Der österreichische Anleger ist gelassener

Seit einigen Monaten ist der Fonds-Vermittler FondsDiscount auch in Österreich aktiv. FondsDiscount bietet ein Universum von mehr als 20.000 Investmentprodukte, und das ohne Ausgabeaufschlag. Im Interview erklärt Vorstandsvorsitzender Thomas Soltau wie das möglich ist.

Herr Soltau, wie würden Sie denn kurz Ihr Geschäftsmodell beschreiben?

Thomas Soltau: In einem Satz kann man das etwa so sagen: Wir verbinden hohe Qualität mit einem günstigen Preismodell. Unser Geschäftsmodell funktioniert folgendermaßen: Wir bieten keine Beratung und haben auch keine Filialstruktur, damit fallen diese Kosten weg und wir können ohne Ausgabeaufschlag anbieten. Was wir aber sehr wohl haben, ist ein breites Service-Spektrum für unsere Kunden. Unser Geld verdienen wir mit Bestandsprovisionen. Die fallen mit 0,3 bis 0,5 Prozent eher niedrig aus. Aber die Masse macht’s, wie man so schön sagt.

Sie sind seit Mitte 2017 auch in Österreich aktiv. Wie läuft es hier?

Bisher haben wir gutes Feedback erhalten. Wir sind ja ganz jung in Österreich und müssen den Banken unser Modell erst erklären. Da stoßen wir teilweise auf leichtes Misstrauen, weil wir eben ohne Ausgabeaufschlag anbieten können. Aber bislang konnten wir beispielsweise schon die FFB Österreich und die HelloBank überzeugen. Mit weiteren bekannten Namen sind wir in Gesprächen. Die Anbindung von weiteren Depot-Banken steht derzeit definitiv im Vordergrund.

Wieviel haben österreichische Investoren schon über FondsDiscount investiert?

Das Volumen in Österreich liegt – obwohl der Start noch keine zwölf Monate zurückliegt – bereits im zweistelligen Millionenbereich. 

Und wie unterscheidet sich der österreichische Fondsanleger vom deutschen? 

Im Gros gibt es kaum Unterschiede, aber man merkt schon, dass die österreichischen Fondsanleger mehr den Nachhaltigkeits-Aspekt in den Fokus rücken. Zudem sind die Österreicher und Österreicherinnen etwas gelassener. In extremen Marktphasen warten sie mal ab und verkaufen nicht gleich. Und man merkt auch, dass in Österreich lokale KAGs bevorzugt werden.

Wie sehr zeichnen sich eigentlich die unterschiedlichen Marktphasen in ihren Beständen ab?

Ja, das merkt man schon. Aktuell profitieren wir von den gut laufenden Börsen, den Negativzinsen etc. Man kann sagen, dass wir derzeit einen dankbaren Markt haben.

Und wie lange werden die Fonds durchschnittlich gehalten?

Durchschnittlich ist ein Fonds etwa acht Jahre im Depot.  Es hängt auch vom Produkt ab. Bei Mischfonds beispielsweise oder anderen Produkten, die ruhiger sind, sitzen die Anleger Marktphasen aus und bleiben länger investiert.

Bieten Sie auch Produkte in Richtung Kryptowährungen an?

Wir haben ETNs im Angebot, die den Kryptowährungsmarkt abdecken. Aber aufgrund der hohen Volatilität ist es den meisten Anlegern noch zu unsicher.

Interview: Christine Petzwinkler    

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(Dezember 2017)





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