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26.05.2018

Anfänger stellen sich diese Frage immer wieder. Sollte man mit dem Traden anfangen, wenn gerade eine wirtschaftliche Schreckensnachricht die andere jagt? Wenn Dow Jones und Dax Punkt um Punkt verlieren? Wer sein Geld langfristig in Aktien gesteckt hat, macht sich nun zurecht Sorgen, aber für Trader, die in kürzeren Zeitrahmen traden, spielt das wirtschaftliche Großklima eine untergeordnete Rolle. Trader verdienen ihr Geld durch Kursschwankungen. In welche Richtung der Kurs ausschlägt, ist dabei erst einmal von zweitrangiger Bedeutung. Das schlimmste für Trader sind Märkte, die sich gar nicht bewegen. So gesehen kann man die Eingangsfrage ohne Weiteres bejahen. Trotzdem sollte man auf ein paar Dinge achten. Deshalb finden sich im Folgenden Tipps für Menschen, die auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten mit dem Traden anfangen wollen.

  1. Den richtigen Markt finden

Markt ist nicht gleich Markt. Wer in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten tradet, sollte bei der Auswahl seiner gehandelten Güter wählerisch sein. Märkte, die über ein großes Volumen verfügen, sind besser als kleine exotische Märkte. Das hängt damit zusammen, dass hohe Handelsvolumen sicherstellen, dass der Markt liquide ist. Darunter versteht man, dass man Handelspartner findet, die kaufen, wenn man verkaufen möchte oder umgekehrt. In sehr kleinen Märkten kann es vorkommen, dass man beispielsweise bei fallenden Kursen verkaufen möchte, aber keine Käufer findet.

Ferner braucht man einen Markt, der volatil ist, also gewissen Kursschwankungen unterliegt. Hier bieten sich die Forex-Märkte an. Wer gängige Währungen handelt, findet gewaltige Volumina und ausreichende Volatilität. Für Anfänger bieten sich Währungspaare wie EUR/USD oder USD/JPY an. Die Währungen der großen Industrienationen haben noch einen weiteren Vorteil, nicht nur für den Anfänger: In allen Medien wird über sie geschrieben. Es ist also verhältnismäßig einfach Informationen zu erlangen.

  1. Trading Plan erstellen und sich daran halten

Einen Trading-Plan ist nicht nur in schwierigen Zeiten unverzichtbar. Man kann ihn sich vorstellen wie einen Businessplan. Er legt fest zu welchen Bedingungen man in einen Trade einsteigen will, wann aussteigen, wie groß die Positionsgröße sein soll und wo der Stop-Loss gesetzt werden soll. Mit dem Tradingplan kann man im Vorhinein sein Risiko und die Verdienstmöglichkeiten abschätzen. Stehen sie in keinem vernünftigen Verhältnis zueinander, sollte man den Trade nicht eingehen.

  1. Einstiegs und Ausstiegssignale

Es gibt zwei große Methoden Einstiegs- und Ausstiegssignale zu erhalten. Viele Trader nutzen eine Mischform, was gerade in schwierigen Zeiten mit vielen Börsennachrichten empfehlenswert ist.

Die eine Methode betrachtet wirtschaftliche und politische Nachrichten und untersucht deren Auswirkungen auf die Kursbewegungen. Es gibt unzählige Internetseiten, auf denen börsenrelevante Ereignisse im Vorhinein aufgelistet werden. Das könnte beispielsweise die Bekanntgabe neuester nationaler Wirtschaftsdaten sein. Zudem werden dort die Auswirkungen auf die Börse analysiert, je nachdem ob die erwarteten Ergebnisse erreicht werden sollten oder nicht.

Die zweite Methode nennt sich „Technische Analyse“. Deren Verfechter gehen davon aus, dass sich alle börsenrelevanten Informationen unmittelbar im Kursverlauf selbst niederschlagen. Sie suchen nach bestimmten Mustern, die häufig eine vorhersehbare Kursentwicklung nach sich ziehen. Viele Trader nutzen beispielsweise im Forex die Bollinger Band Strategie. Das ist ein Indikator, der in jeder Tradingsoftware vorhanden ist. Bollinger Bänder klammern einen Kurs oben und unten ein. Bei hoher Volatilität weiten sie sich und bei geringer Volatilität verengen sie sich. Bei einer kurzen Abwärtsbewegung in einem starken Aufwärtstrend dreht sich der Kurs sehr oft beim unteren Bollinger Band. Anhänger der „Technischen Analyse“ würden das als Einstiegssignal nutzen.

  1. Risikomangement

Der Tradingplan dient auch dem Risikomanagement, dem nicht nur in wirtschaftlich turbulenten Zeiten eine herausragende Wichtigkeit zukommt. Die Positionsgrößen sollten so bemessen sein, dass man in einem einzelnen Trade nie mehr als 1 bis 3 % seines gesamten Trading-Kapitals riskiert. Die zweite Stellschraube des Risikomanagments ist der sogenannte Stopp-Loss. Das ist eine Kursmarke an der der Broker automatisch die Position auflöst auch wenn der Trader gerade nicht online sein sollte. Positionsgröße und Stop-Loss bestimmen gemeinsam das Risiko, das man mit einem Trade eingeht.

  1. Emotionen

Gute Trader haben es gelernt ihre Emotionen zu kontrollieren. Die stärksten sind Gier und Angst. Nehmen wir das Beispiel von oben. Ein Trader hat gekauft, als der Kurs in einem starken Aufwärtstrend das untere Bollingerband berührte. Aber anstatt zu drehen durchbrach der Kurs die Marke und bewegt sich auf den Stop-Loss zu. Gefühle stürmen auf den Trader ein. Er will den Trade nicht schon nach wenigen Minuten mit Verlust abschließen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gute Trader akzeptieren den kleinen Verlust. Anfänger erliegen der Versuchung den Stop-Loss nach unten zu korrigieren. Auf diese Weise hebeln sie ihren eigenen Tradingplan aus und vervielfachen dadurch das vorher kalkulirte Risiko. Sie wollen nicht akzeptieren, dass sie sich getäuscht haben. Dass sie genau in dem Moment auf den Trend aufspringen wollten, als der sich gedreht hat. Wer den Stop-Loss einmal nach unten korrigiert hat, verschiebt ihn auch noch ein zweites oder drittes Mal. Je mehr man auf diese Weise verloren hat, desto schwieriger wird es den immer größeren Verlust zu akzeptieren und plötzlich steckt ein Großteil des Kapitals in einem einzigen Trade. Auf diese Weise wurde schon mehr als ein Vermögen vernichtet.

Trading bietet zu allen Zeiten Chancen Geld zu verdienen. Aber es erfordert Disziplin und Ausdauer (nicht nur in wirtschaftlich schweren Zeiten).


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1. Chart, Trading, Börse (Bild: Pixabay/PIX1861 https://pixabay.com/de/chart-trading-kurse-analyse-1942057/ )   >> Öffnen auf photaq.com

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Die UBM fokussiert sich auf Immobilienentwicklung und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von Umwidmung und Baugenehmigung über Planung, Marketing und Bauabwicklung bis zum Verkauf ab. Der Fokus liegt dabei auf den Märkten Österreich, Deutschland und Polen sowie auf den Asset-Klassen Wohnen, Hotel und Büro.

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DAX 12546 -0.27% 23:49:10 (12580 0.54% 22.06.)
Dow 24562 0.41% 23:49:10 (24462 -0.80% 21.06.)
Nikkei 22520 -0.76% 23:49:10 (22693 0.61% 21.06.)
Gold 1269 0.33% 22:57:59 (1265 -0.72% 21.06.)
Bitcoin 6132 -8.80% 06:43:16 (6723 -0.44% 22.06.)

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Trading-Business starten: Auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten?


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  1. Den richtigen Markt finden

Markt ist nicht gleich Markt. Wer in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten tradet, sollte bei der Auswahl seiner gehandelten Güter wählerisch sein. Märkte, die über ein großes Volumen verfügen, sind besser als kleine exotische Märkte. Das hängt damit zusammen, dass hohe Handelsvolumen sicherstellen, dass der Markt liquide ist. Darunter versteht man, dass man Handelspartner findet, die kaufen, wenn man verkaufen möchte oder umgekehrt. In sehr kleinen Märkten kann es vorkommen, dass man beispielsweise bei fallenden Kursen verkaufen möchte, aber keine Käufer findet.

Ferner braucht man einen Markt, der volatil ist, also gewissen Kursschwankungen unterliegt. Hier bieten sich die Forex-Märkte an. Wer gängige Währungen handelt, findet gewaltige Volumina und ausreichende Volatilität. Für Anfänger bieten sich Währungspaare wie EUR/USD oder USD/JPY an. Die Währungen der großen Industrienationen haben noch einen weiteren Vorteil, nicht nur für den Anfänger: In allen Medien wird über sie geschrieben. Es ist also verhältnismäßig einfach Informationen zu erlangen.

  1. Trading Plan erstellen und sich daran halten

Einen Trading-Plan ist nicht nur in schwierigen Zeiten unverzichtbar. Man kann ihn sich vorstellen wie einen Businessplan. Er legt fest zu welchen Bedingungen man in einen Trade einsteigen will, wann aussteigen, wie groß die Positionsgröße sein soll und wo der Stop-Loss gesetzt werden soll. Mit dem Tradingplan kann man im Vorhinein sein Risiko und die Verdienstmöglichkeiten abschätzen. Stehen sie in keinem vernünftigen Verhältnis zueinander, sollte man den Trade nicht eingehen.

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Es gibt zwei große Methoden Einstiegs- und Ausstiegssignale zu erhalten. Viele Trader nutzen eine Mischform, was gerade in schwierigen Zeiten mit vielen Börsennachrichten empfehlenswert ist.

Die eine Methode betrachtet wirtschaftliche und politische Nachrichten und untersucht deren Auswirkungen auf die Kursbewegungen. Es gibt unzählige Internetseiten, auf denen börsenrelevante Ereignisse im Vorhinein aufgelistet werden. Das könnte beispielsweise die Bekanntgabe neuester nationaler Wirtschaftsdaten sein. Zudem werden dort die Auswirkungen auf die Börse analysiert, je nachdem ob die erwarteten Ergebnisse erreicht werden sollten oder nicht.

Die zweite Methode nennt sich „Technische Analyse“. Deren Verfechter gehen davon aus, dass sich alle börsenrelevanten Informationen unmittelbar im Kursverlauf selbst niederschlagen. Sie suchen nach bestimmten Mustern, die häufig eine vorhersehbare Kursentwicklung nach sich ziehen. Viele Trader nutzen beispielsweise im Forex die Bollinger Band Strategie. Das ist ein Indikator, der in jeder Tradingsoftware vorhanden ist. Bollinger Bänder klammern einen Kurs oben und unten ein. Bei hoher Volatilität weiten sie sich und bei geringer Volatilität verengen sie sich. Bei einer kurzen Abwärtsbewegung in einem starken Aufwärtstrend dreht sich der Kurs sehr oft beim unteren Bollinger Band. Anhänger der „Technischen Analyse“ würden das als Einstiegssignal nutzen.

  1. Risikomangement

Der Tradingplan dient auch dem Risikomanagement, dem nicht nur in wirtschaftlich turbulenten Zeiten eine herausragende Wichtigkeit zukommt. Die Positionsgrößen sollten so bemessen sein, dass man in einem einzelnen Trade nie mehr als 1 bis 3 % seines gesamten Trading-Kapitals riskiert. Die zweite Stellschraube des Risikomanagments ist der sogenannte Stopp-Loss. Das ist eine Kursmarke an der der Broker automatisch die Position auflöst auch wenn der Trader gerade nicht online sein sollte. Positionsgröße und Stop-Loss bestimmen gemeinsam das Risiko, das man mit einem Trade eingeht.

  1. Emotionen

Gute Trader haben es gelernt ihre Emotionen zu kontrollieren. Die stärksten sind Gier und Angst. Nehmen wir das Beispiel von oben. Ein Trader hat gekauft, als der Kurs in einem starken Aufwärtstrend das untere Bollingerband berührte. Aber anstatt zu drehen durchbrach der Kurs die Marke und bewegt sich auf den Stop-Loss zu. Gefühle stürmen auf den Trader ein. Er will den Trade nicht schon nach wenigen Minuten mit Verlust abschließen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gute Trader akzeptieren den kleinen Verlust. Anfänger erliegen der Versuchung den Stop-Loss nach unten zu korrigieren. Auf diese Weise hebeln sie ihren eigenen Tradingplan aus und vervielfachen dadurch das vorher kalkulirte Risiko. Sie wollen nicht akzeptieren, dass sie sich getäuscht haben. Dass sie genau in dem Moment auf den Trend aufspringen wollten, als der sich gedreht hat. Wer den Stop-Loss einmal nach unten korrigiert hat, verschiebt ihn auch noch ein zweites oder drittes Mal. Je mehr man auf diese Weise verloren hat, desto schwieriger wird es den immer größeren Verlust zu akzeptieren und plötzlich steckt ein Großteil des Kapitals in einem einzigen Trade. Auf diese Weise wurde schon mehr als ein Vermögen vernichtet.

Trading bietet zu allen Zeiten Chancen Geld zu verdienen. Aber es erfordert Disziplin und Ausdauer (nicht nur in wirtschaftlich schweren Zeiten).


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1. Chart, Trading, Börse (Bild: Pixabay/PIX1861 https://pixabay.com/de/chart-trading-kurse-analyse-1942057/ )   >> Öffnen auf photaq.com

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