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Fünf Gründe, warum der ATX 2018 schwächelt

14.08.2018

Peter Szopo, Chief Equity Strategist der Erste Asset Management, nennt in einem Blog auf der Erste Asset Management-Homepage fünf Gründe, warum der ATX in diesem Jahr schwächelt.

Die schwächere Entwicklung des österreichischen Marktes im laufenden Jahr kommt seiner Meinung nach nicht überraschend. Eine Reihe von Faktoren, die den Markt in den letzten Jahren unterstützten, sei weggefallen:

  1. Das Gewinnwachstum habe sich deutlich verlangsamt und wird voraussichtlich 2018 ca. 9% und 2019 ca. 8% betragen (Daten von Factset), was im Wesentlichen dem europäischen Schnitt entspreche.
  2. Im Spektrum „Value“ versus „Wachstum“ habe der österreichische Markt insgesamt im Vergleich zum übrigen Europa einen “Value“-Bias, was den hohen Anteil von Finanztiteln und den Mangel an Technologieaktien im österreichischen börsennotierten Universum widerspiegle. Sowohl weltweit als auch in Europa sei der Value-Faktor in diesem Jahr hinter dem Wachstumsfaktor zurückgeblieben.
  3. Wahrscheinlich als Folge dieses Value-Bias tendiere der ATX dazu, bei fallenden Zinsen schlechter zu performen als seine europäischen Pendants. Seit Februar seien die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen um mehr als 30 Basispunkte gefallen, was dem ATX nicht geholfen hat, so Szopo.
  4. Viele Investoren würden den Wiener Finanzplatz als Plattform für Osteuropa sehen, was angesichts der beachtlichen Präsenz vieler österreichischer Unternehmen in der Region nicht verwunderlich sei. Der ATX schafft es daher meist dann die anderen europäischen Indizes abzuhängen, wenn auch die Aktienmärkte in Zentral- und Osteuropa gut performen. Dies sei 2018 nicht der Fall gewesen. Der wichtigste polnische Index verlor in den ersten sieben Monaten 6%, Ungarn fast 9% und der russische RTS-Index (ein USD-basierter Index) war nur leicht positiv.
  5. Aus Gründen, die weniger mit Fundamentaldaten als vielmehr mit der Anlegerstimmung und der Risikowahrnehmung zu tun haben, korreliere die relative Performance des österreichischen Aktienmarktes in der Regel negativ mit dem US Dollar. Der 7% -ige Anstieg des USD-Spot-Index seit Februar habe dem ATX daher nicht geholfen.

Die Aussichten für den Rest des Jahres sind aus mehreren Gründen jedoch ermutigend, meint Szopo. Österreichs gesamtwirtschaftliches Umfeld sei solide und die politischen Rahmenbedingungen scheinen stabiler als in einigen Nachbarländern. Während sich das Gewinnwachstum im Vergleich zu 2017 zwar verlangsamt, seien die Gewinnprognosen für 2018 während des Jahres angehoben worden. Anfang August lag der Index-Gewinn/Aktie des ATX für das Jahr 2018 laut Konsensus um 10% über seinem Ausgangsniveau zu Beginn des Jahres.

Aufgrund der Seitwärtsbewegung des Marktes und der gleichzeitigen Steigerung der erwarteten Unternehmensgewinne, sei die Bewertung des Marktes aus Investorensicht attraktiver geworden, schreibt Szopo in dem Blog. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwas über 12x sei der österreichische Markt im europäischen Vergleich überaus günstig. In gewissem Maße würde dies die Tatsache widerspiegeln, dass der österreichische Markt im Durchschnitt die niedrigste Eigenkapitalrendite in Europa aufweist.

Szopos Fazit: "Nach drei herausragenden Jahren ist der österreichische Aktienmarkt in Hinblick auf Gewinnwachstum und Performance auf den europäischen Durchschnitt gefallen. Das Umfeld in der ersten Jahreshälfte war für einen Markt mit Value- und Small-Cap-Ausrichtung nicht hilfreich. Allerdings lassen die Fundamentaldaten des Landes, die Anhebung der Gewinnerwartungen und die attraktive Bewertung die Hoffnung zu, dass österreichische Aktien in den restlichen Monaten des Jahres gut abschneiden könnten. Voraussetzung ist allerdings, dass das globale Umfeld für risikobehaftete Anlagen wie Aktien nicht durch Handelskriege, eine Inflationsbeschleunigung in den USA oder Turbulenzen in der chinesischen Wirtschaft weiter beeinträchtigt wird – um nur die aktuell wichtigsten Störfaktoren für die Märkte zu nennen."

https://blog.de.erste-am.com/2018/08/13/oesterreichischer-a...

 


ATX
Akt. Indikation:  2989.80 / 2990.00
Uhrzeit:  17:46:37
Veränderung zu letztem SK:  2.50%
Letzter SK:  2916.92 ( -0.41%)




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Bildnachweis

1. Peter Szopo, Experte für zentral- und osteuropäische Aktien bei Erste Asset Management , (© Daniel Hinterramskogler)   >> Öffnen auf photaq.com

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Peter Szopo, Experte für zentral- und osteuropäische Aktien bei Erste Asset Management, (© Daniel Hinterramskogler)


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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Die schwächere Entwicklung des österreichischen Marktes im laufenden Jahr kommt seiner Meinung nach nicht überraschend. Eine Reihe von Faktoren, die den Markt in den letzten Jahren unterstützten, sei weggefallen:

  1. Das Gewinnwachstum habe sich deutlich verlangsamt und wird voraussichtlich 2018 ca. 9% und 2019 ca. 8% betragen (Daten von Factset), was im Wesentlichen dem europäischen Schnitt entspreche.
  2. Im Spektrum „Value“ versus „Wachstum“ habe der österreichische Markt insgesamt im Vergleich zum übrigen Europa einen “Value“-Bias, was den hohen Anteil von Finanztiteln und den Mangel an Technologieaktien im österreichischen börsennotierten Universum widerspiegle. Sowohl weltweit als auch in Europa sei der Value-Faktor in diesem Jahr hinter dem Wachstumsfaktor zurückgeblieben.
  3. Wahrscheinlich als Folge dieses Value-Bias tendiere der ATX dazu, bei fallenden Zinsen schlechter zu performen als seine europäischen Pendants. Seit Februar seien die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen um mehr als 30 Basispunkte gefallen, was dem ATX nicht geholfen hat, so Szopo.
  4. Viele Investoren würden den Wiener Finanzplatz als Plattform für Osteuropa sehen, was angesichts der beachtlichen Präsenz vieler österreichischer Unternehmen in der Region nicht verwunderlich sei. Der ATX schafft es daher meist dann die anderen europäischen Indizes abzuhängen, wenn auch die Aktienmärkte in Zentral- und Osteuropa gut performen. Dies sei 2018 nicht der Fall gewesen. Der wichtigste polnische Index verlor in den ersten sieben Monaten 6%, Ungarn fast 9% und der russische RTS-Index (ein USD-basierter Index) war nur leicht positiv.
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Aufgrund der Seitwärtsbewegung des Marktes und der gleichzeitigen Steigerung der erwarteten Unternehmensgewinne, sei die Bewertung des Marktes aus Investorensicht attraktiver geworden, schreibt Szopo in dem Blog. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwas über 12x sei der österreichische Markt im europäischen Vergleich überaus günstig. In gewissem Maße würde dies die Tatsache widerspiegeln, dass der österreichische Markt im Durchschnitt die niedrigste Eigenkapitalrendite in Europa aufweist.

Szopos Fazit: "Nach drei herausragenden Jahren ist der österreichische Aktienmarkt in Hinblick auf Gewinnwachstum und Performance auf den europäischen Durchschnitt gefallen. Das Umfeld in der ersten Jahreshälfte war für einen Markt mit Value- und Small-Cap-Ausrichtung nicht hilfreich. Allerdings lassen die Fundamentaldaten des Landes, die Anhebung der Gewinnerwartungen und die attraktive Bewertung die Hoffnung zu, dass österreichische Aktien in den restlichen Monaten des Jahres gut abschneiden könnten. Voraussetzung ist allerdings, dass das globale Umfeld für risikobehaftete Anlagen wie Aktien nicht durch Handelskriege, eine Inflationsbeschleunigung in den USA oder Turbulenzen in der chinesischen Wirtschaft weiter beeinträchtigt wird – um nur die aktuell wichtigsten Störfaktoren für die Märkte zu nennen."

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Letzter SK:  2916.92 ( -0.41%)




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