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25.03.2020

So eine Krise hat ja auch etwas Gutes. Man besinnt sich auf Wesentliches. Gesundheit, sein soziales Umfeld und hat dabei immer den Inhalt des Kühlschranks im Auge. Wir sind jetzt in dieser Krise „angekommen“. Unsere Bedürfnisse haben sich ziemlich sicher angepasst. Die Frage ist, ob dies jetzt eine Veränderung auf Dauer auslöst, oder nur temporär.

Einmal abgesehen davon, dass sich der Speiseplan immer mehr nach dem Ablaufdatum der jeweiligen im Überschwang der Hamsterkäufe gehorteten Lebensmittel zu orientieren beginnt, nehmen wir inzwischen unser Leben ziemlich sicher anders wahr. Unser Blick nach Außen wird zu nahezu 100% durch Jenen der Medien ersetzt. Kommunikation findet via Telefon oder vielleicht noch Skype statt. Das Erfahren des Gegenübers, das Lesen von Mimik, oder einfach nur das schlichte Schulterklopfen entfällt. Der religiöse Touch, und dieses Wort ist durchaus ernst gemeint weil es gerade in vielen Religionen diese Berührung als Teil des Ganzen gibt, wird immer mehr durch die täglichen Regierungsansprachen ersetzt. Körpersprache als Teil des Gebets inklusive. Und dies alles wird von uns von einer „neuen“ Bescheidenheit begleitet die sich aus der Angst zu erkranken, der Sorge um Familie, Freunde, Angehörige und dem Bewusstsein, an der Grenz e zum Jobverlust zu stehen, nährt. Die von Vielen als übertrieben postulierte neue Bescheidenheit wird so zur freiwillig gewählten Therapie. Sich selbst so reibungslos wie möglich mit den geänderten Umständen anzufreunden.

Wir an den Kapitalmärkten unterliegen genauso dieser Entwicklung. Unser Leben hat sich grundlegend geändert. Nur die Märkte nicht. Die ticken nach wie vor nach den gleichen Regeln und sie erwarten von uns, dass wir dies ebenso tun. Und eine dieser Regeln ist, Voraus zu denken. Die künftigen Entwicklungen zu erwarten und rechtzeitig auf diese zu reagieren. Unsere Bescheidenheit besteht darin, den Anzug im Kasten zu lassen und externe Termine via Fernkommunikationsmedien in Jeans oder Socken abzuhalten, aber nicht, auf deren Inhalte und Ableitungen zu verzichten. WIR müssen uns um die Zukunft Gedanken machen. Diese Aufgabe ist unser vorrangigstes berufliches Ziel gewesen und ist es jetzt, wo sich die Sturmfluten plötzlicher milliardenschwerer Verkaufsorders gelegt haben, umso mehr geworden.

Was unser Umfeld betrifft so ist es um die Facetten rund um die Analyse der Auswirkungen eines Virus‘ reicher geworden. Genauso um die Interpretationen rund um die Effekte aus Regierungsprogrammen, Notenbank-Milliarden oder Eingriffen in persönliche Freiheiten. An den Finanzmärkten haben wir daher weit mehr zu „tun“ als noch zuvor, weil eben die Aspekte breiter wurden und gleichzeitig aber die Volatilität, unser guter alter Freund schlafloser Nächte, fett aufgebläht die Märkte rockt.

So sehr wir uns daher jeden Abend mit TV oder vielleicht einem guten Glas Wein die Analyse des Tages oder der kommenden Momente erleichtern wollen, so sehr diese neue Bescheidenheit in unser aller Leben Einzug gehalten hat, so sehr ist es mehr denn je Gebot der Stunde im Job, an den Kapitalmärkten, sich nicht diesem Wandel hinzugeben, sondern mehr denn je, nach den alten und gut erprobten Kriterien zu agieren: Analyse fundamentaler Entwicklungen und Daten, Kontakt mit Unternehmens-Management und Analysten und kreatives Auseinandersetzen mit globalen Ereignissen. Voll konzentriert und ohne Kompromisse. Nur dann wird es uns gelingen, diese Krise als Mehrwert zu beenden. Genau das soll sie nämlich sein. Wir sollen gestärkt aus diesem Durcheinander hervorgehen. Jeder Crash bietet auch Chancen. Jedes Unternehmen lässt sich analysieren. Selbst wenn es wegen einem „dummen“ Virus ist.

(Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 25.03.)


 

Bildnachweis

1. Bloomberg TV



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