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Getreidemarkt EU-27: EU-Weizenernte sinkt - EU-Weizenexporte legen zu

APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).
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05.08.2022, 6387 Zeichen

Wien (OTS) - "Für das heurige Jahr erwartet die Europäische Kommission mit zirka 123,9 Mio. t eine deutlich geringere Weizenernte als im Vorjahr (-4,8%). Obwohl die Anbaufläche geringfügig ausgedehnt wurde (+0,5%), ließ die Trockenheit die Hektarerträge in den wesentlichen Produktionsländern schrumpfen. Der teilweise Ausfall der Ukraine am Weltmarkt führt zu einem Viertel (+24,1%) mehr EU-Weizenexporte", informiert Christian Gessl, zuständiger Abteilungsleiter der Agrarmarkt Austria (AMA). Neben der gesunkenen Weizenernte werden EU-weit auch weniger Gerste (-1,0%), weniger Roggen (-3,8%) und weniger Mais (-9,5%) geerntet.
Auf insgesamt 52,1 Mio. ha wurde heuer Getreide angebaut, wobei Hartweizen (-4,3%) und Mais (-1,1%) Flächenrücknahmen verzeichneten, während mehr Weichweizen (+0,5%) und Gerste (+3,9%) ausgesät wurden. Innerhalb Europas verzeichnen alle bedeutenden Produktionsländer mit Ausnahme Deutschlands Ernterückgänge - Frankreich (-9,1%), Rumänien (-14,0%), Spanien (-17,0%), Italien (-11,3%) und Ungarn (-4,5%). Die deutsche Getreideerntemenge wird voraussichtlich das Ausmaß des Vorjahres erreichen.
Zwtl.: EU-Versorgungslage - Höhere Exporte, schrumpfende Lagerbestände
Trotz der niedriger (-5,2%) prognostizierten Getreideernte in Höhe von 278,5 Mio. t erwartet die EU-Kommission durch den teilweisen Ausfall der Ukraine am Weltmarkt steigende Exporte von 52,4 Mio. t (+11,7%). Der gesamte Getreideverbrauch sinkt (-0,9%) geringfügig, da weniger Getreide verfüttert (-1,3%) und industriell verarbeitet (-1,3%) wird. Die Vermahlung ist auch EU-weit nach der Corona-bedingten Nachfrageflaute im Plus (+0,7%). Die europäischen Lagerendbestände 2022/2023 sinken um ein Fünftel (-19,8%) auf 39,6 Mio. t. Die EU-27 bleibt trotz Lagerendbestandsabbau eine Überschussregion für Getreide.
Zwtl.: EU-Ölsaatenproduktion mit leichten Zuwächsen
Die europäische Rapsernte von 18 Mio. t steigt geringfügig (+5,9% zum Vorjahr). Die erwartete Erntemenge von Sonnenblumen liegt mit 10,5 Mio. t um +1,9% über 2021. Die Prognose für die Sojabohnenernte beläuft sich auf +3,7%, jedoch beträgt der Anteil der Sojaernte von 2,8 Mio. t an der gesamten EU-Ölsaatenernte lediglich 8,9%. Insgesamt wird die EU-Ölsaatenerntemenge auf 31,3 Mio. t geschätzt und liegt somit geringfügig über dem Durchschnitt der letzten Jahre
Zwtl.: Getreidemarkt weltweit
"Laut den aktuellsten Prognosen des internationalen Getreiderates (IGC) kann die weltweite Getreideproduktion von 2,252 Mrd. t den Verbrauch von 2,277 Mrd. t nicht decken, wodurch die Lagervorräte am Ende der Vermarktungssaison auf das geringste Niveau seit 2014 sinken", berichtet Gessl. Sowohl bei Weizen als auch bei Mais liegt die Produktion unter dem erwarteten Verbrauch. Daher schrumpfen die Endbestände von Weizen (-3,5%) und Mais (-4,9%) gegenüber dem Vorjahr auf das geringste Ausmaß seit Jahren.
Die Weizenernte verzeichnet Zuwächse in Russland (+13,6%), USA (+7,1%) und Kanada (+49,7%), während die EU-27 (-4,3%), die Ukraine (-41,2%) und Australien (-15,8 %) Rückgänge verzeichnen. Verantwortlich für den Maisproduktionsrückgang sind kleinere Ernten in den USA (-4%) und der Ukraine (-40,4%). Höhere Maisernten werden in Brasilien (+6,5%) und Argentinien (+6,4%) erwartet.
Zwtl.: Getreideverbrauch deutlich über Produktion
Mit geschätzten 2,277 Mrd. t liegt der Getreideverbrauch geringfügig unter dem Vorjahr (-0,5%) und übersteigt um 25 Mio. t das weltweite Angebot. Verbrauchsrückgänge gibt es in der Fütterung (-1,5%), während mehr in der menschlichen Ernährung (+0,7%) und der Industrie (+0,3%) verwendet werden.
Die weltweite Versorgungslage ist mit Lagerendbeständen in Höhe von 25,6% ("stock-to-use"-Wert: Weizen 34,9 %, Mais 22,5%) des weltweiten Verbrauchs mittelmäßig und liegt somit unter dem Niveau der letzten Jahre. Allein bei Weizen liegen aktuell mehr als die Hälfte der weltweiten Vorräte in China und stehen somit am Weltmarkt nicht zur Verfügung.
Zwtl.: Neuer Produktionsrekord für Sojabohnen und Raps
Die globale Ölsaatenproduktion erreicht laut USDA im heurigen Jahr mit 643,1 Mio. t ein neues Rekordniveau mit massiven Steigerungen zum Vorjahr (+7,1%). Sojabohnen (391,4 Mio. t) und Raps (80,2 Mio. t) liegen auf einem neuen Rekordniveau. Die Sojabohnenproduktion wird in den USA, in Brasilien und in Argentinien ausgeweitet. Diese drei Länder umfassen zirka 80,0% der weltweiten Sojaproduktion. Die weltweite Rapsernte erreicht ein Niveau in Höhe von 80,2 Mio. t (+11,2%). Dieser Produktionszuwachs ist auf die deutliche Ertragssteigerung gegenüber dem Vorjahr in Kanada zurückzuführen (+42,9%).
Die Sonnenblumenernte (-12,2%) schrumpft nicht zuletzt aufgrund des Produktionsausfalls in der Ukraine (-41,7%) sowie wegen Ertragsminderungen in anderen wichtigen Anbauregionen (u. a. Russland -4,2%). Demgegenüber kann in der EU-27 ein positives Ergebnis erzielt werden (+1,9%).
Zwtl.: Weltweiter Handel - USA und China dominieren weiterhin den Markt
Beim weltweiten Getreidehandel bleiben die USA weltweit führendes Exportland, 2022/2023 werden rund 430 Mio. t Getreide gehandelt, davon decken die USA ein Fünftel der Gesamtausfuhren ab. Importseitig beeinflusst China als weltweit größter Verbraucher weiterhin den internationalen Handel. Der Anteil Chinas an der weltweit gehandelten Ware beläuft sich bei Getreide auf 11%, bei Ölsaaten auf 52%. Unabhängig von der Ukraine-Krise dominieren die EU-27 sowie Russland den Weizenexportmarkt, mit einem Marktanteil von jeweils 20%.
Zwtl.: Preisnotierungen deutlich gestiegen
Der Durchschnittskurs der Euronext in Paris von 2016 bis 2020 betrug 177,50 Euro/t. Im Jahr 2021 stieg dieser auf durchschnittlich 239 Euro/t, unter anderem durch Spätfolgen von Corona auf die Lieferketten und kleinere Ernten. Dieses Niveau wurde nun durch den Krieg weiter angehoben. Die Weizenkurse an der Euronext in Paris liegen aktuell (Schlusskurs 3. August 2022) mit 339 Euro/t deutlich (+51%) über dem Vorjahreszeitpunkt. Dennoch verlor der Weizenkurs vom Preishöhepunkt seit Kriegsausbruch (438 Euro/t KW20/2022) -23%, da die bessere US-Weizenernte sowie der Exportkorridor für ukrainisches Getreide über das Schwarze Meer preisdrückend wirkten. Die Maiskurse liegen aktuell in Paris mit 340 Euro/t über dem Vorjahresniveau (+62%). Der Maiskurs in Paris 2016 bis 2020 betrug 167,30 Euro/t, 2021 lag er bei 232,20 Euro/t. Der aktuelle Kurs liegt nur um -9% unter dem Preishöhepunkt seit Kriegsausbruch (373,50 Euro/t KW20/2022). (Schluss)

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    05.08.2022, 6387 Zeichen

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    Auf insgesamt 52,1 Mio. ha wurde heuer Getreide angebaut, wobei Hartweizen (-4,3%) und Mais (-1,1%) Flächenrücknahmen verzeichneten, während mehr Weichweizen (+0,5%) und Gerste (+3,9%) ausgesät wurden. Innerhalb Europas verzeichnen alle bedeutenden Produktionsländer mit Ausnahme Deutschlands Ernterückgänge - Frankreich (-9,1%), Rumänien (-14,0%), Spanien (-17,0%), Italien (-11,3%) und Ungarn (-4,5%). Die deutsche Getreideerntemenge wird voraussichtlich das Ausmaß des Vorjahres erreichen.
    Zwtl.: EU-Versorgungslage - Höhere Exporte, schrumpfende Lagerbestände
    Trotz der niedriger (-5,2%) prognostizierten Getreideernte in Höhe von 278,5 Mio. t erwartet die EU-Kommission durch den teilweisen Ausfall der Ukraine am Weltmarkt steigende Exporte von 52,4 Mio. t (+11,7%). Der gesamte Getreideverbrauch sinkt (-0,9%) geringfügig, da weniger Getreide verfüttert (-1,3%) und industriell verarbeitet (-1,3%) wird. Die Vermahlung ist auch EU-weit nach der Corona-bedingten Nachfrageflaute im Plus (+0,7%). Die europäischen Lagerendbestände 2022/2023 sinken um ein Fünftel (-19,8%) auf 39,6 Mio. t. Die EU-27 bleibt trotz Lagerendbestandsabbau eine Überschussregion für Getreide.
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    Die europäische Rapsernte von 18 Mio. t steigt geringfügig (+5,9% zum Vorjahr). Die erwartete Erntemenge von Sonnenblumen liegt mit 10,5 Mio. t um +1,9% über 2021. Die Prognose für die Sojabohnenernte beläuft sich auf +3,7%, jedoch beträgt der Anteil der Sojaernte von 2,8 Mio. t an der gesamten EU-Ölsaatenernte lediglich 8,9%. Insgesamt wird die EU-Ölsaatenerntemenge auf 31,3 Mio. t geschätzt und liegt somit geringfügig über dem Durchschnitt der letzten Jahre
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    Die globale Ölsaatenproduktion erreicht laut USDA im heurigen Jahr mit 643,1 Mio. t ein neues Rekordniveau mit massiven Steigerungen zum Vorjahr (+7,1%). Sojabohnen (391,4 Mio. t) und Raps (80,2 Mio. t) liegen auf einem neuen Rekordniveau. Die Sojabohnenproduktion wird in den USA, in Brasilien und in Argentinien ausgeweitet. Diese drei Länder umfassen zirka 80,0% der weltweiten Sojaproduktion. Die weltweite Rapsernte erreicht ein Niveau in Höhe von 80,2 Mio. t (+11,2%). Dieser Produktionszuwachs ist auf die deutliche Ertragssteigerung gegenüber dem Vorjahr in Kanada zurückzuführen (+42,9%).
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    Der Durchschnittskurs der Euronext in Paris von 2016 bis 2020 betrug 177,50 Euro/t. Im Jahr 2021 stieg dieser auf durchschnittlich 239 Euro/t, unter anderem durch Spätfolgen von Corona auf die Lieferketten und kleinere Ernten. Dieses Niveau wurde nun durch den Krieg weiter angehoben. Die Weizenkurse an der Euronext in Paris liegen aktuell (Schlusskurs 3. August 2022) mit 339 Euro/t deutlich (+51%) über dem Vorjahreszeitpunkt. Dennoch verlor der Weizenkurs vom Preishöhepunkt seit Kriegsausbruch (438 Euro/t KW20/2022) -23%, da die bessere US-Weizenernte sowie der Exportkorridor für ukrainisches Getreide über das Schwarze Meer preisdrückend wirkten. Die Maiskurse liegen aktuell in Paris mit 340 Euro/t über dem Vorjahresniveau (+62%). Der Maiskurs in Paris 2016 bis 2020 betrug 167,30 Euro/t, 2021 lag er bei 232,20 Euro/t. Der aktuelle Kurs liegt nur um -9% unter dem Preishöhepunkt seit Kriegsausbruch (373,50 Euro/t KW20/2022). (Schluss)

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