BSN
Fintech Finessen (B2C-Showcase hier)

ATX-Trends: Rosenbauer mit Zahlen, RBI als einer der wenigen Gewinner am Vortag (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

Autor:
Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

>> Website





>> zur Startseite mit allen Blogs

Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea haben auch am Donnerstag weiter die Stimmung an den europäischen Börsen belastet, allerdings hielten sich die Verluste im Vergleich zum Vortag doch in Grenzen. Die konjunktursensiblen Rohstoffwerte mussten mit einem Minus von 1,5% die größten Verluste hinnehmen, hier war Glencore mit 2,5% Minus einer der Hauptgründe. Das Bergbauunternehmen hatte zwar relativ gute Zahlen vorgelegt, angesichts des vorherigen Kursanstieges war das aber einigen Investoren dann doch zu wenig und sie entschieden sich für Gewinnmitnahmen. Auch die Banken waren schwach, Deutsche Bank büßte als Schlusslicht im EurosStoxx50 rund 3,0% ein. Der Schweizer Personalvermittler Adecco präsentierte Zahlen, die hinter den Gewinnerwartungen zurückblieben und wurde dafür mit einem Minus von 6,4% bestraft. Thyssenkrupp lieferte hingegen ein besseres Zahlenwerk als erwartet und konnte daraufhin um mehr als 2,0% zulegen.

Auch der ATX beendete den gestrigen Handelstag mit klaren Abgaben. In Wien standen vor allem Unternehmensberichte im Mittelpunkt. Die Zahlen, die OMV präsentierte, wurden gemischt aufgenommen, zwar war das operative Ergebnis klar besser, durch Sondereffekte entstanden aber doch deutliche Verluste, die Investoren reagierten daraufhin mit Verkäufen und am Ende stand ein Minus von 2,4%. Post konnte das Vorsteuerergebnis zwar steigern, der Umsatz ging aber deutlich zurück und dieses Ergebnis führte zu einem Minus von 2,2%. Polytec profitierte von der guten Autokonjunktur und erzielte einen klaren Gewinn, dennoch kam es auch hier zu Abschlägen und einem Tagesverlust von 1,4%. Unter den wenigen Kursgewinnern war Raiffeisen, die Bank baut die faulen Kredite schneller ab als erwartet und konnte dadurch höhere Gewinne präsentieren, Anleger honorierten das mit einem Plus von 0,7%.

In den USA reagierte ebenfalls zunehmende Nervosität angesichts der verschärften Wortwahl zwischen den USA und Nordkorea. Der Dow verzeichnete mit einem Minus von 1,0% den größten Tagesverlust seit Mitte Mai. Weit schwächer war noch der Nasdaq , der gleich 2,1% abgeben musste. Ein deutlicher Indikator für die zunehmende Nervosität war der Sprung des Volatilitätsindexes auf den höchsten Stand seit Mai. Von den Konjunkturdaten kam keine Unterstützung, die Anträge auf Arbeitslosenhilfe waren leicht höher als erwartet, der Produzentenpreisindex blieb hinter den Erwartungen zurück. Auf Grund der Unternehmensergebnisse standen besonders Einzelhändler im Blickpunkt der Anlege, zwar hatten die Warenhausketten Macy’s und Kohl’s beim Umsatz nicht so deutlich Federn lassen müssen wie befürchtet, dennoch sackten die Papiere um rund 10,0% bzw. 6,0% ab. Im Zuge des schwachen Sektors schloss auch J.C. Penney 8,7% tiefer. Im Dow waren die Papiere von Apple das Schlusslicht, nachdem erst am Dienstag ein Rekordhoch erreicht worden war gab es gestern ein Minus von 3,5%.

Öl gab gestern einen guten Teil der zwischenzeitlich erzielten Gewinne wieder ab, WTI schloss nahezu 2,0% tiefer, auch Brent erlebte ein Minus von 1,5%. Gestiegene Produktion in den OPEC-Ländern war der Hauptgrund für diese Schwäche. Gold konnte in Folge der allgemeinen Nervosität weiter zulegen und handelte am Abend bei rund 1.286 US-Dollar. Der Euro tendierte tagsüber leicht schwächer, konnte aber gegen Abend wieder Boden gewinnen und handelte nahezu unverändert zum Vortag bei rund 1,176 US-Dollar.

Vorbörslich sind die europäischen Börsen leicht schwächer indiziert. Die asiatischen Märkte schließen uneinheitlich. Von der  Makroseite gibt es heute Nachmittag den Verbraucherpreis-Index in den USA. Von der Unternehmensseite meldete heute Früh Rosenbauer die Zahlen zum ersten Halbjahr 2017 (siehe nachfolgend!).

 

  • Unternehmensnachrichten
     
    Rosenbauer

    Das Unternehmen meldete heute Morgen Zahlen zum 1. Halbjahr 2017:

    Der Konzern erzielte im 1. HJ einen leicht gestiegenen Umsatz von 393,6 Mio. € (1. HJ 2016 383,4 Mio. €). Während in einigen Ländern des Nahen Ostens ein rückläufiges Auslieferprogramm zu verzeichnen war, konnten die Lieferungen in Europa gesteigert werden.
  • Das EBIT lag mit 2,7 Mio. € deutlich unter dem 1. HJ 2016 (18,8 Mio. €). Die schwache Auslastung infolge der politischen Lage in den Golfstaaten und die daraus resultierende geringere Fixkostendeckung in den Werken in Leonding sowie deutlich erhöhte Anlaufkosten des Bühnenherstellers Rosenbauer Rovereto belasten das Halbjahresergebnis. Die Auftragslage ist dafür sehr zufriedenstellend (458,3 Mio. €, 1. HJ 2016 376,5 Mio. €).
    Für das Gesamtjahr 2017 rechnet Rosenbauer mit einer ähnlichen Entwicklung wie 2016. Politische Spannungen und der niedrige Ölpreis könnten auch 2017 das Wachstum in bestimmten Märkten beeinträchtigen.
(11.08.2017)

Random Partner #goboersewien

BKS
Die börsenotierte BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt, Österreich, beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und betreibt ihr Bank- und Leasinggeschäft in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die BKS Bank verfügt zudem über Repräsentanzen in Ungarn und Italien. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe.

>> Besuchen Sie 52 weitere Partner auf boerse-social.com/goboersewien




 Latest Blogs

» TradingView: Eine Plattform für alles - Trading, Analyse und Chat (Chris...

» Wunschanalyse: Anglo American Platinum – Ballard Power Systems (trading-...

» Infoabend Talentezentrum Sportand OÖ (Österreichischer Leichtathletik-Ve...

» DAX beendet zunächst "Eintags-Korrektur" - Spanien beherrschbares Risiko...

» Markteinblicke mit der Opening Bell für Freitag

» Bello e impossibile ... über das Rauchen in der OMV-Raffinerie

» Borussia Dortmund: Das war zu wenig (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

» Nordex-Aktie: Endlich ein Hoffnungsschimmer! (Michael Vaupel, Christoph ...

» DAX-Analyse am Morgen: Ein erster Dämpfer (Gastautor, Christoph Scherbaum)

» adidas: Fast schon unheimlich (Christian-Hendrik Knappe)


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten



Indizes
ATX 3369 -1.00 % 3388 0.55% 16:29:14
DAX 12990 -0.41 % 12994 0.03% 16:30:17
Dow 23163 0.02 % 23232 0.30% 16:30:07
Nikkei 21449 0.40 % 21505 0.26% 16:29:51
Gold 1287 0.56 % 1283 -0.36% 16:30:16



Magazine aktuell

Geschäftsberichte

ATX-Trends: Rosenbauer mit Zahlen, RBI als einer der wenigen Gewinner am Vortag (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)


Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea haben auch am Donnerstag weiter die Stimmung an den europäischen Börsen belastet, allerdings hielten sich die Verluste im Vergleich zum Vortag doch in Grenzen. Die konjunktursensiblen Rohstoffwerte mussten mit einem Minus von 1,5% die größten Verluste hinnehmen, hier war Glencore mit 2,5% Minus einer der Hauptgründe. Das Bergbauunternehmen hatte zwar relativ gute Zahlen vorgelegt, angesichts des vorherigen Kursanstieges war das aber einigen Investoren dann doch zu wenig und sie entschieden sich für Gewinnmitnahmen. Auch die Banken waren schwach, Deutsche Bank büßte als Schlusslicht im EurosStoxx50 rund 3,0% ein. Der Schweizer Personalvermittler Adecco präsentierte Zahlen, die hinter den Gewinnerwartungen zurückblieben und wurde dafür mit einem Minus von 6,4% bestraft. Thyssenkrupp lieferte hingegen ein besseres Zahlenwerk als erwartet und konnte daraufhin um mehr als 2,0% zulegen.

Auch der ATX beendete den gestrigen Handelstag mit klaren Abgaben. In Wien standen vor allem Unternehmensberichte im Mittelpunkt. Die Zahlen, die OMV präsentierte, wurden gemischt aufgenommen, zwar war das operative Ergebnis klar besser, durch Sondereffekte entstanden aber doch deutliche Verluste, die Investoren reagierten daraufhin mit Verkäufen und am Ende stand ein Minus von 2,4%. Post konnte das Vorsteuerergebnis zwar steigern, der Umsatz ging aber deutlich zurück und dieses Ergebnis führte zu einem Minus von 2,2%. Polytec profitierte von der guten Autokonjunktur und erzielte einen klaren Gewinn, dennoch kam es auch hier zu Abschlägen und einem Tagesverlust von 1,4%. Unter den wenigen Kursgewinnern war Raiffeisen, die Bank baut die faulen Kredite schneller ab als erwartet und konnte dadurch höhere Gewinne präsentieren, Anleger honorierten das mit einem Plus von 0,7%.

In den USA reagierte ebenfalls zunehmende Nervosität angesichts der verschärften Wortwahl zwischen den USA und Nordkorea. Der Dow verzeichnete mit einem Minus von 1,0% den größten Tagesverlust seit Mitte Mai. Weit schwächer war noch der Nasdaq , der gleich 2,1% abgeben musste. Ein deutlicher Indikator für die zunehmende Nervosität war der Sprung des Volatilitätsindexes auf den höchsten Stand seit Mai. Von den Konjunkturdaten kam keine Unterstützung, die Anträge auf Arbeitslosenhilfe waren leicht höher als erwartet, der Produzentenpreisindex blieb hinter den Erwartungen zurück. Auf Grund der Unternehmensergebnisse standen besonders Einzelhändler im Blickpunkt der Anlege, zwar hatten die Warenhausketten Macy’s und Kohl’s beim Umsatz nicht so deutlich Federn lassen müssen wie befürchtet, dennoch sackten die Papiere um rund 10,0% bzw. 6,0% ab. Im Zuge des schwachen Sektors schloss auch J.C. Penney 8,7% tiefer. Im Dow waren die Papiere von Apple das Schlusslicht, nachdem erst am Dienstag ein Rekordhoch erreicht worden war gab es gestern ein Minus von 3,5%.

Öl gab gestern einen guten Teil der zwischenzeitlich erzielten Gewinne wieder ab, WTI schloss nahezu 2,0% tiefer, auch Brent erlebte ein Minus von 1,5%. Gestiegene Produktion in den OPEC-Ländern war der Hauptgrund für diese Schwäche. Gold konnte in Folge der allgemeinen Nervosität weiter zulegen und handelte am Abend bei rund 1.286 US-Dollar. Der Euro tendierte tagsüber leicht schwächer, konnte aber gegen Abend wieder Boden gewinnen und handelte nahezu unverändert zum Vortag bei rund 1,176 US-Dollar.

Vorbörslich sind die europäischen Börsen leicht schwächer indiziert. Die asiatischen Märkte schließen uneinheitlich. Von der  Makroseite gibt es heute Nachmittag den Verbraucherpreis-Index in den USA. Von der Unternehmensseite meldete heute Früh Rosenbauer die Zahlen zum ersten Halbjahr 2017 (siehe nachfolgend!).

 

  • Unternehmensnachrichten
     
    Rosenbauer

    Das Unternehmen meldete heute Morgen Zahlen zum 1. Halbjahr 2017:

    Der Konzern erzielte im 1. HJ einen leicht gestiegenen Umsatz von 393,6 Mio. € (1. HJ 2016 383,4 Mio. €). Während in einigen Ländern des Nahen Ostens ein rückläufiges Auslieferprogramm zu verzeichnen war, konnten die Lieferungen in Europa gesteigert werden.
  • Das EBIT lag mit 2,7 Mio. € deutlich unter dem 1. HJ 2016 (18,8 Mio. €). Die schwache Auslastung infolge der politischen Lage in den Golfstaaten und die daraus resultierende geringere Fixkostendeckung in den Werken in Leonding sowie deutlich erhöhte Anlaufkosten des Bühnenherstellers Rosenbauer Rovereto belasten das Halbjahresergebnis. Die Auftragslage ist dafür sehr zufriedenstellend (458,3 Mio. €, 1. HJ 2016 376,5 Mio. €).
    Für das Gesamtjahr 2017 rechnet Rosenbauer mit einer ähnlichen Entwicklung wie 2016. Politische Spannungen und der niedrige Ölpreis könnten auch 2017 das Wachstum in bestimmten Märkten beeinträchtigen.
(11.08.2017)

Random Partner #goboersewien

BKS
Die börsenotierte BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt, Österreich, beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und betreibt ihr Bank- und Leasinggeschäft in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die BKS Bank verfügt zudem über Repräsentanzen in Ungarn und Italien. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe.

>> Besuchen Sie 52 weitere Partner auf boerse-social.com/goboersewien




 Latest Blogs

» TradingView: Eine Plattform für alles - Trading, Analyse und Chat (Chris...

» Wunschanalyse: Anglo American Platinum – Ballard Power Systems (trading-...

» Infoabend Talentezentrum Sportand OÖ (Österreichischer Leichtathletik-Ve...

» DAX beendet zunächst "Eintags-Korrektur" - Spanien beherrschbares Risiko...

» Markteinblicke mit der Opening Bell für Freitag

» Bello e impossibile ... über das Rauchen in der OMV-Raffinerie

» Borussia Dortmund: Das war zu wenig (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

» Nordex-Aktie: Endlich ein Hoffnungsschimmer! (Michael Vaupel, Christoph ...

» DAX-Analyse am Morgen: Ein erster Dämpfer (Gastautor, Christoph Scherbaum)

» adidas: Fast schon unheimlich (Christian-Hendrik Knappe)


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten



Indizes
ATX 3369 -1.00 % 3388 0.55% 16:29:14
DAX 12990 -0.41 % 12994 0.03% 16:30:17
Dow 23163 0.02 % 23232 0.30% 16:30:07
Nikkei 21449 0.40 % 21505 0.26% 16:29:51
Gold 1287 0.56 % 1283 -0.36% 16:30:16



Magazine aktuell

Geschäftsberichte