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Kipchoge gegen Kipsang beim Berlin-Marathon (Vienna City Marathon)

14.09.2018

Duell der Marathongiganten: Kipchoge fehlt der Weltrekord

Eliud Kipchoge gegen Wilson Kipsang, das ist wie Rafael Nadal gegen Roger Federer im Tennis. Am Sonntag treffen die beiden Ausnahmeathleten aus Kenia beim 45. BMW Berlin Marathon aufeinander: Kipchoge und Kipsang laufen zum dritten Mal beim schnellsten Marathonrennen der Welt gegeneinander. Die Bestzeit des Olympiasiegers Kipchoge ist mit 2:03:05 Stunden nur acht Sekunden vom Weltrekord entfernt, der frühere Weltrekordler Kipsang ist mit seiner Topzeit von 2:03:13 wiederum nur acht Sekunden langsamer. Eliud Kipchoge will am Sonntag seine Bestzeit unterbieten und wird auch den Weltrekord angreifen, Wilson Kipsang ist ebenfalls bereit für eine Tempojagd in diesem Bereich. Das Duell der beiden in Berlin geht übrigens schon in die dritte Runde. Bisher steht es 1:1. 2013 gewann Kipsang, im vergangenen Jahr siegte Kipchoge.

Der BMW Berlin-Marathon wird am Sonntag um 9.15 Uhr auf der Straße des 17. Juni gestartet (Handbiker und Rollstuhlfahrer starten ab 8.50 Uhr) und in der ARD live übertragen. Mit 44.389 Läufern aus 133 Nationen verzeichnet Veranstalter SCC Events einen Anmelderekord.

Rekordmaß aller Dinge

Im Männer-Marathon ist Berlin schon lange das Maß der Dinge weltweit. In den vergangenen 15 Jahren wurden auf der flachen Strecke im September ein halbes Dutzend Weltrekorde aufgestellt. Seit 2003 wurde die globale Männer-Bestzeit nur noch in Berlin gebrochen. Seit 2011 wurde zudem die Jahresweltbestzeit immer nur in Berlin aufgestellt. Die derzeitige Jahresweltbestzeit lief der Äthiopier Mosinet Geremew mit 2:04:00 in Dubai im Januar. Den aktuellen Weltrekord hält der Kenianer Dennis Kimetto mit 2:02:57 Stunden. Diese Zeit lief er vor vier Jahren in Berlin.

“Nur noch auf Berlin fokussiert”

Auch in der Pressekonferenz hielt sich Eliud Kipchoge bezüglich seines offensichtlichen Weltrekordversuches zurück: „Ich habe mich nach meinem Sieg in London im April nur noch auf Berlin fokussiert und kann versichern, dass ich am Sonntag ein gutes Rennen laufen werde. Ich möchte meine persönliche Bestzeit unterbieten“, erklärte Eliud Kipchoge, der zehn seiner elf Marathonrennen gewinnen konnte. Schon jetzt wird der Kenianer von vielen als bester Marathonläufer aller Zeiten bezeichnet. Keinen Zweifel an dieser Einordnung gäbe es, wenn er am Sonntag auch den Weltrekord brechen würde. Auf Nachfrage sagte Kipchoge zum Weltrekord nur: „Ja, das wäre natürlich sehr gut, wenn ich ihn laufen würde.“

Sohlen-Gate und Regenrennen

Wahrscheinlich erklärt sich die Zurückhaltung auch damit, dass der 33-jährige Eliud Kipchoge bei zwei Weltrekordversuchen in Berlin Pech hatte: 2015 lösten sich beide Innensohlen seines Schuhs. Unter Schmerzen gewann er trotzdem noch in 2:04:00 Stunden. Vor einem Jahr stoppte schlechtes Wetter die Rekordjagd. Kipchoge gewann mit einem „Regen-Weltrekord“ von 2:03:32. Nie zuvor lief ein Athlet bei derart schlechten Wetterbedingungen so schnell. Dass Kipchoge schneller als 2:02:57 rennen kann, hat er im letzten Jahr in Monza bewiesen. Bei einem allerdings irregulären Rennen erreichte er 2:00:25 Stunden.

Kipsang ist der Einzige, der Kipchoge schlagen konnte

Der einzige, der Eliud Kipchoge bisher über die 42,195 km bezwingen konnte, war Wilson Kipsang 2013. In Berlin gewann er damals in der Weltrekordzeit von 2:03:13. Der 36-Jährige hat sehr viel Erfahrung und über viele Jahre immer wieder absolute Weltklassezeiten erzielt. Viermal lief Kipsang schon unter 2:04 Stunden - das hat bisher noch kein anderer geschafft, auch nicht Kipchoge.

Wilson Kipsang wird am Sonntag allerdings etwas defensiver laufen als Eliud Kiochoge. „Ich will so ähnlich laufen wie bei meinem Weltrekord 2013. Damals bin ich die zweite Hälfte schneller gerannt als die erste. Am Sonntag möchte ich die Halbmarathonmarke nach 61:30 erreichen“, erklärte Wilson Kipsang, der vor einem Jahr in Berlin nach 30 km ausgestiegen war.

Unter jenen Läufern, die voraussichtlich mit Kipsang in einer Verfolgergruppe rennen werden, ist auch der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (Eritrea). „Ich möchte am Sonntag meine persönliche Bestzeit unterbieten“, sagte Tadese, der bisher noch nicht über 2:10:41 hinausgekommen ist.

Topathleten Männer
Eliud Kipchoge KEN 2:03:05
Wilson Kipsang KEN 2:03:13
Eliud Kiptanui KEN 2:05:21
Amos Kipruto KEN 2:05:43
Abera Kuma ETH 2:05:50
Arata Fujiwara JPN 2:07:48
Yuki Sato JPN 2:08:58
Daisuke Uekado JPN 2:09:27
Kohei Ogino JPN 2:09:36
Kenta Murayama JPN 2:09:50
Daichi Kamino JPN 2:10:18
Zersenay Tadese ERI 2:10:41
Shogo Nakamura JPN 2:10:51
Scott Overall GBR 2:10:55

Die zehn Berliner Marathon-Weltrekorde

1977 Christa Vahlensieck Wuppertal 2:34:48 *
1998 Ronaldo da Costa BRA 2:06:05
1999 Tegla Loroupe KEN 2:20:43
2001 Naoko Takahashi JPN 2:19:46
2003 Paul Tergat KEN 2:04:55
2007 Haile Gebrselassie ETH 2:04:26
2008 Haile Gebrselassie ETH 2:03:59
2011 Patrick Makau KEN 2:03:38
2013 Wilson Kipsang KEN 2:03:23
2014 Dennis Kimetto KEN 2:02:57

* = bei den Deutschen Meisterschaften, die am selben Tag nach dem Berlin-Marathon auf der gleichen Strecke stattfanden



VCM News. Text: JW / race-news-service.com

Im Original hier erschienen: Tirunesh Dibaba vor dem Berlin-Marathon: Silber wird die Farbe des Sieges

Im Original hier erschienen: Kipchoge gegen Kipsang beim Berlin-Marathon


Live-Kursliste, BSNgine
 
 
 
 


Bildnachweis

1. Berlin, Marathon, Deutschland, Läufer, Menschenmassen, The Big 6, The Big Six, mkrberlin / Shutterstock.com, mkrberlin / Shutterstock.com , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

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Kipchoge gegen Kipsang beim Berlin-Marathon (Vienna City Marathon)


14.09.2018

Duell der Marathongiganten: Kipchoge fehlt der Weltrekord

Eliud Kipchoge gegen Wilson Kipsang, das ist wie Rafael Nadal gegen Roger Federer im Tennis. Am Sonntag treffen die beiden Ausnahmeathleten aus Kenia beim 45. BMW Berlin Marathon aufeinander: Kipchoge und Kipsang laufen zum dritten Mal beim schnellsten Marathonrennen der Welt gegeneinander. Die Bestzeit des Olympiasiegers Kipchoge ist mit 2:03:05 Stunden nur acht Sekunden vom Weltrekord entfernt, der frühere Weltrekordler Kipsang ist mit seiner Topzeit von 2:03:13 wiederum nur acht Sekunden langsamer. Eliud Kipchoge will am Sonntag seine Bestzeit unterbieten und wird auch den Weltrekord angreifen, Wilson Kipsang ist ebenfalls bereit für eine Tempojagd in diesem Bereich. Das Duell der beiden in Berlin geht übrigens schon in die dritte Runde. Bisher steht es 1:1. 2013 gewann Kipsang, im vergangenen Jahr siegte Kipchoge.

Der BMW Berlin-Marathon wird am Sonntag um 9.15 Uhr auf der Straße des 17. Juni gestartet (Handbiker und Rollstuhlfahrer starten ab 8.50 Uhr) und in der ARD live übertragen. Mit 44.389 Läufern aus 133 Nationen verzeichnet Veranstalter SCC Events einen Anmelderekord.

Rekordmaß aller Dinge

Im Männer-Marathon ist Berlin schon lange das Maß der Dinge weltweit. In den vergangenen 15 Jahren wurden auf der flachen Strecke im September ein halbes Dutzend Weltrekorde aufgestellt. Seit 2003 wurde die globale Männer-Bestzeit nur noch in Berlin gebrochen. Seit 2011 wurde zudem die Jahresweltbestzeit immer nur in Berlin aufgestellt. Die derzeitige Jahresweltbestzeit lief der Äthiopier Mosinet Geremew mit 2:04:00 in Dubai im Januar. Den aktuellen Weltrekord hält der Kenianer Dennis Kimetto mit 2:02:57 Stunden. Diese Zeit lief er vor vier Jahren in Berlin.

“Nur noch auf Berlin fokussiert”

Auch in der Pressekonferenz hielt sich Eliud Kipchoge bezüglich seines offensichtlichen Weltrekordversuches zurück: „Ich habe mich nach meinem Sieg in London im April nur noch auf Berlin fokussiert und kann versichern, dass ich am Sonntag ein gutes Rennen laufen werde. Ich möchte meine persönliche Bestzeit unterbieten“, erklärte Eliud Kipchoge, der zehn seiner elf Marathonrennen gewinnen konnte. Schon jetzt wird der Kenianer von vielen als bester Marathonläufer aller Zeiten bezeichnet. Keinen Zweifel an dieser Einordnung gäbe es, wenn er am Sonntag auch den Weltrekord brechen würde. Auf Nachfrage sagte Kipchoge zum Weltrekord nur: „Ja, das wäre natürlich sehr gut, wenn ich ihn laufen würde.“

Sohlen-Gate und Regenrennen

Wahrscheinlich erklärt sich die Zurückhaltung auch damit, dass der 33-jährige Eliud Kipchoge bei zwei Weltrekordversuchen in Berlin Pech hatte: 2015 lösten sich beide Innensohlen seines Schuhs. Unter Schmerzen gewann er trotzdem noch in 2:04:00 Stunden. Vor einem Jahr stoppte schlechtes Wetter die Rekordjagd. Kipchoge gewann mit einem „Regen-Weltrekord“ von 2:03:32. Nie zuvor lief ein Athlet bei derart schlechten Wetterbedingungen so schnell. Dass Kipchoge schneller als 2:02:57 rennen kann, hat er im letzten Jahr in Monza bewiesen. Bei einem allerdings irregulären Rennen erreichte er 2:00:25 Stunden.

Kipsang ist der Einzige, der Kipchoge schlagen konnte

Der einzige, der Eliud Kipchoge bisher über die 42,195 km bezwingen konnte, war Wilson Kipsang 2013. In Berlin gewann er damals in der Weltrekordzeit von 2:03:13. Der 36-Jährige hat sehr viel Erfahrung und über viele Jahre immer wieder absolute Weltklassezeiten erzielt. Viermal lief Kipsang schon unter 2:04 Stunden - das hat bisher noch kein anderer geschafft, auch nicht Kipchoge.

Wilson Kipsang wird am Sonntag allerdings etwas defensiver laufen als Eliud Kiochoge. „Ich will so ähnlich laufen wie bei meinem Weltrekord 2013. Damals bin ich die zweite Hälfte schneller gerannt als die erste. Am Sonntag möchte ich die Halbmarathonmarke nach 61:30 erreichen“, erklärte Wilson Kipsang, der vor einem Jahr in Berlin nach 30 km ausgestiegen war.

Unter jenen Läufern, die voraussichtlich mit Kipsang in einer Verfolgergruppe rennen werden, ist auch der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (Eritrea). „Ich möchte am Sonntag meine persönliche Bestzeit unterbieten“, sagte Tadese, der bisher noch nicht über 2:10:41 hinausgekommen ist.

Topathleten Männer
Eliud Kipchoge KEN 2:03:05
Wilson Kipsang KEN 2:03:13
Eliud Kiptanui KEN 2:05:21
Amos Kipruto KEN 2:05:43
Abera Kuma ETH 2:05:50
Arata Fujiwara JPN 2:07:48
Yuki Sato JPN 2:08:58
Daisuke Uekado JPN 2:09:27
Kohei Ogino JPN 2:09:36
Kenta Murayama JPN 2:09:50
Daichi Kamino JPN 2:10:18
Zersenay Tadese ERI 2:10:41
Shogo Nakamura JPN 2:10:51
Scott Overall GBR 2:10:55

Die zehn Berliner Marathon-Weltrekorde

1977 Christa Vahlensieck Wuppertal 2:34:48 *
1998 Ronaldo da Costa BRA 2:06:05
1999 Tegla Loroupe KEN 2:20:43
2001 Naoko Takahashi JPN 2:19:46
2003 Paul Tergat KEN 2:04:55
2007 Haile Gebrselassie ETH 2:04:26
2008 Haile Gebrselassie ETH 2:03:59
2011 Patrick Makau KEN 2:03:38
2013 Wilson Kipsang KEN 2:03:23
2014 Dennis Kimetto KEN 2:02:57

* = bei den Deutschen Meisterschaften, die am selben Tag nach dem Berlin-Marathon auf der gleichen Strecke stattfanden



VCM News. Text: JW / race-news-service.com

Im Original hier erschienen: Tirunesh Dibaba vor dem Berlin-Marathon: Silber wird die Farbe des Sieges

Im Original hier erschienen: Kipchoge gegen Kipsang beim Berlin-Marathon


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Bildnachweis

1. Berlin, Marathon, Deutschland, Läufer, Menschenmassen, The Big 6, The Big Six, mkrberlin / Shutterstock.com, mkrberlin / Shutterstock.com , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

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