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LeitnerLaw Rechtsanwälte neuer Partner Börserecht im Börse Social Magazine


Magazine aktuell


#gabb aktuell



22.02.2021

Die Juristinnen und Juristen von LeitnerLaw Rechtsanwälte stellen uns künftig ihre Expertise zu aktuellen Unternehmens- und Kapitalmarktthemen zur Verfügung. Wir stellen sie vor.

Vielen Dank, Frau Leitner-Bommer und Herr Obradović, dass Sie künftig unsere Leserinnen und Leser hier im Börse Social Magazine über aktuelle rechtliche Themen informieren werden. Worauf dürfen wir uns freuen?

Nikola Leitner-Bommer: Zunächst möchte ich uns kurz vorstellen. LeitnerLaw Rechtsanwälte ist eine Wirtschaftskanzlei mit Fokus auf steuerzentrierter Rechtsberatung. Durch unsere enge Kooperation mit LeitnerLeitner Wirtschaftsprüfer und Steuerberater können wir aus einer Hand sowohl rechtliche als auch steuerliche Beratung anbieten, was insgesamt gewisse Synergieeffekte mit sich bringt. Unser Fokus liegt u.a. auf den Fachgebieten Gesellschafts- und Konzernrecht, Kapitalmarkt- und Börsenrecht, Immobilienrecht, Unternehmens- und Vertragsrecht und noch viel mehr. An unseren Standorten in Wien, Linz und Graz sind insgesamt 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, davon 12 Rechtsanwälte, vier davon sind Partner. Das Verhältnis von Juristen und Juristinnen ist dabei sehr ausgewogen. Und um auf ihre Frage zu kommen, welche Themen wir in ihrem Magazin behandeln werden: Wir wollen natürlich thematisch den Schwerpunkt auf kapitalmarkt- und börsenrechtliche Inhalte legen, werden aber sicher auch einen Querschnitt aus anderen Bereichen für Unternehmen bringen.

Vedran Obradović: Unser erster Kommentar wird beispielsweise ein börsenrechtliches, aber auch ein zivilrechtliches Thema behandeln. Aber grundsätzlich ist uns wichtig, in den Kommentaren kapitalmarktrechtliche Anknüpfungspunkte, angehaucht um steuerrechtliche Inputs zu behandeln.

Herr Obradović, man kennt Sie aus Ihrer Zeit als Leiter der Übernahmekommission. Mir ist in ihrer Vita auch aufgefallen, dass Sie über ein Börsenhändler-Diplom verfügen, zudem sind Sie Capital Market Coach. Jede Menge Börsen-Know how also. Können Sie uns einen kurzen Einblick geben, was speziell die Börsennotierten derzeit rechtlich bewegt?

Vedran Obradović: Was Börsennotierte natürlich immer berücksichtigen müssen, ist die Einhaltung kapitalmarktrechtlicher Pflichten, wie die Berichtspflichten, Insiderthemen sowie Beteiligungsmeldungen oder Directors Dealings. Daran ändert sich durch die Covid-Krise nicht viel. Weil Covid unvorhersehbare Effekte für Unternehmenskennzahlen oder Prognosen bringt, besteht für Anleger vermehrter Berichtsbedarf, dem die Emittenten nachkommen müssen. Das ist oft mit einem großen Aufwand für die Unternehmen verbunden. Und natürlich kann man darüber diskutieren, ob die eine oder andere Regelung, aber vor allem auch die Sanktionen bei Verfehlungen, verhältnismäßig sind. Ich habe den Eindruck, dass für so manchen potenziellen Börsekanditaten die Vielzahl an Kapitalmarktvorschriften sehr abschreckend wirkt. Hier leistet die Wiener Börse grundsätzlich gute Aufklärungsarbeit.

Apropos Börsekanditaten: Ihre Kanzlei ist auch direct market plus Partner. 

Vedran Obradović: Ja, genau! Die Einführung des direct market plus für KMU war ein guter Schritt durch die Wiener Börse. Der direct market plus soll einerseits kapitalbedürftigen Unternehmen sowie Unternehmen, die die Vorzüge eines Listings genießen wollen, eine Teilnahme am Kapitalmarkt ermöglichen. Gleichzeitig sollen diese Unternehmen mit „milderen“ Pflichten konfrontiert werden, als am geregelten Markt gelistete Emittenten. Zudem sollen die Unternehmen nach dem Listing für eine bestimme Zeit durch einen Capital Market Coach begleitet werden, der bei der Einhaltung der gesetzlichen Folgepflichten unterstützt. Auch dabei beraten wir Unternehmen, sowohl rechtlich als auch steuerlich. 

Und mit welchen Transaktionen sind Unternehmen derzeit beschäftigt?

Vedran Obradović: Es gibt Bewegung am Markt, speziell im M&A-Bereich. Investoren wittern aufgrund niedriger Bewertungen ihre Chancen für einen günstigen Markteinstieg oder Zusatzakquisitionen. Allerdings ist es aufgrund der aktuellen Corona-Situation sehr schwierig, eine zuverlässige Bewertung zu erreichen. Die zukünftige Entwicklung vieler Unternehmen ist derzeit nicht prognostizierbar. Wir beobachten bei Transaktionen aktuell, dass Marktteilnehmer diese Unsicherheiten mithilfe von klassischen Kriseninstrumenten wie etwa Earn-Outs oder Wandeldar­lehen zu überbrücken versuchen. Letztere werden zu einem späteren Zeitpunkt gewandelt, wenn die Bewertung klarer ist. Aber Bewegung ist wieder vorhanden. Beim ersten Lockdown sind viele Transaktionen noch geblockt worden, ab Herbst sind die Gespräche teilweise unter anderen Bedingungen wieder aufgenommen worden. Die Anzahl der Transaktionen wird im Jahr 2021 definitiv zunehmen. Das Volumen dürfte wegen niedriger Bewertungen aber etwas abnehmen. Der Markt dürfte sich krisenbedingt in Richtung eines Käufermarkts bewegen. 
Vielen Dank! 

Text: Christine Petzwinkler

Aus dem "Börse Social Magazine #49" - 1 Jahr, 12 Augaben, 77 Euro. Ca. 100 Seiten im Monat, ca. 1200 Seiten Print A4




 

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Die S Immo AG ist eine Immobilien-Investmentgesellschaft, die seit 1987 an der Wiener Börse notiert. Die Gesellschaft investiert zu 100 Prozent in der Europäischen Union und setzt den Fokus dabei auf Hauptstädte in Österreich, Deutschland und CEE. Das Portfolio besteht aus Büros, Einkaufszentren, Hotels sowie aus Wohnimmobilien.

>> Besuchen Sie 60 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


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    Vedran Obradović: Unser erster Kommentar wird beispielsweise ein börsenrechtliches, aber auch ein zivilrechtliches Thema behandeln. Aber grundsätzlich ist uns wichtig, in den Kommentaren kapitalmarktrechtliche Anknüpfungspunkte, angehaucht um steuerrechtliche Inputs zu behandeln.

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