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Industrie: Top-Sharing: Gemeinsam an der Spitze?!

APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).


02.06.2015
Wien (OTS/PdI) - Gestern, Montag, lud die Industriellenvereinigung (IV) zu einer Podiumsdiskussion in das Haus der Industrie, um das Thema "Top-Sharing: Gemeinsam an der Spitze?!" mit Expertinnen und Experten aus Unternehmen, dem Rechtsbereich und der Unternehmensberatung unter den unterschiedlichsten Blickwinkeln zu analysieren. Als Top-Sharing wird dabei nach herrschendem Verständnis Job-Sharing in Führungspositionen mit einem klar definierten Anteil gemeinsam getragener Verantwortung verstanden und bedeutet, dass zwei oder mehrere Teilzeit-Führungskräfte die Führungsverantwortung bzw. Teile davon tragen.
Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von abz*austria, kann auf 19 Jahre Erfahrung und Expertise im Top Job Sharing zurückgreifen und ist davon überzeugt: "Die neue Welt des Arbeitens mit all ihren Herausforderungen und der erhöhte Druck für Führungskräfte braucht neue Führungsstrukturen und Leadershipmodelle. Durch komplexere Entscheidungsansprüche sind interdisziplinäre, vielfältige Perspektiven auf die Welt und Arbeit gefragt. Durch Jobsharing ist ein rasches Reagieren bei einem gleichzeitig entlastenden Führen möglich." Auch die rechtlichen Aspekte wurden an diesem Abend näher beleuchtet. Dr. Anna Mertinz, Rechtsanwältin bei KWR Rechtsanwälte GmbH, ist überzeugt, dass die Frage, ob Top-Sharing funktioniert oder nicht, primär eine Frage der Unternehmenskultur und der Einstellung der Beteiligten ist. "Spezielle gesetzliche Regelungen gibt es in Österreich nicht. Es sind je nach Vertragsgestaltung die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Top-Sharing-Modelle sind meist Teilzeitverträge, aber auch Gruppenarbeitsverträge sind denkbar. Sorgfältig gestaltete Top-Sharing-Vereinbarungen, die die Rahmenbedingungen klar festlegen, aber auch Flexibilität zulassen, tragen wesentlich zum Erfolg von Top-Sharing-Modellen bei." Mag. Helga Posch-Lindpaintner, Geschäftsführerin Shell Austria GmbH und HR-Manager Austria & Switzerland: "Die sich verändernde Gesellschaft fordert unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mehr und auf immer mehr Gebieten. Das Schlagwort der Work-Life-Balance gewinnt als Enabler für Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft immer mehr an Bedeutung. Unternehmen können darauf mit Flexibilität und Offenheit für neue Arbeitsmodelle reagieren. Top-Sharing erschließt bei sorgfältiger und durchdachter Anwendung völlig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und kann für alle Beteiligten sehr bereichernd sein."
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, also mehr älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der sich rasch ändernden Anforderungen einer modernen Arbeitswelt, gewinnen Arbeitsorganisationsmodelle, wie das Top-Sharing, zunehmend an Bedeutung. Aus Sicht von Unternehmen ist die Erhöhung und Erhaltung der Erwerbsbeteiligung der österreichischen Bevölkerung auch im Lichte des zunehmenden Fachkräfteengpasses unerlässlich. Top-Sharing wird als eine weitere Möglichkeit gesehen, um die Potenziale jüngerer aber auch älterer Beschäftigter bestmöglich zu nutzen und eine lebensphasenorientierte Arbeitswelt zu gestalten. Bei einem Top-Sharing-Modell kann etwa eine Führungsposition von zwei Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern in Teilzeit, wie zum Beispiel einer Person in Altersteilzeit und einer in Elternteilzeit, gemeinsam wahrgenommen werden. Das Teilen von Verantwortung ermöglicht es dabei einerseits älteren Führungskräften ihre über Jahre gesammelten Erfahrungen weiter gezielt einzubringen und andererseits auch jüngeren Personen, häufig hochqualifizierten Müttern und Vätern, familiäre Betreuungspflichten mit beruflichen Herausforderungen optimal zu verbinden. "So lange sie aber keinen klaren Einführungsprozess für Top-Sharing im Unternehmen haben, kommen sie über einzelne Glücksfälle nicht hinaus und das Potenzial fürs Unternehmen bleibt ungehoben", ist Dipl. Kfm. Bernhard Einsiedler, GfP Gesellschaft für Personalentwicklung GmbH überzeugt und ist der Meinung, dass es noch einige Schwierigkeiten zu überwinden gilt, denn "Top-Sharer kämpfen im Unternehmen an zwei Fronten: erstens gegen die strukturellen Hürden, die die Organisation aufgestellt hat und zweitens gegen die mentalen Hürden in den Köpfen neben, über und unter ihnen."
Alle Expertinnen und Experten waren sich einig, dass die Aufteilung der Kompetenzen der Top-Sharing-Partner, die zeitliche und räumliche Aufteilung und die Kommunikationsregeln wesentlich sind, damit Top-Sharing erfolgreich gelingen kann. Zudem bedarf es einer gemeinsamen Verantwortung, die für Stabilität des Konstrukts Top-Sharing entscheidend ist. Klar ist aus Sicht der Industrie jedenfalls, dass zusätzlich zu den unternehmensinternen Bestrebungen auch ein klares Bekenntnis der Politik, die Rahmenbedingungen zu verbessern - insbesondere eine substanzielle Lohnnebenkostensenkung, ein zeitgemäßes Arbeitszeitrecht sowie grundlegende und nachhaltige Reformen im Pensionssystem, erforderlich ist.
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Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von abz*austria, kann auf 19 Jahre Erfahrung und Expertise im Top Job Sharing zurückgreifen und ist davon überzeugt: "Die neue Welt des Arbeitens mit all ihren Herausforderungen und der erhöhte Druck für Führungskräfte braucht neue Führungsstrukturen und Leadershipmodelle. Durch komplexere Entscheidungsansprüche sind interdisziplinäre, vielfältige Perspektiven auf die Welt und Arbeit gefragt. Durch Jobsharing ist ein rasches Reagieren bei einem gleichzeitig entlastenden Führen möglich." Auch die rechtlichen Aspekte wurden an diesem Abend näher beleuchtet. Dr. Anna Mertinz, Rechtsanwältin bei KWR Rechtsanwälte GmbH, ist überzeugt, dass die Frage, ob Top-Sharing funktioniert oder nicht, primär eine Frage der Unternehmenskultur und der Einstellung der Beteiligten ist. "Spezielle gesetzliche Regelungen gibt es in Österreich nicht. Es sind je nach Vertragsgestaltung die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Top-Sharing-Modelle sind meist Teilzeitverträge, aber auch Gruppenarbeitsverträge sind denkbar. Sorgfältig gestaltete Top-Sharing-Vereinbarungen, die die Rahmenbedingungen klar festlegen, aber auch Flexibilität zulassen, tragen wesentlich zum Erfolg von Top-Sharing-Modellen bei." Mag. Helga Posch-Lindpaintner, Geschäftsführerin Shell Austria GmbH und HR-Manager Austria & Switzerland: "Die sich verändernde Gesellschaft fordert unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mehr und auf immer mehr Gebieten. Das Schlagwort der Work-Life-Balance gewinnt als Enabler für Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft immer mehr an Bedeutung. Unternehmen können darauf mit Flexibilität und Offenheit für neue Arbeitsmodelle reagieren. Top-Sharing erschließt bei sorgfältiger und durchdachter Anwendung völlig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und kann für alle Beteiligten sehr bereichernd sein."
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Alle Expertinnen und Experten waren sich einig, dass die Aufteilung der Kompetenzen der Top-Sharing-Partner, die zeitliche und räumliche Aufteilung und die Kommunikationsregeln wesentlich sind, damit Top-Sharing erfolgreich gelingen kann. Zudem bedarf es einer gemeinsamen Verantwortung, die für Stabilität des Konstrukts Top-Sharing entscheidend ist. Klar ist aus Sicht der Industrie jedenfalls, dass zusätzlich zu den unternehmensinternen Bestrebungen auch ein klares Bekenntnis der Politik, die Rahmenbedingungen zu verbessern - insbesondere eine substanzielle Lohnnebenkostensenkung, ein zeitgemäßes Arbeitszeitrecht sowie grundlegende und nachhaltige Reformen im Pensionssystem, erforderlich ist.
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