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16.05.2018

Das 1976 gegründete deutsche Unternehmen Westdeutsche Spielbanken GmbH & Co KG (kurz WestSpiel) ist einer der wenigen Spielbankenbetreiber in Deutschland, die nicht unter privater Führung laufen. Diese Spielbank ist in kommunaler Verwaltung und nicht, wie sonst üblich, in privater Hand. WestSpiel hat ihren Sitz in Duisburg und ist dem Land Nordrhein-Westfalen unterstellt. Die Casino-Kette besitzt rund 20 % des gesamten Marktanteils und gehört somit zu den größten Spielbankenbetreibern Deutschlands. Bis zum Jahre 2002 gehörte WestSpiel zur WestLB. In diesem Jahr kam es zu einer Aufspaltung der WestLB in eine Geschäftsbank und in die NRW.Bank. Als Förderbank gehört WestSpiel zur NRW Landesbank, der NRW-Bank. Die Landescasinos gelten allgemein als Sorgenkinder. So auch die WestSpiel-Kette.

Im Laufe der Geschichte fand auch in die Casino-Welt die digitale Revolution statt. Nicht nur die vier landeseigenen Spielbanken der WestSpiel-Gruppe leiden unter Besucherschwund, hohen Abgaben und Verlusten, sondern weltweit verursacht das Erdbeben der Digitalisierung massive Probleme im Betrieb der „analogen“ Casinos. Die meisten Menschen sind zu bequem geworden. Wer früher sein Glück herausfordern wollte, musste in ein schickes Casino gehen oder in eine alte vollgequalmte Spielothek. Heutzutage wird der Gang vor die Tür nicht mehr benötigt. Die Spiele-Begeisterten brauchen sich nicht mehr bewegen, sondern können bequem vom Sofa aus oder in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit ihr Glück auf die Probe stellen. Dank des vielseitigen Angebotes an Online Casinos, wird der Gang vor die Tür unnötig. Gut für die Verbraucher, schlecht für die Betreiber der „analogen“ Casinos.

Ende 2015 Stand die WestSpiel das erste Mal vor dem Aus bzw. vor der Privatisierung. Es musste eine schnelle Lösung her. Die Spielbank verkaufte zwei Bilder des Künstlers Andy Warhol für rund 110 Millionen Euro und verschaffte sich damit Luft, fuhr jedoch auch jede Menge Kritik ein.

Auch drei Jahre später ist sich die Politik nicht einig, ob und wann die Casino-Kette privatisiert wird. Der geplante Verkauf der Westspiel-Spielbanken soll über ein europaweites Vergabeverfahren erfolgen, so die Politik. In den letzten Jahren war sogar auch die Rede von einem neuen Casino in Köln. Einige der Casinos machen nach wie vor Plus, doch das reicht eben nicht, wenn andere rote Zahlen schreiben. Das Casino in Duisburg z. B. ist eines der größten Casinos in Deutschland und dient als Aushängeschild der Firma, jedoch kann genau dieses keine brauchbaren Erträge vorbringen. Anders sieht die Situation in Bad Oeynhausen aus. Das Casino in dem Kurort schreibt als einziges deutlich schwarze Zahlen. Eine Privatisierung bedeutet fast immer den Verlust von Arbeitsplätzen. Derzeit arbeiten knapp 800 Mitarbeiter in dem Unternehmen. Eher selten können die Konzerne Rücksicht auf die Arbeitsplätze nehmen, wenn sie einen Betrieb vor dem Aus retten wollen.

Als wären die Umsatz- und Besucherrückgänge nicht schon Problem genug steht die Spielbank auch immer wieder scharf in der Kritik. Im Juni 2008 kam es zu einem Generalstreik der Croupiers der Spielbank in Duisburg. Grund hierfür waren die seit 1996 stagnierenden Gehälter der Beschäftigten. Zudem beklagten sich die Mitarbeiter häufig über intransparente Verteilung der Trinkgelder vom Roulettetisch. Viele Jahre war dies kein Problem, da die Besucher ausreichend Geld in den sogenannten Tronce gaben. Seit dem langsamen Niedergang der Glücksspielbranche sanken die Einnahmen aus den Tronce, was dazu führte, dass das Einkommen der Beschäftigten in den Bereich des Tarifvertrages absank. Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung im Jahre 2010 sollen Betriebsräte von WestSpiel „gekauft“ und bestochen worden sein.


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1. Einsatz, Spiel, erhöhen, Casino, Roulette, Geld, Risiko (Bild: Pixabay/stux https://pixabay.com/de/spielbank-einsatz-jeton-gewonnen-1003148/ ) , (© diverse photaq)   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar: Verbund , Palfinger , Mayr-Melnhof , Buwog , Rosenbauer , Valneva , S&T , SBO , Wiener Privatbank , VIG , Andritz , Uniqa , AMS , FACC , Österreichische Post , CA Immo , ATX Prime , Bawag Group , ATX , Immofinanz , S Immo , Semperit , DO&CO , EVN , Kapsch TrafficCom , Polytec , Strabag , voestalpine , Oberbank AG Stamm , Porr , E.ON .


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16.05.2018

Das 1976 gegründete deutsche Unternehmen Westdeutsche Spielbanken GmbH & Co KG (kurz WestSpiel) ist einer der wenigen Spielbankenbetreiber in Deutschland, die nicht unter privater Führung laufen. Diese Spielbank ist in kommunaler Verwaltung und nicht, wie sonst üblich, in privater Hand. WestSpiel hat ihren Sitz in Duisburg und ist dem Land Nordrhein-Westfalen unterstellt. Die Casino-Kette besitzt rund 20 % des gesamten Marktanteils und gehört somit zu den größten Spielbankenbetreibern Deutschlands. Bis zum Jahre 2002 gehörte WestSpiel zur WestLB. In diesem Jahr kam es zu einer Aufspaltung der WestLB in eine Geschäftsbank und in die NRW.Bank. Als Förderbank gehört WestSpiel zur NRW Landesbank, der NRW-Bank. Die Landescasinos gelten allgemein als Sorgenkinder. So auch die WestSpiel-Kette.

Im Laufe der Geschichte fand auch in die Casino-Welt die digitale Revolution statt. Nicht nur die vier landeseigenen Spielbanken der WestSpiel-Gruppe leiden unter Besucherschwund, hohen Abgaben und Verlusten, sondern weltweit verursacht das Erdbeben der Digitalisierung massive Probleme im Betrieb der „analogen“ Casinos. Die meisten Menschen sind zu bequem geworden. Wer früher sein Glück herausfordern wollte, musste in ein schickes Casino gehen oder in eine alte vollgequalmte Spielothek. Heutzutage wird der Gang vor die Tür nicht mehr benötigt. Die Spiele-Begeisterten brauchen sich nicht mehr bewegen, sondern können bequem vom Sofa aus oder in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit ihr Glück auf die Probe stellen. Dank des vielseitigen Angebotes an Online Casinos, wird der Gang vor die Tür unnötig. Gut für die Verbraucher, schlecht für die Betreiber der „analogen“ Casinos.

Ende 2015 Stand die WestSpiel das erste Mal vor dem Aus bzw. vor der Privatisierung. Es musste eine schnelle Lösung her. Die Spielbank verkaufte zwei Bilder des Künstlers Andy Warhol für rund 110 Millionen Euro und verschaffte sich damit Luft, fuhr jedoch auch jede Menge Kritik ein.

Auch drei Jahre später ist sich die Politik nicht einig, ob und wann die Casino-Kette privatisiert wird. Der geplante Verkauf der Westspiel-Spielbanken soll über ein europaweites Vergabeverfahren erfolgen, so die Politik. In den letzten Jahren war sogar auch die Rede von einem neuen Casino in Köln. Einige der Casinos machen nach wie vor Plus, doch das reicht eben nicht, wenn andere rote Zahlen schreiben. Das Casino in Duisburg z. B. ist eines der größten Casinos in Deutschland und dient als Aushängeschild der Firma, jedoch kann genau dieses keine brauchbaren Erträge vorbringen. Anders sieht die Situation in Bad Oeynhausen aus. Das Casino in dem Kurort schreibt als einziges deutlich schwarze Zahlen. Eine Privatisierung bedeutet fast immer den Verlust von Arbeitsplätzen. Derzeit arbeiten knapp 800 Mitarbeiter in dem Unternehmen. Eher selten können die Konzerne Rücksicht auf die Arbeitsplätze nehmen, wenn sie einen Betrieb vor dem Aus retten wollen.

Als wären die Umsatz- und Besucherrückgänge nicht schon Problem genug steht die Spielbank auch immer wieder scharf in der Kritik. Im Juni 2008 kam es zu einem Generalstreik der Croupiers der Spielbank in Duisburg. Grund hierfür waren die seit 1996 stagnierenden Gehälter der Beschäftigten. Zudem beklagten sich die Mitarbeiter häufig über intransparente Verteilung der Trinkgelder vom Roulettetisch. Viele Jahre war dies kein Problem, da die Besucher ausreichend Geld in den sogenannten Tronce gaben. Seit dem langsamen Niedergang der Glücksspielbranche sanken die Einnahmen aus den Tronce, was dazu führte, dass das Einkommen der Beschäftigten in den Bereich des Tarifvertrages absank. Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung im Jahre 2010 sollen Betriebsräte von WestSpiel „gekauft“ und bestochen worden sein.


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