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Impact Investing - Green Finance Stakeholder Forum und Österreichs Ziele

Mit den Worten: „Österreich bekennt sich zu den Pariser Klimazielen und will bis 2040 klimaneutral sein“, haben kürzlich das Klimaschutz (BMK)- und das Finanzministerium (BMF) zum Green Finance Stakeholder Forum geladen. Das große Interesse und auch die rege Beteiligung aus dem Publikum – online und im Purpursaal des Ministeriums – zeigten, wie wichtig das Thema Green Finance bei den Stakeholdern bereits ist. Und ja, es ist wichtig! Im entscheidenden Jahrzehnt liegt es an uns, Wirtschaft und Gesellschaft mit einem resilienten und zukunftsfähigen Pfad in Einklang zu bringen.

Finanzsektor spielt entscheidende Rolle. Für das Erreichen der Pariser Klimaziele und der Klimaneutralität für Österreich in 2040 ist auch die Finanzwirtschaft gefragt, und zwar sehr maßgeblich, denn die ungeheuren Mittel für die Transition müssen irgendwie finanziert werden. Öffentliche und private Finanzen sowie das damit verbundene Investitionsumfeld werden dabei einen wesentlichen Beitrag leisten müssen, das steht fest. Alleine die Summe, die von der Privatwirtschaft finanziert werden soll, wird im Moment mit 800 Mrd. Euro für Europa diskutiert. 800 Mrd. Euro – das muss man sich wirklich bedachtsam auf der Zunge zergehen lassen – denn das sind 800 Tausend Millionen! Und das in Euro! Also keine Kleinigkeit, die aus der Portokasse zu finanzieren ist. 

Green Finance Stakeholder Forum. Mit dem Forum wollten die Ministerien über aktuelle europäische Entwicklungen informieren, bereits gesetzte Schritte zur Umsetzung präsentieren und Feedback zu weiteren Green Finance Maßnahmen einholen. 

Unter diesem Motto standen die Vorträge und Diskussionen des Stakeholderdialogs. Nach einer Begrüßung durch Sektionschef Jürgen Schneider (BMK) und Gruppenleiter Alfred Lejsek (BMF) gab Andreas Rajchl (Europäische Kommission) Einblicke in die EU-Strategie und deren vier entscheidende Verordnungen. Darauf folgte ein Bericht zum Status auf nationaler Ebene durch die beiden Ministerien, die Finanzmarktaufsicht und die OeNB, die heuer erstmals einen „Klima-Stresstest“ für den österreichischen Bankenplatz durchführt. Dabei werden Effekte von Klimarisikoszenarien auf unsere Banken simuliert. Auf das Ergebnis bin ich bereits gespannt.

GF-Alliance – Bewerbungsfrist läuft. Mit dem Start der Green Finance Alliance (GF-Alliance) macht Österreich einen wichtigen Schritt in Richtung Umsetzung der Pariser Klimaschutzziele für Unternehmen aus dem Finanzsektor. Sichtlich war die Freude über den offiziellen Start der Ausschreibungsphase. Die GF-Alliance ist eine freiwillige Initiative des BMKs und richtet sich an Finanzunternehmen, die sich dazu bekennen, ihr Kerngeschäft mit dem 1,5°C-Ziel des Übereinkommens von Paris in Einklang zu bringen und die dafür erforderlichen Maßnahmen zu setzen. Das BMK lädt österreichische Finanzunternehmen ein, sich für eine Mitgliedschaft zu bewerben und grüne Vorreiter zu werden. Finanzunternehmen sind dazu eingeladen, sich bis 31. Jänner 2022 für die Aufnahme in die GF-Alliance zu bewerben und ihre Unterlagen einzureichen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt bis Ende April, der Launch der Initiative ist für Q2 2022 geplant. Die GF-Alliance soll zu einem Aushängeschild für klimaverantwortliches Handeln werden. Alle für die Bewerbung relevanten Informationen werden auf der GF-Website zur Verfügung gestellt: https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/klimaschutz/green_finance.html

Online-Konsultation läuft bis 22. Oktober. Das Klimaschutz- und das Finanzministerium setzen die österreichische GF-Agenda unter direkter Einbindung des Privatsektors um, und so läuft auch gerade eine Online-Konsultation zum Thema. Sie lädt Marktteilnehmer ein, ihre Erfahrungen und ihr Wissen in diesen Prozess einzubringen, um die GF-Agenda für Österreich weiterzuentwickeln. Alle Angaben sind anonym und werden nur in aggregierter Form ausgewertet. Nun dann, fröhliches Mitmachen und Beteiligen unter: https://s2survey.net/greenfinance/

zur Autorin

Susanne Lederer-Pabst. Die Finanzanalystin und gerichtlich beeidete Sachverständige für den Bank- und Börsebereich will nachhaltiges, sozialverträgliches Investieren stärker in den Investmentfokus Institutioneller Investoren rücken.

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