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ARCHE NOAH zu Biodiversitätsstrategie: Saatgutvielfalt jetzt mit konkreten Maßnahmen retten

28.09.2020
Schiltern/News York/Wien (OTS) - Gestern endete die öffentliche Konsultation für die österreichische Biodiversitätsstrategie bis 2030. Die Geschwindigkeit des Verlusts der Vielfalt ist nicht nur in Österreich, sondern auch global dramatisch: Heute veröffentlichten 65 Staats- und RegierungschefInnen, unter ihnen Bundespräsident Van der Bellen, eine Erklärung zum Verlust der biologischen Vielfalt. Diese spricht vom „planetaren Notstand“. ARCHE NOAH begrüßt die Übernahme der Ziele aus der EU-Biodiversitätsstrategie, beispielsweise zum Ausbau von Bio und zur Reduktion des Pestizid-Einsatzes. Diese müssen nun in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Kulturpflanzenvielfalt hat großes Potential bei der Bewältigung sowohl der Biodiversitäts- als auch der Klimakrise.
„Der Verlust der Kulturpflanzenvielfalt ist schon so weit fortgeschritten, dass unsere Ernährungssicherheit langfristig gefährdet ist!“, sagt Dagmar Urban, politische Referentin bei ARCHE NOAH. „Saatgut-Vielfalt ist die Versicherung für die Herausforderungen von morgen. Die Österreichische Bundesregierung muss handeln und mit einer ambitionierten Politik und mit konkreten Maßnahmen diesen Schatz vor seiner Zerstörung bewahren!“, so Urban.
Für Österreich wurden in einer Untersuchung des Umweltbundesamtes unter anderem die Landwirtschaft als eine der Hauptursachen für den Biodiversitätsverlust genannt. Seit 1900 sind laut einer Schätzung der Welternährungsorganisation FAO global schon 75% der Kulturpflanzenvielfalt verloren gegangen, in Österreich haben wir beispielsweise 80-90% der Apfel-Vielfalt verloren. Die Vielfalt auf unseren Feldern ist auch ein notwendiger Lebensraum für bestäubende Insekten: Sie brauchen eine kleinstrukturierte vielfältige Kulturlandschaft, um zu überleben.
„Wir brauchen eine ambitionierte Biodiversitätsstrategie und eine verbindliche Umsetzung. Die Strategie darf keine abstrakte Vision oder Wunschliste bleiben. Wir brauchen einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen, ausreichend Budget, klaren Verantwortlichkeiten und einem starken Monitoring. Gerade im Bereich der Vielfalt in den Samenarchiven, und auf den Feldern und Tellern gibt es viel zu tun – aber auch die große Chance, unsere Ernährungsgrundlage und damit unsere Gesundheit langfristig zu schützen. Wir können uns das Verfehlen von zentralen Zielen wie bei der Strategie bis 2020 nicht noch einmal leisten. Die gesamte Bundesregierung, insbesondere Umweltministerin Gewessler und Landwirtschaftsministerin Köstinger müssen Verantwortung übernehmen und jetzt rasch ihren Beitrag gegen das große Aussterben unserer Lebensgrundlage leisten.“, fordert Dagmar Urban von ARCHE NOAH abschließend.
 

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