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28.05.2013, 2588 Zeichen


(Von: Tim Schaefer )

Für den Anleger ist das Börsenfernsehen eine brisante Angelegenheit geworden. Wenn ich mir CNBC und Bloomberg TV anschaue und all die Marktschreier beobachte, wird mir Angst und Bange um den Anleger. Wie kann ein Zuschauer den ganzen Quatsch verarbeiten? 

Alle zwei Minuten tritt ein „Experte“ auf. Jeder hämmert den Zuschauern eine andere Botschaft um die Ohren. Der eine sagt: „Der Markt wird um 50 Prozent einbrechen. Schnell raus.“ Der nächste Gast behauptet: „Wir stehen vor einer Jahrhundertrallye.“ Und so geht das den ganzen Tag. Hunderttausende verfolgen das Schauspiel live. Daneben werden hochspekulative Wetten gereicht, zweifelhafte Produkte besprochen, Unsinn erzählt. Je lauter in die Kamera gebrüllt wird, desto mehr Menschen hören zu. Zudem huschen die Kurse ununterbrochen über den Bildschirm. Tick, tick, tick.

Natürlich gibt es sehr clevere Ratgeber, exzellente Interviewpartner, die im TV auftreten. Aber sie sind die Ausnahme. Es sind so viele Stimmen zu hören. Es sind unendlich viele Botschaften, es gibt keine klare Linie. Es kommen gar Menschen zu Wort, die unter einem Verfolgungswahn leiden. Ich glaube, je größer der Unsinn, desto besser die Einschaltquote.

In der Werbeunterbrechung bekommt das Publikum hochmargige Finanzprodukte angepriesen. Bei den Finanzprodukten habe ich manchmal das Gefühl, es geht dem Verkäufer nur darum, den eigenen Ertrag zu steigern, ob der Kunde davon profitiert scheint zweitrangig zu sein. Mache ich den Werbenden einen Vorwurf? Nein, keineswegs. Mc Donalds wirbt ja auch lieber für seine Big Macs und Cheeseburger statt für Milch, Äpfel und Bananen. (Ja, es gibt mitunter gute Produktwerbung.)

Das Börsenfernsehen kommt mir vor, als ob ich im Zirkus sitze. Viele, viele Clowns. Eine Lachnummer nach der nächsten.

Ein guter Börsensender müsste stattdessen dem Zuschauer von morgens bis abends sagen: Investiere langfristig. Profitiere vom Zinseszins. Vermeide Schulden. Vermeide die Spekulation. Auf eine günstige (faire) Bewertung kommt es an. Kaufe keine Modethemen. Kaufe Qualität. Dividenden sind wichtig. Als Anleger brauchst Du kein Genie zu sein, du kannst als normaler Aktiensparer sogar Fondsgurus schlagen. Die Kunst besteht darin, die Kursschwankungen zu ertragen. Nicht ständig auf die Kurse schauen. Behalte immer die Ruhe. Gerate nie in Panik. Mehr ist nicht nötig.

Die Botschaft der Börsensender ist leider eine andere: Sie verbreiten gerne Angst und Schrecken. Sie sorgen für Euphorie. Für Hektik, Spekulation.

Fazit: Die Menschen kriegen, was sie wünschen: Ein Spektakel eben. Brot und Spiele.



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Verbund ist Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Mit Tochterunternehmen und Partnern ist Verbund von der Stromerzeugung über den Transport bis zum internationalen Handel und Vertrieb aktiv. Seit 1988 ist Verbund an der Börse.

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    28.05.2013, 2588 Zeichen


    (Von: Tim Schaefer )

    Für den Anleger ist das Börsenfernsehen eine brisante Angelegenheit geworden. Wenn ich mir CNBC und Bloomberg TV anschaue und all die Marktschreier beobachte, wird mir Angst und Bange um den Anleger. Wie kann ein Zuschauer den ganzen Quatsch verarbeiten? 

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