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ATX-Trends: Amag, voestalpine, Andritz, OMV, Flughafen Wien ...

Die Anleger haben sich am Freitag durch einen starken US-Arbeitsmarktbericht anspornen lassen, der Eurostoxx 50 konnte am Nachmittag die Gewinne ausbauen und ging mit einem Plus von 1,2% aus dem Handel, wodurch das Minus auf Wochensicht auf 0,3% reduziert werden konnte. Der französische CAC 40 stieg gleichfalls um 1,2%, der deutsche Dax konnte sich um 0,9% befestigen und in London gab es einen Zuwachs von 1,4%. Die US-Wirtschaft hat im November deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet, außerhalb der Landwirtschaft sind 266.000 Stellen entstanden, Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg von 180.000 neuen Jobs gerechnet. Zudem wurde der Stellenzuwachs in den beiden Vormonaten um insgesamt 41.000 Stellen nach oben korrigiert. Die Arbeitslosenquote fiel gleichzeitig auf 3,5% und damit auf den tiefsten Stand seit 50 Jahren.

In der Sektorenwertung waren Minen- und Technologiewerte besonders gefragt und konnten sich jeweils um rund 2,0% befestigen. Angesichts des guten Weihnachtsgeschäfts war auch der Einzelhandelssektor gesucht, weniger nachgefragt wurden die als defensiv eingeschätzten Branchen Gesundheit, Telekom und Versorger. Unter den Einzelwerten fielen die Papiere der Swiss Re mit einem Anstieg um 3,0% und einem langjährigen Höchststand positiv auf, die Anleger freuten sich über den Verkauf der Tochtergesellschaft Reassure an die britische Phoenix Group und eine mögliche üppige Beteiligung am Erlös. Philips kletterte in Amsterdam nach einer Empfehlung der Investmentbank Morgan Stanley um 1,9% auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober, bei Carrefour gab es in Paris nach acht Verlusttagen wieder eine Erholung um 3,0%. Fresenius Medical Care wurde von Morgan Stanley auf „Underweight“ abgestuft, nachdem die Investmentbank deutliche Risken bei der Erreichung der Jahresziele sieht, und musste 1,6% schwächer schliessen. Lufthansa hingegen konnte von einem positiven Kommentar durch Mainfirst profitieren und 1,5% dazugewinnen. Noch besser lief es für Infineon , im Zuge der Stärke der Technologiebranche gab es für den Chipproduzenten einen Tagesgewinn von 4,0%. B ei den deutschen Nebenwerten profitierten Kion und Jungheinrich von frisch ausgesprochenen Kaufempfehlungen durch Mainfirst und konnten sich um 4,5% beziehungsweise 4,2% verbessern.

Heute werden die deutsche Handelsbilanz sowie der Sentix Index, der das Investorvertrauen für die Eurozone misst, veröffentlicht, morgen folgen dann die Industrieproduktion in Frankreich und Italien sowie der ZEW-Index für Deutschland, am Donnerstag Inflationsdaten für Deutschland und Frankreich, die Industrieproduktion in der Eurozone und am Freitag die Verbraucherpreise in Spanien und die Industrieproduktion in Italien. Zusätzlich wird am Donnerstag die Entscheidung der EZB bezüglich der Zinsen bekanntgegeben, allgemein wird mit einer Beibehaltung des derzeitigen Satzes gerechnet, interessant werden wie immer die Formulierungen werden. Ergebnisse von einzelnen Unternehmen gibt es kaum, am Mittwoch berichten Aurubis und Tui und am Donnerstag die deutsche Metro .

Auch der heimische Markt konnte mit klaren Zuwächsen in das Wochenende gehen, der ATX erreichte zu Ausklang ein Tagesplus von 1,0%. Die Meldungslage zu den einzelnen Unternehmen war erneut sehr mager, Do & Co gewann nach einer positiven Einschätzung durch die Berenberg Bank, die die Kaufempfehlung und das Kursziel bestätigte, 2,0% dazu. Die Raiffeisen Centro Bank bestätigte ihrerseits das Kursziel und die Kaufempfehlung für die Vienna Insurance Group, der Versicherer musste aber ein leichtes Minus von 0,2% hinnehmen. Positiv verlief der Tag für die Banken, angeführt von der Raiffeisen International mit einem Zuwachs von 1,7%, für die Erste Group gab es ein Tagesplus von 0,3%, die Bawag konnte sich um 0,4% verbessern. Angeführt wurde die Gewinnerliste am Freitag in Wien von der AMAG , für den Aluminiumkonzern ging es 3,1% nach oben. Gesucht war gleichfalls Schoeller Bleckmann mit einem Plus von 2,9%, die OMV konnte da nicht ganz mithalten und ging lediglich 0,8% befestigt aus dem Handel. Sehr stark war mit voestalpine ein weiteres Indexschwergewicht, der Stahlkonzern schloss mit einer 2,5% höheren Schlussnotierung. Auch Lenzing rangierte in der Gunst der Anleger weit oben, der Faserhersteller konnte eine Verbesserung von 2,4% erzielen, AT&S profitierte von der Stärke des Sektors und erreichte einen Zugewinn von 2,3%, auch Andritz zählte mit einem Plus von 2,1% zu den deutlichen Gewinnern des Tages. Die Verliererliste wurde von Rosenbauer angeführt, der Feuerwehrausstatter musste 2,1% abgeben, leichte Verluste gab es auch für die Addiko Bank mit einem Minus von 0,6% und für den Flughafen Wien mit einer 0,5% schwächeren Schlussnotierung.

In den USA ging die Handelswoche nach dem starken Arbeitsmarktbericht versöhnlich zu Ende, der Dow Jones konnte sich am Freitag um 1,2% verbessern und dadurch die Woche nahezu unverändert mit einem leichten Minus von 0,1% beenden, der S&P 500 erzielte einen Aufschlag von 0,9%, der Nasdaq 100 konnte um 1,1% vorrücken. Goldman Sachs war mit einem Plus von 3,4% zweitbester Wert im Dow Jones, die Hoffnung, dass die Investmentbank in der mutmaßlichen Korruptions- und Geldwäscheaffäre beim malaysischen Staatsfonds 1MDB mit weniger Rechtskosten davonkommen könnte als erwartet liess die Anleger zugreifen. Spitzenreiter im Dow Jones war 3M , hier wurden Gerüchte laut, wonach der Mischkonzern über einen Verkauf der Pharma-Servicesparte nachdenke, an dem Plus von 4,3% waren auch Spekulationen mitbeteiligt, dass eine Deklaration der Industriechemikalie PFAS als Schadstoff noch nicht final entschieden sei. Weiters gefragt waren Ölwerte, ExxonMobil stieg um 1,6%, ConocoPhillips konnte sich um 3,6% verbessern. Die Parfümeriekette Ulta Beauty hob neben einem erfolgreichen Geschäftsbericht auch die Gewinnziele an, Anleger quittierten das mit einer Erholungsrally und einem Zuwachs von 11,1%. Auch in den USA war die Technologiebranche sehr stark, Micron Technologies beispielsweise konnte sich um 2,8% verbessern, auch andere Titel wie NVIDIA konnten deutlich zulegen.

In den USA werden am Mittwoch Inflationsdaten bekannt gegeben, ebenso der Energiebericht des Ölministeriums, am Donnerstag dann die Produzentenpreise und die wöchentlichen Arbeitslosendaten und am Freitag die Import- und Exportpreise und die Einzelhandelsumsätze. Am Mittwoch gibt die Fed ihre Zinsentscheidung bekannt, ebenso wie in Europa wird mit keiner Änderung gerechnet, aber auch hier wird besonderes Interesse den verwendeten Formulierungen gelten. Unternehmensberichte gibt es kaum, morgen berichten HD Supply, Autozone und GameStop, am Mittwoch American Eagle und am Donnerstag Ciena, Broadcom, Adobe, Oracle und Costco.

Die Ölpreise konnten weiter leicht zulegen, Brent schloss 1,6% befestigt, WTI verzeichnete einen Zuwachs von 1,3%. Gold musste nach dem guten Arbeitsmarktbericht abgeben und notierte gegen Handelsende bei rund 1.460 US-Dollar. Auch der Euro verlor nach dieser Veröffentlichung an Boden gegen den US-Dollar, das Währungspaar wurde gegen Abend bei einem Kurs von rund 1,106 gehandelt.

Vorbörslich sind die Märkte in Europa heute Montag zur Eröffnung nahezu unverändert indiziert. Auch die Börsen in Asien beenden den ersten Handelstag der Woche wenig bewegt. Unternehmensseitig gab AMS bekannt, dass der Übernahmeversuch von Osram erfolgreich war (siehe unten). Makroökonomisch in Europa heute die Handelsbilanz und Arbeitskosten (DEU) sowie das Sentix Investorenvertrauen (EUR).


UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

AMS
 
Der heimische Halbleiterhersteller ams gab am Freitagabend bekannt, dass die Mindestannahmeschwelle von 55% für die Akquisition der Osram Licht AG überschritten wurde. Das endgültige Ergebnis des Angebots wird am Dienstag, 10. Dezember 2019, bekanntgegeben. Die weitere Annahmefrist läuft vom 11.-24. Dezember 2019. ams erwartet, dass weitere Schritte zur Umsetzung der Transaktion in Kürze beginnen werden. Mit dem Abschluss der Transaktion rechnet ams weiterhin im Laufe des ersten Halbjahrs 2020. Ams beabsichtigt, die ams-Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung im Januar 2020 einzuladen, um die geplante Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Angebot zu beschließen.
 

(09.12.2019)

 

Bildnachweis

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Aktien auf dem Radar: S Immo , SBO , EVN , Zumtobel , Warimpex , Addiko Bank , Telekom Austria , Semperit , ATX , OMV , Rosenbauer , Uniqa , Palfinger , Josef Manner & Comp. AG , Pierer Mobility AG , RBI , Porr , Oberbank AG Stamm , BKS Bank Stamm , UIAG , Fresenius Medical Care , Deutsche Boerse , Deutsche Telekom , Daimler , Continental , LINDE , MTU Aero Engines , Merck KGaA , E.ON , SAP , Beiersdorf.


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