Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





AK Studie zu Führungskräften: Sag mir wo die Frauen sind?

APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).


05.03.2015
Wien (OTS) - Frauen in Führungspositionen - nach ihnen muss in Österreich weiterhin mit der Lupe gesucht werden. Denn laut den Ergebnissen des jüngsten Frauen.Management.Report der AK Wien bleibt der Anteil von Frauen in Geschäftsführung und Aufsichtsrat weiterhin auf einem konstant niedrigen Niveau. Zudem zeigt ein Vergleich mit den übrigen EU-Staaten zwei Dinge ganz klar auf: Österreich liegt deutlich unter dem Durchschnitt, und die einzig wirksame Maßnahme, um die Situation zu verbessern, ist die Einführung einer verpflichtenden Quote.
Bereits seit zehn Jahren erstellt die AK Wien den sogenannten Frauen.Management.Report, der die Repräsentanz von Frauen an der Unternehmensspitze (Geschäftsführung und Aufsichtsrat) untersucht. Und das Ergebnis lässt sich so zusammen-fassen: Vorstandspositionen befinden sich nach wie vor fast ausschließlich in Männerhand, in den Aufsichtsräten sieht die Situation besser aus - Anlass zum Jubeln gibt es aber auch angesichts der Zahlen für die Kontrollgremien nicht.
Erhoben werden die Zahlen sowohl für die umsatzstärksten Top-200-Unternehmen als auch für die börsennotierten Unternehmen (gesamter Markt sowie extra für den Leitindex ATX). Und hier die Zahlen: In den Top-200-Unternehmen liegt der Frauenanteil in der Geschäftsführung bei 5,9 Prozent - und hat sich seit 2005 nur um 2,2 Prozentpunkte erhöht. Nur ein Unternehmen wird von einer Vorstandsvorsitzenden (Infineon) bzw. einer alleinigen Geschäftsführerin (IBM) geleitet. Selbst in Branchen mit hoher Frauenbeschäftigung wie im Handel oder bei Banken und Versicherungen ist die Spitze männerdominiert. Am besten schneidet noch der Dienstleistungssektor mit elf Prozent ab.
In den börsennotierten Unternehmen beträgt der Anteil ebenfalls schwache 5,8 Prozent - und das obwohl sich diese per Corporate Governance Kodex zu guter Unternehmensführung verpflichten. Im Leitindex ATX beträgt der entsprechende Prozentsatz 5,3.
"Etwas besser, aber ebenso noch verbesserungswürdig gestaltet sich die Situation in den Aufsichtsratsgremien", sagt Studienautorin Christina Wieser. Bei den Top-200-Betrieben beträgt derzeit der Anteil von Frauen in den Kontrollgremien 16,2 Prozent. Zu Beginn der Untersuchung lag er noch bei 7,7 Prozent. Auch in den börsennotieren Unternehmen beläuft sich der Prozentsatz mittlerweile auf 16.
"Deutlich besser als die Privatwirtschaft schneiden die staatsnahen Unternehmen mit einem Frauenanteil von 37 Prozent in den Aufsichtsräten ab. Hier gibt es allerdings seit 2011 eine Selbstverpflichtung mit definierten Zielwerten", erklärt Wieser.
Trüber wird das Bild wieder, wendet man sich dem EU-Vergleich zu (verglichen wird der Frauenanteil in den Aufsichtsratsgremien der im Topsegment der Börse gelisteten Unter-nehmen, im Falle Österreichs ist das der ATX). Hier liegt Österreich mit einem Anteil von 17 Prozent unter dem EU-Schnitt von 20 Prozent. An der Spitze: Island mit 45 und Nor-wegen mit 38 Prozent. Allerdings gibt es in diesen beiden Ländern auch verbindliche Quotenregelungen. Dazu Wieser: "Wird eine solche Quotenregelung eingeführt - wie zuletzt in Frankreich und Italien - zeigt sich ein rascher Fortschritt."
Die AK fordert daher:
+ Die Einführung einer Geschlechterquote von 40 Prozent bei der Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Wird diese Quote nicht eingehalten, müssen wirksame Sanktionen gesetzt werden.
+ Die Aufgaben des neuen Nominierungsausschusses (u.a. Festlegung einer Zielquote für Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat), der seit 2014 für Kreditinstitute vorgesehen ist, sollten für alle börsennotierten Unternehmen gelten.
+ Flankierende Maßnahmen zur Frauenförderung.
Live-Kursliste, BSNgine
 
 
 
 


Aktien auf dem Radar: Rosenbauer , Flughafen Wien , Österreichische Post , Marinomed Biotech , Agrana , Valneva , Andritz , Wienerberger , SBO , S&T , Strabag , FACC , Hutter & Schrantz Stahlbau , Bawag Group , Erste Group , SW Umwelttechnik , Mayr-Melnhof , Oberbank AG Stamm , BKS Bank Stamm , Athos Immobilien .


Random Partner

iMaps Capital
iMaps Capital ist ein Wertpapier- und Investmentunternehmen mit Schwerpunkt auf aktiv verwaltete Exchange Traded Instruments (ETI). iMaps, mit Sitz auf Malta und Cayman Islands, positioniert sich als Private Label Anbieter und fungiert als Service Provider für Asset Manager und Privatbanken, welche  ETIs zur raschen und kosteneffizienten Emission eines börsegehandelten Investment Produktes nutzen wollen.

>> Besuchen Sie 60 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Mehr aktuelle OTS-Meldungen HIER

Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten



Meistgelesen
>> mehr

Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr

Featured Partner Video

Launch-Event "direct market plus" der Wiener Börse

Am 21. Jänner 2019 feierte die Wiener Börse gemeinsam mit acht gelisteten Unternehmen den Start des neuen Marktsegments "direct market plus". Eine Änderung des Aktiengesetzes zu Jahr...

AK Studie zu Führungskräften: Sag mir wo die Frauen sind?


05.03.2015
Wien (OTS) - Frauen in Führungspositionen - nach ihnen muss in Österreich weiterhin mit der Lupe gesucht werden. Denn laut den Ergebnissen des jüngsten Frauen.Management.Report der AK Wien bleibt der Anteil von Frauen in Geschäftsführung und Aufsichtsrat weiterhin auf einem konstant niedrigen Niveau. Zudem zeigt ein Vergleich mit den übrigen EU-Staaten zwei Dinge ganz klar auf: Österreich liegt deutlich unter dem Durchschnitt, und die einzig wirksame Maßnahme, um die Situation zu verbessern, ist die Einführung einer verpflichtenden Quote.
Bereits seit zehn Jahren erstellt die AK Wien den sogenannten Frauen.Management.Report, der die Repräsentanz von Frauen an der Unternehmensspitze (Geschäftsführung und Aufsichtsrat) untersucht. Und das Ergebnis lässt sich so zusammen-fassen: Vorstandspositionen befinden sich nach wie vor fast ausschließlich in Männerhand, in den Aufsichtsräten sieht die Situation besser aus - Anlass zum Jubeln gibt es aber auch angesichts der Zahlen für die Kontrollgremien nicht.
Erhoben werden die Zahlen sowohl für die umsatzstärksten Top-200-Unternehmen als auch für die börsennotierten Unternehmen (gesamter Markt sowie extra für den Leitindex ATX). Und hier die Zahlen: In den Top-200-Unternehmen liegt der Frauenanteil in der Geschäftsführung bei 5,9 Prozent - und hat sich seit 2005 nur um 2,2 Prozentpunkte erhöht. Nur ein Unternehmen wird von einer Vorstandsvorsitzenden (Infineon) bzw. einer alleinigen Geschäftsführerin (IBM) geleitet. Selbst in Branchen mit hoher Frauenbeschäftigung wie im Handel oder bei Banken und Versicherungen ist die Spitze männerdominiert. Am besten schneidet noch der Dienstleistungssektor mit elf Prozent ab.
In den börsennotierten Unternehmen beträgt der Anteil ebenfalls schwache 5,8 Prozent - und das obwohl sich diese per Corporate Governance Kodex zu guter Unternehmensführung verpflichten. Im Leitindex ATX beträgt der entsprechende Prozentsatz 5,3.
"Etwas besser, aber ebenso noch verbesserungswürdig gestaltet sich die Situation in den Aufsichtsratsgremien", sagt Studienautorin Christina Wieser. Bei den Top-200-Betrieben beträgt derzeit der Anteil von Frauen in den Kontrollgremien 16,2 Prozent. Zu Beginn der Untersuchung lag er noch bei 7,7 Prozent. Auch in den börsennotieren Unternehmen beläuft sich der Prozentsatz mittlerweile auf 16.
"Deutlich besser als die Privatwirtschaft schneiden die staatsnahen Unternehmen mit einem Frauenanteil von 37 Prozent in den Aufsichtsräten ab. Hier gibt es allerdings seit 2011 eine Selbstverpflichtung mit definierten Zielwerten", erklärt Wieser.
Trüber wird das Bild wieder, wendet man sich dem EU-Vergleich zu (verglichen wird der Frauenanteil in den Aufsichtsratsgremien der im Topsegment der Börse gelisteten Unter-nehmen, im Falle Österreichs ist das der ATX). Hier liegt Österreich mit einem Anteil von 17 Prozent unter dem EU-Schnitt von 20 Prozent. An der Spitze: Island mit 45 und Nor-wegen mit 38 Prozent. Allerdings gibt es in diesen beiden Ländern auch verbindliche Quotenregelungen. Dazu Wieser: "Wird eine solche Quotenregelung eingeführt - wie zuletzt in Frankreich und Italien - zeigt sich ein rascher Fortschritt."
Die AK fordert daher:
+ Die Einführung einer Geschlechterquote von 40 Prozent bei der Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Wird diese Quote nicht eingehalten, müssen wirksame Sanktionen gesetzt werden.
+ Die Aufgaben des neuen Nominierungsausschusses (u.a. Festlegung einer Zielquote für Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat), der seit 2014 für Kreditinstitute vorgesehen ist, sollten für alle börsennotierten Unternehmen gelten.
+ Flankierende Maßnahmen zur Frauenförderung.
Live-Kursliste, BSNgine
 
 
 
 


Aktien auf dem Radar: Rosenbauer , Flughafen Wien , Österreichische Post , Marinomed Biotech , Agrana , Valneva , Andritz , Wienerberger , SBO , S&T , Strabag , FACC , Hutter & Schrantz Stahlbau , Bawag Group , Erste Group , SW Umwelttechnik , Mayr-Melnhof , Oberbank AG Stamm , BKS Bank Stamm , Athos Immobilien .


Random Partner

iMaps Capital
iMaps Capital ist ein Wertpapier- und Investmentunternehmen mit Schwerpunkt auf aktiv verwaltete Exchange Traded Instruments (ETI). iMaps, mit Sitz auf Malta und Cayman Islands, positioniert sich als Private Label Anbieter und fungiert als Service Provider für Asset Manager und Privatbanken, welche  ETIs zur raschen und kosteneffizienten Emission eines börsegehandelten Investment Produktes nutzen wollen.

>> Besuchen Sie 60 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Mehr aktuelle OTS-Meldungen HIER

Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten



Meistgelesen
>> mehr

Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr

Featured Partner Video

Launch-Event "direct market plus" der Wiener Börse

Am 21. Jänner 2019 feierte die Wiener Börse gemeinsam mit acht gelisteten Unternehmen den Start des neuen Marktsegments "direct market plus". Eine Änderung des Aktiengesetzes zu Jahr...