10.12.2017

2016 haben Kunden deutscher Banken und Broker einen Nominalwert von 105 Milliarden Euro in Aktien gehalten. Im gleichen Zeitraum beliefen sich zusätzlich die über Investmentfonds investierten Vermögen auf 1.742 Milliarden Euro. Beeindruckende Zahlen, die aus den Statistiken der Bundesbank stammen. Und welche die Bedeutung der Wertpapiere für die Vermögensbildung in Aktiendepots unterstreichen.

Wer sich für den Kauf von Wertpapieren entscheidet, will Gewinne machen – und muss die Performance seiner Investments messen. Gerade Einsteiger tun sich mit der Performancekontrolle mitunter schwer. Schleichen sich Fehler ein, entsteht nicht einfach nur ein falsches Bild vom eigenen Wertpapierdepot. Im schlimmsten Fall werden falsche Anlageentscheidungen getroffen.

Wertpapier vs. Depot: Was ist wichtiger?

Im Alltag eines Anlegers müssen immer wieder Entscheidungen getroffen werden. Welche Werte sind über- oder unterbewertet? Welche Aktien im Portfolio entwickeln sich nicht wie gewünscht? Mit welchen Wertpapieren setze ich auf Substanzerhalt, wo wird meine Ertragserwartung zufriedengestellt? Nur zwei Fragen, welche aus Tradersicht eine Rolle spielen.

Grundsätzlich spielen – sobald es um die Performance geht – zwei Faktoren eine Rolle: Die Entwicklung einzelner Positionen und das Gesamtportfolio/Depot. Die Performance einer einzelnen Aktienposition gibt Auskunft darüber, wie sich die Position entwickelt, also ob im Depot damit ein Gewinn oder Verlust entsteht. Die Betrachtung des Depots stellt dar, welchen Erfolg ein Anleger letztlich hat. Wie lassen sich beide „Werte“ berechnen?

Wertpapierperformance: Gewinn oder Verlust

Eine Aktienposition im Depot hinsichtlich der Performance messen, sollte zu den Grundfertigkeiten gehören, die Anleger mitbringen sollten. Der Anlageerfolg muss heute oft kaum noch selbst – mithilfe von Papier, Taschenrechner und Bleistift – berechnet werden. Viele Aktiendepots ermitteln die Performance einzelner Positionen quasi auf Knopfdruck.

Abhängig ist die Berechnung von:

  • Kaufkurs (Einstandswert)
  • Verkaufskurs
  •  

Betrachtet werden kann die Performance eines Wertpapiers in diesem Zusammenhang übrigens nicht nur vom Moment des Einbuchens ins Portfolio. Für Entscheidung über den Depotbestand ist es mitunter nützlich, die Entwicklung über unterschiedliche Zeiträume zu beobachten.

Achtung: Wer als Anleger ein Wertpapier nicht nur einmal ins Depot aufnimmt, sondern das gehaltene Volumen zu einem späteren Zeitpunkt aufstockt, muss in der Berechnung die Unterschiede im Kaufkurs berücksichtigten.

Wertpapierperformance kann noch von einem anderen Standpunkt aus betrachtet – und zwar für die Kaufentscheidung. Hier spielt unter anderem eine Rolle, ob das Wertpapier ein Over- oder Underperformer ist. Der Maßstab sind hier Indizes, anhand deren Entwicklung sich die Performance eines Wertpapiers einordnen lässt. Für die Praxis bedeutet dies, dass ein Wertpapier, welches in seiner Entwicklung unter dem Index liegt, ein Underperformer ist.

Depotperformance: Portfolioerfolg ist messbar

Die isolierte Betrachtung einer Wertpapierposition hinsichtlich deren Entwicklung ist nur ein Aspekt der Erfolgskontrolle, mit welchem sich Anleger auseinandersetzen müssen. Unterm Strich kommt es aber auf die Performance des gesamten Portfolios – sprich die Depotentwicklung – an. Hier kann die Berechnung schnell etwas komplizierter werden.

Wie sieht ein einfaches Beispiel aus? Generell fließen in die Betrachtung:

  • Einstandswert (Depotwert zum Zeitpunkt 0)
  • Gewinn/Verlust
  • Kapitalflüsse
  • Endwert

ein. Bezüglich der Kapitalflüsse werden Abbuchungen und Zubuchungen ins Guthaben des Depots betrachtet. Beim Thema Gewinn/Verlust sollte nicht zu kurz gedacht werden. Realistische Zahlen werden sich nur ergeben, wenn auch Kosten im Zusammenhang mit dem Wertpapierinvestment betrachtet werden. Hierzu gehören neben den Orderkosten auch die Depotführungsentgelte.

Kostenfaktoren variieren von Depot zu Depot, wodurch unterschiedliche Ergebnisse ergeben. Um die Performance zu verbessern, kann sich also auch ein Depotvergleich mit anschließendem Wechsel des Brokers lohnen. Weitere Informationen gibt´s unter folgendem Link.

Wie kann ein Praxisbeispiel für die Portfolio-Performance aussehen?

Einstandswert

5.000 Euro

Gewinn/Verlust

750 Euro

Kapitalflüsse

- 500 Euro (Auszahlung)

Endwert

5.250 Euro

Rendite

15,78 Prozent

 

Wie stark verändert eine Depotgebühr von 4,95 Euro pro Monat diese Rechnung? Bei den Kapitalflüssen (Entnahmen) werden zusätzlich 59,40 Euro gebucht. Die Depotkosten haben – wie sich anhand eines einfache Beispiels zeigt – deutliche Auswirkungen auf die Performance.

Einstandswert

5.000 Euro

Gewinn/Verlust

750 Euro

Kapitalflüsse

- 559,40 Euro (Auszahlung)

Endwert

5.190,60 Euro

Rendite

14,98 Prozent

 

In der Praxis wird die genaue Bestimmung der Portfolioperformance meist komplexer. Hintergrund: Die am Beispiel berechnete Rendite zeigt lediglich die Entwicklung des Portfolios in Abhängigkeit von Einstandswert und Endwert.

In der Praxis kann es nötig werden, die Performance detaillierter zu beschreiben. Hierfür bietet die Finanzmathematik unterschiedliche Konzepte an – wie die kapitalgewichtete Rendite. Der Ertrag kann letztlich nicht das einzige Kriterium für die Bewertung der Performance sein. Hintergrund: An den Finanzmärkten steht einer hohen Rendite im Regelfall ein entsprechendes Risiko gegenüber.

Bedeutet: Rendite und Risiko korrelieren miteinander. Das Ziel der Anleger besteht darin, zu einer gegebenen Rendite das maximal niedrigste Risiko einzugehen. Hierfür bietet sich die Ermittlung der risikoadjustierten Rendite als (auf 100 normierter) Quotient aus Rendite und Anlagerisiko an.

Prinzipiell kann jeder Anleger heute mit recht einfachen Mitteln die Performance einzelner Aktien und Wertpapiere beobachten. Die Bewertung der eigenen Portfolio-Performance kann hierbei schnell in den Hintergrund treten – ist aber in jedem Fall ein nicht minder bedeutendes Bewertungskriterium. Letztlich ist es der Ertrag aus dem Portfolio, der den Gewinn eines Anlegers definiert – und nicht allein die Performance einer einzigen Aktie.



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Agrana
Die Agrana Beteiligungs-AG ist ein Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in Wien. Agrana erzeugt Zucker, Stärke, sogenannte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate sowie Bioethanol. Agrana ist mit rund 8.600 Mitarbeitern an 53 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten weltweit präsent und erwirtschaftete zuletzt einen Konzernumsatz von 2,5 Mrd. Euro.

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Nikkei 23808 0.19% 23845 0.15% 23:45:10
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Bitcoin 11025 0.21% 11749 6.16% 04:03:13


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Aktien beobachten: Performance ist messbar


10.12.2017

2016 haben Kunden deutscher Banken und Broker einen Nominalwert von 105 Milliarden Euro in Aktien gehalten. Im gleichen Zeitraum beliefen sich zusätzlich die über Investmentfonds investierten Vermögen auf 1.742 Milliarden Euro. Beeindruckende Zahlen, die aus den Statistiken der Bundesbank stammen. Und welche die Bedeutung der Wertpapiere für die Vermögensbildung in Aktiendepots unterstreichen.

Wer sich für den Kauf von Wertpapieren entscheidet, will Gewinne machen – und muss die Performance seiner Investments messen. Gerade Einsteiger tun sich mit der Performancekontrolle mitunter schwer. Schleichen sich Fehler ein, entsteht nicht einfach nur ein falsches Bild vom eigenen Wertpapierdepot. Im schlimmsten Fall werden falsche Anlageentscheidungen getroffen.

Wertpapier vs. Depot: Was ist wichtiger?

Im Alltag eines Anlegers müssen immer wieder Entscheidungen getroffen werden. Welche Werte sind über- oder unterbewertet? Welche Aktien im Portfolio entwickeln sich nicht wie gewünscht? Mit welchen Wertpapieren setze ich auf Substanzerhalt, wo wird meine Ertragserwartung zufriedengestellt? Nur zwei Fragen, welche aus Tradersicht eine Rolle spielen.

Grundsätzlich spielen – sobald es um die Performance geht – zwei Faktoren eine Rolle: Die Entwicklung einzelner Positionen und das Gesamtportfolio/Depot. Die Performance einer einzelnen Aktienposition gibt Auskunft darüber, wie sich die Position entwickelt, also ob im Depot damit ein Gewinn oder Verlust entsteht. Die Betrachtung des Depots stellt dar, welchen Erfolg ein Anleger letztlich hat. Wie lassen sich beide „Werte“ berechnen?

Wertpapierperformance: Gewinn oder Verlust

Eine Aktienposition im Depot hinsichtlich der Performance messen, sollte zu den Grundfertigkeiten gehören, die Anleger mitbringen sollten. Der Anlageerfolg muss heute oft kaum noch selbst – mithilfe von Papier, Taschenrechner und Bleistift – berechnet werden. Viele Aktiendepots ermitteln die Performance einzelner Positionen quasi auf Knopfdruck.

Abhängig ist die Berechnung von:

  • Kaufkurs (Einstandswert)
  • Verkaufskurs
  •  

Betrachtet werden kann die Performance eines Wertpapiers in diesem Zusammenhang übrigens nicht nur vom Moment des Einbuchens ins Portfolio. Für Entscheidung über den Depotbestand ist es mitunter nützlich, die Entwicklung über unterschiedliche Zeiträume zu beobachten.

Achtung: Wer als Anleger ein Wertpapier nicht nur einmal ins Depot aufnimmt, sondern das gehaltene Volumen zu einem späteren Zeitpunkt aufstockt, muss in der Berechnung die Unterschiede im Kaufkurs berücksichtigten.

Wertpapierperformance kann noch von einem anderen Standpunkt aus betrachtet – und zwar für die Kaufentscheidung. Hier spielt unter anderem eine Rolle, ob das Wertpapier ein Over- oder Underperformer ist. Der Maßstab sind hier Indizes, anhand deren Entwicklung sich die Performance eines Wertpapiers einordnen lässt. Für die Praxis bedeutet dies, dass ein Wertpapier, welches in seiner Entwicklung unter dem Index liegt, ein Underperformer ist.

Depotperformance: Portfolioerfolg ist messbar

Die isolierte Betrachtung einer Wertpapierposition hinsichtlich deren Entwicklung ist nur ein Aspekt der Erfolgskontrolle, mit welchem sich Anleger auseinandersetzen müssen. Unterm Strich kommt es aber auf die Performance des gesamten Portfolios – sprich die Depotentwicklung – an. Hier kann die Berechnung schnell etwas komplizierter werden.

Wie sieht ein einfaches Beispiel aus? Generell fließen in die Betrachtung:

  • Einstandswert (Depotwert zum Zeitpunkt 0)
  • Gewinn/Verlust
  • Kapitalflüsse
  • Endwert

ein. Bezüglich der Kapitalflüsse werden Abbuchungen und Zubuchungen ins Guthaben des Depots betrachtet. Beim Thema Gewinn/Verlust sollte nicht zu kurz gedacht werden. Realistische Zahlen werden sich nur ergeben, wenn auch Kosten im Zusammenhang mit dem Wertpapierinvestment betrachtet werden. Hierzu gehören neben den Orderkosten auch die Depotführungsentgelte.

Kostenfaktoren variieren von Depot zu Depot, wodurch unterschiedliche Ergebnisse ergeben. Um die Performance zu verbessern, kann sich also auch ein Depotvergleich mit anschließendem Wechsel des Brokers lohnen. Weitere Informationen gibt´s unter folgendem Link.

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5.250 Euro

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15,78 Prozent

 

Wie stark verändert eine Depotgebühr von 4,95 Euro pro Monat diese Rechnung? Bei den Kapitalflüssen (Entnahmen) werden zusätzlich 59,40 Euro gebucht. Die Depotkosten haben – wie sich anhand eines einfache Beispiels zeigt – deutliche Auswirkungen auf die Performance.

Einstandswert

5.000 Euro

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5.190,60 Euro

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14,98 Prozent

 

In der Praxis wird die genaue Bestimmung der Portfolioperformance meist komplexer. Hintergrund: Die am Beispiel berechnete Rendite zeigt lediglich die Entwicklung des Portfolios in Abhängigkeit von Einstandswert und Endwert.

In der Praxis kann es nötig werden, die Performance detaillierter zu beschreiben. Hierfür bietet die Finanzmathematik unterschiedliche Konzepte an – wie die kapitalgewichtete Rendite. Der Ertrag kann letztlich nicht das einzige Kriterium für die Bewertung der Performance sein. Hintergrund: An den Finanzmärkten steht einer hohen Rendite im Regelfall ein entsprechendes Risiko gegenüber.

Bedeutet: Rendite und Risiko korrelieren miteinander. Das Ziel der Anleger besteht darin, zu einer gegebenen Rendite das maximal niedrigste Risiko einzugehen. Hierfür bietet sich die Ermittlung der risikoadjustierten Rendite als (auf 100 normierter) Quotient aus Rendite und Anlagerisiko an.

Prinzipiell kann jeder Anleger heute mit recht einfachen Mitteln die Performance einzelner Aktien und Wertpapiere beobachten. Die Bewertung der eigenen Portfolio-Performance kann hierbei schnell in den Hintergrund treten – ist aber in jedem Fall ein nicht minder bedeutendes Bewertungskriterium. Letztlich ist es der Ertrag aus dem Portfolio, der den Gewinn eines Anlegers definiert – und nicht allein die Performance einer einzigen Aktie.



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