1,8% nach unten.

Weiter leicht erholt präsentierten sich die Ölpreise, Brent konnte sich um 1,0% verbessern, für WTI ging es 0,5% nach oben. Gold wurde von den Investoren etwas mehr nachgefragt, das Edelmetall konnte den ganzen Tag über leicht zulegen und handelte gegen Abend bei einem Kurs von rund 1.575 US-Dollar. Der Euro musste nach einer kurzen Erholung am Vormittag dann im weiteren Verlauf weiter gegen den US-Dollar abgeben, das Währungspaar notierte gegen Ende des Tages bei einem Kurs von rund 1,084.

Vorbörslich sind die Märkte in Europa heute Freitag am letzten Handelstag der Woche nahezu unverändert bis leicht freundlicher indiziert. Die Börsen in Asien präsentierten sich uneinheitlich, China mit leichten Kursaufschlägen, Japan mit moderaten Verlusten. Von Unternehmensseite gab Zumtobel bekannt den Aufsichtsrat zu verjüngen (siehe unten). Makroseitig heute in Europa Zahlen zum BIP Q4/19 (DEU), und die Handelsbilanz (EUR), in den USA Einzelhandelsumsatz, Im- und Exportpreise, Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung, Uni Michigan Verbrauchervertrauen sowie Zahlen zu den Lagerbeständen.

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

Zumtobel

Der Aufsichtsrat des Vorarlberger Leuchtenkonzerns Zumtobel soll jünger werden. Der 83-jährige Aufsichtsratschef Jürg Zumtobel sowie dessen 80-jähriger Bruder Fritz Zumtobel ziehen sich vorzeitig aus dem Kontrollgremium zurück, wie das Unternehmen gestern Donnerstagabend nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Die aus Deutschland kommenden Nachfolger sind um 20 bzw. 40 Jahre jünger.Der 64-jährige Ex-MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen und der 41-jährige Uni-Professor Thorsten Staake sollen auf einer voraussichtlich Ende März 2020 stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung in den Zumtobel-Aufsichtsrat gewählt werden, hieß es in der Aussendung. Im Anschluss soll ein neuer Aufsichtsratschef gekürt werden.

(14.02.2020)

 

Bildnachweis

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Aktien auf dem Radar:Mayr-Melnhof, Kapsch TrafficCom, Addiko Bank, FACC, Warimpex, UBM, voestalpine, Bawag, Zumtobel, Agrana, Cleen Energy, Erste Group, Immofinanz, OMV, Palfinger, Porr, Rosenbauer, Semperit, Stadlauer Malzfabrik AG, Pierer Mobility AG.


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Die börsenotierte BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt, Österreich, beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und betreibt ihr Bank- und Leasinggeschäft in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die BKS Bank verfügt zudem über Repräsentanzen in Ungarn und Italien. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe.

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