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10-km-Solo von Alina Reh, Meilen-Weltrekord von Sifan Hassan (Vienna City Marathon)

15.07.2019

U23-EM, Diamond League und Universiade mit Laufhighlights auch für Österreich

Universiade in Neapel, U23-EM in Gävle, Schweden, Diamond League in Monaco: Auf den Laufbahnen ist Hochbetrieb in diesen Tagen – mit einigen außergewöhnlichen Rennen und einem Weltrekord.

Sifan Hassan bricht 23 Jahre alten Meilen-Weltrekord

Von der Mittelstrecke bis zum Halbmarathon - Sifan Hassan ist auf allen Distanzen für Rekorde gut. Die 26-jährige Niederländerin, die aus Äthiopien stammt, hatte im vergangenen Jahr unter anderem mit einem Europarekord über die Halbmarathon-Distanz auf sich aufmerksam gemacht (65:15 Minuten). Jetzt brach Sifan Hassan in Monte Carlo den Weltrekord über die Meile. Bei dem Diamond League-Meeting stürmte sie nach 4:12,33 Minuten ins Ziel und gewann deutlich vor der Britin Laura Weightman (4:17,60) und Gabriela DeBues-Stafford (Kanada/4:17,87).

„Ich wusste, dass ich sehr schnell laufen kann. Aber die ersten 800 Meter waren etwas zu langsam, so dass ich dachte, dass es nicht reichen würde für einen Weltrekord“, sagte Sifan Hassan, die in den USA unter dem nicht unumstrittenen Alberto Salazar trainiert und ebenso wie die deutsche Lauf-Hoffnung Konstanze Klosterhalfen zum Oregon-Projekt gehört. Mit einer letzten 400-m-Runde von knapp über 60 Sekunden stürmte Sifan Hassan in Monte Carlo zum Weltrekord. Damit brach sie eine fast 23 Jahre alte Bestmarke: Im August 1996 war die Russin Svetlana Masterkova 4:12,56 gelaufen. Rennen über die Meile werden allerdings eher selten gelaufen.

Solosieg von Alina Reh bei U23-EM

Alina Reh hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie eine große deutsche Hoffnung für die Langstreckenläufe ist – und in Zukunft wohl im Straßenlauf inkl. Marathon starke Perspektiven hat. Die 22-jährige Athletin des SSV Ulm gewann bei den Europameisterschaften der unter 23-Jährigen im schwedischen Gävle zwei Medaillen: Zunächst wurde sie über 10.000 m ihrer großen Favoritenrolle gerecht und gewann den Titel souverän mit einem Meisterschafts-Rekord von 31:39,34 Minuten, dann wurde sie am Schlusstag der Titelkämpfe Zweite über 5.000 m in 15:11,25.

Im 10.000-m-Finale lief nur in der Anfangsphase des Rennens noch eine Läuferin mit ihr mit, die Deutsche Miriam Dattke. Doch dann wurde der Lauf zur Goldmedaille ein Solorennen für Reh, die den Meisterschaftsrekord der aus Kenia stammenden Türkin Yasemin Can unterbot. Miriam Dattke gewann mit einer persönlichen Bestzeit von 32:29,45 die Silbermedaille vor der Niederländerin Jasmijn Lau, die nach 33:35,66 im Ziel war, und wie der gesamte Rest des Feldes von Reh überrundet wurde.

Ganz anders lief das 5.000-m-Finale am Sonntag. Hier wurde Alina Reh die dänische 3.000-m-Hindernis-Spezialistin Anna Emilie Möller nicht los. Die Dänin hatte dann am Ende die besseren Reserven und gewann deutlich mit einer nationalen Rekordzeit von 15:07,70 Minuten vor Alina Reh (15:11,25). Bronze ging an die Spanierin Célia Antón in 15:28,66.

Luca Sinn läuft auf Rang zehn bei Universiade

Bei der Universiade, den Weltspielen der Studierenden, in Neapel zeigte Hindernisläufer Luca Sinn aus Wien einen guten Auftritt. Nach erfolgreicher Finalqualifikation bei großer Hitze lief er im Endlauf in 8:43,56 Minuten auf den zehnten Platz. Zunächst am Ende des Feldes laufend, arbeitete er sich bis auf Rang sieben nach vor. In einem knappen Finish konnte er diese Position nicht ganz halten, aber erzielte seine zweitbeste je gelaufene Zeit und ein international achtbares Ergebnis.

„Mein Plan war es den ersten Kilometer ca. in 2:55 Minuten zu laufen, da war ich dann sogar etwas drunter. Ich wollte zwar nicht am Ende des Feldes laufen, bin aber froh, nicht zu schnell angegangen zu sein, weil viele dann dafür gebüßt haben. Die ersten zwei Kilometer ist es mir sehr gut gegangen, der dritte war dann ziemlich hart, aber ich konnte bis zum Schluss gut mitkämpfen. Der Top-10 Platz ist sehr ok, obwohl es sehr knapp war nach vorne. Vom Gefühl her ging es mir deutlich besser als im Vorlauf, und durch das langgestreckte Feld gab es auch keine Rangeleien. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden, und da ich in zwei Jahren auch noch startberechtigt bin, freue ich mich jetzt schon darauf dann weiter vorne mitkämpfen zu können“, wird er vom ÖLV zitiert.

Im Halbmarathon erreichte Cornelia Stöckl-Moser den 20. Platz. Ihre Zeit von 1:22:19 Stunden war den Hitzebedingungen geschuldet sowie einer nicht optimalen Tagesform. „Es wollte einfach nicht laufen heute. Bereits bei km 5 habe ich beschlossen, den Lauf quasi als Training fertig zu laufen. Auch wenn die Bedingungen hart waren, mit Platz 20 von 29 Startern kann ich nicht zufrieden sein, auch der Bestzeiten nach bin ich auf Platz 13 gesetzt gewesen...“, kommentierte sie auf ihrem Facebook-Profil. Mit 1:15:07 führt sie derzeit die österreichische Jahresbestenliste im Halbmarathon an.

VCM News Text: JW, AM | race-news-service.com

Im Original hier erschienen: 10-km-Solo von Alina Reh, Meilen-Weltrekord von Sifan Hassan




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    „Ich wusste, dass ich sehr schnell laufen kann. Aber die ersten 800 Meter waren etwas zu langsam, so dass ich dachte, dass es nicht reichen würde für einen Weltrekord“, sagte Sifan Hassan, die in den USA unter dem nicht unumstrittenen Alberto Salazar trainiert und ebenso wie die deutsche Lauf-Hoffnung Konstanze Klosterhalfen zum Oregon-Projekt gehört. Mit einer letzten 400-m-Runde von knapp über 60 Sekunden stürmte Sifan Hassan in Monte Carlo zum Weltrekord. Damit brach sie eine fast 23 Jahre alte Bestmarke: Im August 1996 war die Russin Svetlana Masterkova 4:12,56 gelaufen. Rennen über die Meile werden allerdings eher selten gelaufen.

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    Im 10.000-m-Finale lief nur in der Anfangsphase des Rennens noch eine Läuferin mit ihr mit, die Deutsche Miriam Dattke. Doch dann wurde der Lauf zur Goldmedaille ein Solorennen für Reh, die den Meisterschaftsrekord der aus Kenia stammenden Türkin Yasemin Can unterbot. Miriam Dattke gewann mit einer persönlichen Bestzeit von 32:29,45 die Silbermedaille vor der Niederländerin Jasmijn Lau, die nach 33:35,66 im Ziel war, und wie der gesamte Rest des Feldes von Reh überrundet wurde.

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