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13.01.2021

What's the colour of money ....? Willkommen in der wunderbaren Welt der Kapitalmärkte. Wo alles möglich ist. Wo sich Wünsche und Begehrlichkeiten, Intelligenz und Dummheit, Angst und Gier so trefflich miteinander austauschen. Der Zirkus ist wieder für ein neues Jahr geöffnet. Hereinspaziert, hereinspaziert.

Die Augen glänzen noch vor lauter Staunen ob der tollen Performance in den ersten Tagen des neuen Jahres und kaum glaubt man es wäre schon genug, kommt gleich die nächste Welle an Kauflust und treibt die Kurse in neue Höhen. Nur, genauso wie im Zirkus die Illusion Teil der Show ist, ist auch an den Kapitalmärkten die Antizipation Part of the Game. Und so passiert es geradezu zwangsweise, dass sich Kurse nicht nur stark nach Oben, sondern auch - und das zumeist viel schneller - auch nach Unten bewegen. Wichtig ist eben nur zu erkennen, wann denn dies alles passieren wird. Und da hat die prall gefüllte Investitionsbörse am Globus gerade etwas dagegen dies zu zeigen. Es fließt wieder richtig viel Geld in die Aktienmärkte.

Die Gründe hierfür sind eindeutig: es gibt kaum sinnvolle Investments in anderen Anlageklassen. Anleihen verkommen in Euroland zum Minusinvestment, Cash zu bunkern kostet auch Geld und Rohstoffe sind komplex und daher auf Edelmettale zumeist bei Investments reduziert. Aktien belassen noch die Alternative, es sich aussuchen zu können, in welche Branche oder Firma oder Investmentfonds man investiert.

Man spricht immer wieder von Zeiten, wo Übertreibungen herrschen. Völlig logisch, denn sind wir uns ehrlich, die Börsen sind am Ende doch menschlich. Und daher gibt es Übertreiben nach oben wie auch nach unten. 2020 war so ein Lehrjahr. Nun steht aber eine neue Anlagekategorie am Altar der Begehrlichkeiten und erhält hoch dotierte Aufmerksamkeit. Die Neu-Emissionen werden gerade gekauft wie kaum zuvor. Jede neue Aktie, die an den Markt kommt, wird anscheinend blind genommen. Gerade in den USA gab es seit 20 Jahren keine so hohe Anzahl an Neuemissionen die sich innerhalb der ersten drei Tage verdoppelt haben wie in 2020. Und ob diese Firmen Gewinne machen oder nicht spielt offensichtlich keine Rolle. Mehr als 50% dieser Star-Performer schreiben nämlich noch rote Zahlen. Und die Branche, in die man investiert, ist offensichtlich auch egal. Ob Zimmervermieter, Essenslieferant oder Softwarespeicher in der Cloud, macht keinen Unterschied. Die Masse kauft. Und um dem Ganzen noch den richtigen Pep zu verleihen, glänzte in 2020 ein Geschäftsmodell, das an diesen Entwicklungen direkt teilnimmt und sich oft auch gleich an der Börse listen ließ. SPACs. Special Acquisition Companies. Firmen also, die mit dem Geld ihrer Investoren andere Firmen kaufen um damit Gewinne zu erwirtschaften. An sich nicht so schlecht. Fondsmanager machen es ja ähnlich, nur vielleicht nicht gar so konzentriert und frech. Aber die Volumina, die gerade in diese Firmen fließen, sind schon gewaltig. Über 50 Mrd. US$ allein im letzten Jahr.

Dann, wenn Airbnb sich trotz Corona-Krise und kaum Aussicht auf Gewinn in den nächsten Jahren am ersten Börsentag verdoppelt, wenn ein US-Essenslieferdienst nach drei Börsentagen 60 Mrd. Marktkapitalisierung aufweist, wenn obskure Elektro-LKW-Bauer plötzlich die Stars der Börse sind, bevor der Fake in einer kleinen Unternehmensmeldung platzt, all dann sollten wir uns mit dem Gedanken beschäftigen, dass es - auch wenn uns Corona mehr Bewusstsein für das Jetzt gelehrt hat - auch ein Morgen an den Börsen gibt und es an diesem Morgen noch immer Spiegel hat, in die man dann auch hineinsehen muss.

Auf dass der Songtext dann nicht zur Wahrheit geworden ist: Whats the colour of money ... don’t tell me that you think its green, me I know its red.

(Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 13.01.)




 

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    Aufpassen: Jede neue Aktie, die an den Markt kommt, wird anscheinend blind genommen (Wolfgang Matejka)


    13.01.2021

    What's the colour of money ....? Willkommen in der wunderbaren Welt der Kapitalmärkte. Wo alles möglich ist. Wo sich Wünsche und Begehrlichkeiten, Intelligenz und Dummheit, Angst und Gier so trefflich miteinander austauschen. Der Zirkus ist wieder für ein neues Jahr geöffnet. Hereinspaziert, hereinspaziert.

    Die Augen glänzen noch vor lauter Staunen ob der tollen Performance in den ersten Tagen des neuen Jahres und kaum glaubt man es wäre schon genug, kommt gleich die nächste Welle an Kauflust und treibt die Kurse in neue Höhen. Nur, genauso wie im Zirkus die Illusion Teil der Show ist, ist auch an den Kapitalmärkten die Antizipation Part of the Game. Und so passiert es geradezu zwangsweise, dass sich Kurse nicht nur stark nach Oben, sondern auch - und das zumeist viel schneller - auch nach Unten bewegen. Wichtig ist eben nur zu erkennen, wann denn dies alles passieren wird. Und da hat die prall gefüllte Investitionsbörse am Globus gerade etwas dagegen dies zu zeigen. Es fließt wieder richtig viel Geld in die Aktienmärkte.

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    Man spricht immer wieder von Zeiten, wo Übertreibungen herrschen. Völlig logisch, denn sind wir uns ehrlich, die Börsen sind am Ende doch menschlich. Und daher gibt es Übertreiben nach oben wie auch nach unten. 2020 war so ein Lehrjahr. Nun steht aber eine neue Anlagekategorie am Altar der Begehrlichkeiten und erhält hoch dotierte Aufmerksamkeit. Die Neu-Emissionen werden gerade gekauft wie kaum zuvor. Jede neue Aktie, die an den Markt kommt, wird anscheinend blind genommen. Gerade in den USA gab es seit 20 Jahren keine so hohe Anzahl an Neuemissionen die sich innerhalb der ersten drei Tage verdoppelt haben wie in 2020. Und ob diese Firmen Gewinne machen oder nicht spielt offensichtlich keine Rolle. Mehr als 50% dieser Star-Performer schreiben nämlich noch rote Zahlen. Und die Branche, in die man investiert, ist offensichtlich auch egal. Ob Zimmervermieter, Essenslieferant oder Softwarespeicher in der Cloud, macht keinen Unterschied. Die Masse kauft. Und um dem Ganzen noch den richtigen Pep zu verleihen, glänzte in 2020 ein Geschäftsmodell, das an diesen Entwicklungen direkt teilnimmt und sich oft auch gleich an der Börse listen ließ. SPACs. Special Acquisition Companies. Firmen also, die mit dem Geld ihrer Investoren andere Firmen kaufen um damit Gewinne zu erwirtschaften. An sich nicht so schlecht. Fondsmanager machen es ja ähnlich, nur vielleicht nicht gar so konzentriert und frech. Aber die Volumina, die gerade in diese Firmen fließen, sind schon gewaltig. Über 50 Mrd. US$ allein im letzten Jahr.

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