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KV-Verhandlungen: Handelsobmann Trefelik fehlt Verständnis dafür, „dass man offenbar unbedingt streiken will“

APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).
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28.11.2023, 2572 Zeichen

Wien (OTS) - „Die heutige KV-Runde hat gezeigt, dass die Streikbereitschaft der Gewerkschaft offenbar höher ist als ihre Verhandlungsbereitschaft. Das bedauern wir sehr, da wir einen großen Schritt auf die Arbeitnehmervertreter:innen zu gemacht haben“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), nach der vierten Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag der Angestellten und Lehrlinge im österreichischen Handel.
So haben die Arbeitgeber:innen ihr Angebot deutlich nachgebessert und auf 6 Prozent KV-Erhöhung plus 1.000 Euro abgabenfreie Prämienzahlung angehoben. Das entspricht durch den steuerlichen Hebel beim Einstiegsgehalt einem Plus von 12,02 Prozent und liegt damit sogar über der in der dritten Runde angehobenen Forderung der Gewerkschaft. „Mir fehlt daher jegliches Verständnis, warum man sich auf einen Justament-Standpunkt versteift und Prämienzahlungen, die einen klaren Nettovorteil für die Beschäftigten bringen, von vornherein ablehnt. Gerade jetzt wären die 1.000 Euro netto für viele Arbeitnehmer:innen eine willkommene Aufbesserung ihres Weihnachtsbudgets“, so Trefelik. Bei einem Bruttogehalt von 2.500 Euro entspricht das Modell einer Bruttoerhöhung von 10,74 Prozent, bei einem Gehalt von 3.000 Euro sind es 10,05 Prozent.
Stattdessen hat die Gewerkschaft dem deutlich erhöhten Angebot der Arbeitgeber:innen mit einer Gegenforderung gekontert, die nur eine minimale Reduktion der bisherigen Forderung darstellt – und beim Einstiegsgehalt ein Plus um 10,17 Prozent und im Schnitt um 9,92 Prozent bedeutet. „Das ist für die Unternehmen in der aktuellen Lage nicht finanzierbar und weit weg von kreativen Lösungen, wie sie angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen notwendig sind“, so Trefelik. Eine solche wäre das duale Modell der Arbeitgeber:innen. Dieses würde den Unternehmen helfen, die aktuelle Situation, die von rückläufigen Umsätzen gepaart mit Kostenexplosionen geprägt ist, zu überstehen.
Vor allem warnt Trefelik davor, dass es auf einen Pyrrhussieg hinauslaufen würde, wenn die Gewerkschaft weiter versucht, ihre Forderung durchzuboxen: „Ein solcher Erfolg wäre teuer erkauft und die Freude darüber nur von kurzer Dauer. Denn längerfristig würde eine Erhöhung in einer Größenordnung, wie sie die Gewerkschaft fordert, bedeuten, dass Unternehmen sich die Mitarbeiter:innen nicht mehr leisten können. Schon jetzt gibt es einen enormen Anstieg von Insolvenzen und Schließungen im heimischen Handel. Weitere Schließungen und Jobverluste wären die Folge“, sagt der Chefverhandler der Arbeitgeber:innen. (PWK429/DFS)

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