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20.05.2018

Noch ist man an den Felsen an der spanischen Südküste gelassen. Die Aufregung, als 2016 mehr als die Hälfte der Briten für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt haben, hat sich längst gelegt. Obwohl die meisten der Einwohner der zum britischen Überseegebiet gehörenden Enklave gegen den Brexit waren, ist man längst zur Tagesordnung übergegangen. Für viele in Gibraltar ansässige Unternehmen und Dienstleister bedeutet das vor allem, dass sie derzeit ihren Umzug in einen anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union planen, um Sicherheit zu haben, dass sie weiterhin am freien Waren- und Diensleistungsverkehr teilnehmen können. Aufgrund der zahlreichen Sonderregelungen in Gibraltar bedeutet ein Umzug aber auch ein Verlust von ansehnlichen Steuervorteilen. Zum Beispiel für die Glücksspielindustrie.

Gibraltar als Hort für Steuersparmodelle

Neben vielen Fondsgesellschaften und Reedereien hatte sich Gibraltar in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Hort für die Betreiber von Online-Casinos entwickelt. Die zuständige Aufsichtsbehörde, die Gibraltar Gambling Commission, die unter anderem für die Erteilung von Lizenzen und Überwachung der Auflagen zuständig ist, kam aufgrund des boomenden Marktes kaum noch hinterher bei der Prüfung der Anbieter. Das Arbeitsaufkommen in der Behörde dürfte nun allerdings wesentlich geringer ausfallen.

Die Casinounternehmen orientieren sich nun in andere EU-Länder, um ihren Kunden aus der Gemeinschaft weiterhin lizenziertes Glücksspiel anbieten zu können. Die meisten Casinobetreiber haben sich schon eine EU-Lizenz besorgt. Die zukünftige Adresse wird bei vielen Onlinecasinos demnächst die Mittelmeerinsel Malta sein. Natürlich auch aufgrund besonderer Steuergesetze, aber auch aufgrund der dort herrschenden liberalen Praxis bei der Vergabe der begehrten staatlichen Konzessionen.

Gesetze hierzulande an der Realität vorbei

Vielen Politikern hierzulande ist die lasche Steuerpraxis in Staaten wie Malta und mit Großbritannien assoziierten Gebieten wie Gibraltar oder der Isle of Man, aber auch das Online-Glücksspiel als Ganzes ein Dorn im Auge. Hierbei wird insbesondere mit den Gefahren, die vom Spielen ausgehen argumentiert. Die Verantwortlichen werden nicht müde zu betonen, dass Spielen hauptsächlich süchtig macht und vor allem Kinder- und Jugendliche gefährdet sein können. In zahlreichen deutschen Großstädten werden deshalb auch Spielhallen geschlossen. Dafür hat man in den Gemeinden eigens neue Spielhallenverordnungen geschaffen. Solche Verordnungen und Vorschriften gehen jedoch weit an der Lebenswirklichkeit vorbei. Die Branche boomt wie nie und immer mehr Player erfreuen sich an Spielautomaten oder den an den Poker- und Roulette-Games, zumal diese für jeden zugänglich im Netz gespielt werden können.

Online-Spiele als Technologietreiber

Die Online-Glücksspielbranche hat aber auch dazu gelernt. Mit den alten „einarmigen Banditen“ haben die Slot-Automaten von heute nur noch wenig zu tun. Geboten werden fast schon umfassende Entertainmentprogramme. Das eigentliche Gambling ist eingebunden in ein umfassendes Spielkonzept, mit interaktiven Gaming-Möglichkeiten, faszinierenden 3D-Videos, Surround-Sound und mehrdimensionalen Gewinnmöglichkeiten. Die Grenzen zwischen klassischem Gambling und Gaming sind eigentlich nicht mehr klar zu erkennen. Hinzu kommt, dass die großen börsennotierten Betreiber, etwa die GVC Holding mit dem Casino Cruise oder Betsson, mit seinem Casino und Wettangebot heute insgesamt sehr professionell aufgestellt sind. Die Zahlungsabwicklung findet schnell und sicher mit vielen verschiedenen Zahlungsmethoden statt. Es wird großen Wert auf Daten- und Spielerschutz gelegt und es werden neben dem umfangreichen Spielangebot attraktive Bonus- und Treueprogramme offeriert. Hinzu kommen allerlei technischen Finessen in den Online-Casinos.

Die Branche gilt als Innovationstreiber

Die Glückspielbranche gehörte schon immer zu den Trendsettern beim praktischen Einsatz neuester Technologien im Unterhaltungsbereich. So waren sie die ersten, die eine Anmeldung vom Handy ermöglichten, noch vor dem Online-Banking. Heute ist es sogar nicht einmal mehr notwendig, eine App zu installieren. Die Spiele können allesamt als Browsergame gespielt werden. Darüber hinaus ist das gesamte Spielangebot meist auch kostenlos als Fun-Version verfügbar. Die Innovationsfreude der Casino-Anbieter kommt jedoch nicht von ungefähr. Bei immer noch zweistelligen Wachstumsraten werden natürlich Begehrlichkeiten geweckt. Immer mehr Anbieter springen auf den Zug auf, um mitzuverdienen. Das sorgt natürlich für einen ordentlichen Konkurrenzdruck. Wer in der Gunst der Spieler ganz oben stehen will, muss sich etwas einfallen lassen, um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Ein schlappes Bonusangebot bei der Anmeldung im Casinos reicht dazu nicht mehr aus. Die Player haben mittlerweile gelernt, Schein und Sein auseinander zu halten und erwarten heute von ihrem Anbieter neben einem vollumfänglichen Spiel- und Bonusangebot auch Seriosität auf ganzer Linie.


Bildnachweis

1. Europa, EU, Brexit, Euro (Bild: Pixabay/geralt https://pixabay.com/de/eu-flagge-brexit-europa-british-uk-2108026/ )   >> Öffnen auf photaq.com

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Gibraltar als Hort für Steuersparmodelle

Neben vielen Fondsgesellschaften und Reedereien hatte sich Gibraltar in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Hort für die Betreiber von Online-Casinos entwickelt. Die zuständige Aufsichtsbehörde, die Gibraltar Gambling Commission, die unter anderem für die Erteilung von Lizenzen und Überwachung der Auflagen zuständig ist, kam aufgrund des boomenden Marktes kaum noch hinterher bei der Prüfung der Anbieter. Das Arbeitsaufkommen in der Behörde dürfte nun allerdings wesentlich geringer ausfallen.

Die Casinounternehmen orientieren sich nun in andere EU-Länder, um ihren Kunden aus der Gemeinschaft weiterhin lizenziertes Glücksspiel anbieten zu können. Die meisten Casinobetreiber haben sich schon eine EU-Lizenz besorgt. Die zukünftige Adresse wird bei vielen Onlinecasinos demnächst die Mittelmeerinsel Malta sein. Natürlich auch aufgrund besonderer Steuergesetze, aber auch aufgrund der dort herrschenden liberalen Praxis bei der Vergabe der begehrten staatlichen Konzessionen.

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Online-Spiele als Technologietreiber

Die Online-Glücksspielbranche hat aber auch dazu gelernt. Mit den alten „einarmigen Banditen“ haben die Slot-Automaten von heute nur noch wenig zu tun. Geboten werden fast schon umfassende Entertainmentprogramme. Das eigentliche Gambling ist eingebunden in ein umfassendes Spielkonzept, mit interaktiven Gaming-Möglichkeiten, faszinierenden 3D-Videos, Surround-Sound und mehrdimensionalen Gewinnmöglichkeiten. Die Grenzen zwischen klassischem Gambling und Gaming sind eigentlich nicht mehr klar zu erkennen. Hinzu kommt, dass die großen börsennotierten Betreiber, etwa die GVC Holding mit dem Casino Cruise oder Betsson, mit seinem Casino und Wettangebot heute insgesamt sehr professionell aufgestellt sind. Die Zahlungsabwicklung findet schnell und sicher mit vielen verschiedenen Zahlungsmethoden statt. Es wird großen Wert auf Daten- und Spielerschutz gelegt und es werden neben dem umfangreichen Spielangebot attraktive Bonus- und Treueprogramme offeriert. Hinzu kommen allerlei technischen Finessen in den Online-Casinos.

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