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Nokia: Atarkes Schlussquartal gibt Aktie Schwung (Sebastian Bleser, Christoph Scherbaum)

Bild: © www.shutterstock.com

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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Am 25. Februar ist es soweit. Dann wird Nokia (WKN: 870737 / ISIN: FI0009000681) auf ihrem Pre-MWC-Event in Barcelona neue Produkte präsentieren. Im vergangenen Jahr startete HMD Global unter der Marke Nokia und dem revival des legendären 3310 und der Markteinführung der Smartphones Nokia 3, Nokia 5 und Nokia 6 das Comeback. Nun werden die Nachfolger-Produkte erwartet.

Nokia hat eine äußerst bewegte Vergangenheit. Vor rund über 155 Jahren, im Jahr 1865, startete der am Fluss Nokianvirta gelegene Konzern mit dem Betrieb einer Papiermühle. Später produzierte Nokia Gummistiefel und Reifen. In den 70er Jahren wandelte sich Nokia zum Telekommunikationskonzern und war ab Anfang der 90er bis 2010 mit einem Marktanteil von zeitweise 38 Prozent die unbestrittene Nummer eins unter den Handyherstellern. 2007 präsentierte Steve Jobs das erste iPhone und gab de m Mobilfunkmarkt eine entscheidende Wende. In den folgenden Jahren bröckelte der Marktanteil der Finnen. Nokia konnte den neuen Trendsettern Apple und Samsung nicht mehr folgen und der Marktanteil bröckelte. 2014 übernahm Microsoft den Mobiltelefonbereich von Nokia für rund 7,2 Milliarden US-Dollar. Ein Comeback unter einem neuen Dach und einem Windows-Betriebssystem blieb jedoch ohne großen Erfolg. Zwei Jahre später gingen die Namensrechte wieder zurück an Nokia.

Nokia erfindet sich neu

Nokia fokussiert sich nach dem Verkauf der Kartensparte Here an die deutschen Autobauer Audi, BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) und Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) auf zwei Bereiche: Nokia Networks mit Telekommunikationsnetzen und Nokia Technologies mit Digital Health: Das Netzwerkgeschäft steuert seit der Übernahme von Alcatel-Lucent im Jahr 2016 rund 90 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Die zurückliegenden Quartale haben zwar gezeigt, dass das Netzwerkgeschäft derzeit schwierig ist. Zum einen sind viele Mobilfunknetze der neusten Generation bereits aufgestellt. Zum anderen hat Nokia vor allem mit HTC und Huawei starke Konkurrenz. Andererseits verfügt Nokia mit dem Zukauf von Alcatel-Lucent über ein sehr umfangreiches Produktangebot, das sich keineswegs auf Mobilfunknetze beschränkt. Nach zuletzt rückläufigen Umsätzen schüren geplante Investitionsprojekte der US-Telekomkonzerne die Hoffnung auf neue Aufträge.

Der Bereich Nokia Technologies steuerte zwar bisher nur einen kleinen Beitrag zum Gesamtumsatz bei. Gleichzeitig ist er außerordentlich rentabel und zeigte zuletzt kräftiges Wachstum. Mit der Übernahme von Withings bietet Nokia unter anderem Tracking-Uhren, smarte Waagen, Heimüberwachungs- und Blutdruckmessgeräte. Darüber hinaus verfügt Nokia über umfangreiche Patente, welche die Finnen als Lizenzen verkaufen. So läuft das Arrangement mit HMD Global derzeit über zehn Jahre. Ende 2017 schloss Nokia eine Patent-Vereinbarung mit Huawei. Damit nutzen vier der fünf größten Mobilfunkgerätehersteller Patente von Nokia.

Ein überraschend starkes Ergebnis (ohne Sondereffekte) schob die Aktie am Donnerstag kräftig nach oben. Bei der Bekanntgabe der Zahlen für 2017 dämpfte Konzernchef Rajeev Suri jedoch die Erwartungen und geht nur noch von einem marginalen Umsatzplus und von einem Ergebnisrückgang in 2018 aus. Die Analysten sind nach Angaben von Thomson Reuters sind mittelfristig dennoch mehrheitlich optimistisch für die Aktie gestimmt. Schließlich hat sich mit dem Zukauf von Alcatel-Lucent die Produktpalette deutlich vergrößert und in den zurückliegenden Jahren in allen Bereichen auf die Kostenbremse gedrückt. Die eingeleiteten Sparprogramme und Synergieeffekte sollen ab 2018 zu Einsparungen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro führen. Langfristig will Nokia zudem 40 bis 70 Prozent des bereinigten Gewinns pro Aktie als Dividende ausschütten.

Frei von Risiken ist die Aktie dennoch nicht. Ein deutlicher Rückgang im Netzwerkgeschäft könnte das Ergebnis nachhaltig nach unten drücken. Zudem könnte ein schwacher Gesamtmarkt auch die Aktie der Finnen nach unten ziehen.

Charttechnischer Ausblick: Nokia Oji

Widerstandsmarken: 4,50/5,00/5,50 Euro

Unterstützungsmarken: 3,85/4,00/4,25 Euro

Die Aktie von Nokia kam in den zurückliegenden Monaten deutlich unter Druck und bildete im Dezember/Januar einen Boden im Bereich von EUR 4,00. Mit dem gestrigen Anstieg schob sich die Aktie in den Bereich des Novemberhochs. Gelingt es die Unterstützung bei EUR 4,25 zu verteidigen besteht die Chance auf eine mittelfristige Erholung bis 5,00/5,50 Euro.

Nokia in EUR; Tageschart (1 Kerze = 1 Tag)

Betrachtungszeitraum: 31.01.2017 – 01.02.2018. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: guidants.com

Nokia in EUR; Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche)

Betrachtungszeitraum: 02.02.2013 – 01.02.2018. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Investmentmöglichkeiten

Bonus Cap Zertifikat auf die Aktie von Nokia

Basis-wert

WKN

Verkaufs-preis

in Euro

Barriere

in Euro

Bonus-level /

Cap in Euro

Finaler

Bewertungstag

Nokia

HW93VN

8,92

3,00

15,00

20.12.2019

Nokia

HW93VJ

12,53

3,00

15,00

21.09.2018

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 02.02.2018; 08:46 Uhr

Tradingmöglichkeiten

Optionsschein auf die Aktie von Nokia

Basis-wert

WKN

Verkaufs-preis

in Euro

Basispreis

in Euro

Hebel

Finaler

Bewertungstag

Nokia (Call)

HW88VA

0,34

4,40

12,8

19.09.2018

Nokia (Put)

HW911W

0,27

3,80

14,6

19.09.2018

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 02.02.2018; 08:18 Uhr

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Kommentator: Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte bei HypoVereinsbank onemarkets

Wichtige Hinweise & Haftungsausschluss

Die Informationen in dieser Publikation erfüllen nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und sie unterliegen nicht einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die Angaben in dieser Publikation basieren auf sorgfältig ausgewählten Quellen, die wir als zuverlässig erachten. Die enthaltenen Informationen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Wir geben jedoch keine Gewähr über die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben. Diese Informationen stellen keine Anlageberatung und kein Angebot zum Kauf oder Verkauf dar. Die hierin bereitgestellten Berichte dienen nur allgemeinen Informationszwecken und sind kein Ersatz für eine auf die individuellen Verhältnisse und Kenntnisse des Anlegers bezogene Finanzberatung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Angaben über die vergangene Wertentwicklung sowie Prognosen keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung darstellen.

 

(02.02.2018)

Bildnachweis

1. Nokia, Sand, Steine, Sarah2 / Shutterstock.com , Sarah2 / Shutterstock.com , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

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Nokia hat eine äußerst bewegte Vergangenheit. Vor rund über 155 Jahren, im Jahr 1865, startete der am Fluss Nokianvirta gelegene Konzern mit dem Betrieb einer Papiermühle. Später produzierte Nokia Gummistiefel und Reifen. In den 70er Jahren wandelte sich Nokia zum Telekommunikationskonzern und war ab Anfang der 90er bis 2010 mit einem Marktanteil von zeitweise 38 Prozent die unbestrittene Nummer eins unter den Handyherstellern. 2007 präsentierte Steve Jobs das erste iPhone und gab de m Mobilfunkmarkt eine entscheidende Wende. In den folgenden Jahren bröckelte der Marktanteil der Finnen. Nokia konnte den neuen Trendsettern Apple und Samsung nicht mehr folgen und der Marktanteil bröckelte. 2014 übernahm Microsoft den Mobiltelefonbereich von Nokia für rund 7,2 Milliarden US-Dollar. Ein Comeback unter einem neuen Dach und einem Windows-Betriebssystem blieb jedoch ohne großen Erfolg. Zwei Jahre später gingen die Namensrechte wieder zurück an Nokia.

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Der Bereich Nokia Technologies steuerte zwar bisher nur einen kleinen Beitrag zum Gesamtumsatz bei. Gleichzeitig ist er außerordentlich rentabel und zeigte zuletzt kräftiges Wachstum. Mit der Übernahme von Withings bietet Nokia unter anderem Tracking-Uhren, smarte Waagen, Heimüberwachungs- und Blutdruckmessgeräte. Darüber hinaus verfügt Nokia über umfangreiche Patente, welche die Finnen als Lizenzen verkaufen. So läuft das Arrangement mit HMD Global derzeit über zehn Jahre. Ende 2017 schloss Nokia eine Patent-Vereinbarung mit Huawei. Damit nutzen vier der fünf größten Mobilfunkgerätehersteller Patente von Nokia.

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Widerstandsmarken: 4,50/5,00/5,50 Euro

Unterstützungsmarken: 3,85/4,00/4,25 Euro

Die Aktie von Nokia kam in den zurückliegenden Monaten deutlich unter Druck und bildete im Dezember/Januar einen Boden im Bereich von EUR 4,00. Mit dem gestrigen Anstieg schob sich die Aktie in den Bereich des Novemberhochs. Gelingt es die Unterstützung bei EUR 4,25 zu verteidigen besteht die Chance auf eine mittelfristige Erholung bis 5,00/5,50 Euro.

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