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ATX-Trends: Starker Euro belastet Märkte, Strabag mit Großauftrag (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

Autor:
Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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Der starke Euro war gestern der Spielverderber, als die Gemeinschaftswährung Richtung gegen 1,18 zum US-Dollar aufnahm, gaben auch die wichtigsten europäischen Börsen ihre zwischenzeitlich erzielten Gewinne wieder ab. Der Euro profitiert anscheinend im Moment von den politischen Turbulenzen in den USA, wo Präsident Trump einerseits seine Mannschaft nicht und nicht in den Griff bekommt, andrerseits mit seinen politischen Versprechungen auf immer neue unüberwindbare Hürden stösst. Lediglich der FTSE war von der allgemeinen Schwäche naturgemäß nicht betroffen und konnte ein leichtes Plus ins Tagesziel retten. Hier kam auch Unterstützung durch HSBC, die Bank legte einen Gewinnsprung hin und kündigte Aktienrückkäufe an, da gab es ein Plus von 1,8%. Sanofi meldete ebenso Gewinn- und Umsatzanstieg und blickte auch optimistischer in die Zukunft, dennoch gab die Aktie nach und schloss 1,0% tiefer. Essilor litt weiter unter schwachen Ergebnissen und gesenktem Ausblick und gab weitere 4,0% ab. Finanzdienstleister und Versorger waren europaweit die Sektoren mit den besten Zuwächsen, am stärksten getroffen wurden die Konsumgüter, belastet durch die Schwäche bei den Tabakwerten. BAT und Imperial Brands gaben 5,0% bzw. 6,0% ab, sie litten unter einer drohenden Beschränkung des Nikotingehalts in den Zigaretten in den USA.

Auch der ATX wurde durch die Euro-Stärke belastet und schloss sich dem europäischen Umfeld an. Größere Abgaben gab es bei OMV mit 1,7% Minus, auch Erste Group fand nicht die Gunst der Anleger und schloss knapp 1,1% tiefer. Größte Verlierer waren Polytec (minus 4,3%) und Flughafen (minus 3,4%). In der Gunst der Anleger stand Lenzing nach einer Kaufempfehlung durch die Baader Bank, hier stand ein Gewinn von mehr als 3,6% zu Buche. Die größten Profiteure des gestrigen Handelstages waren Semperit mit plus 4,1% und Warimpex mit plus 4,0%, beide allerdings mit moderaten Umsätzen.

In den USA bleibt das Bild unverändert, wie schon an den beiden vorangegangenen Tagen konnte der Dow Jones zulegen und nimmt Kurs auf die nächste Tausendermarke bei 22.000 Punkten. Nasdaq und S&P 500 schlossen hingegen schwächer. Amazon gehörte mit Abgaben von knapp 3,0% zu den Verlierern des Tages, auch Facebook und Alphabet gaben nach und zeigten deutlich, dass Technologie von den Anlegern gestern gemieden wurde. Der Dow hingegen wurde von konservativen Aktien wie Goldman Sachs , 3M ,, Home Depot und Boeing gestützt, die alle zwischen 0,5 und 1,0% zulegten.  Auch in den USA standen die Tabakwerte weiter unter Druck, nach dem Absturz am Freitag büßte Altria weitere 3,0% ein.

Öl behielt den Aufwärtstrend bei, Brent schloss knapp 0,3% höher, WTI legte mehr als 0,9% zu und handelte erstmals seit zwei Monaten wieder über 50 US-Dollar. Gold schloss nach einem im Vergleich zu den letzten Tagen eher bewegten Handel nahezu unverändert und profitierte gegen Abend von der Dollar-Schwäche. Und wie schon erwähnt war der Euro sehr stark und kletterte am späten Nachmittag erstmals seit Jänner 2015 wieder über die Marke von 1,18 zum US-Dollar. Neben den schon angesprochenen politischen Turbulenzen sorgte auch ein unter den Erwartungen liegender Chicago-PMI-Index für eine weitere Schwäche des Greenbacks, in der Eurozone war hingegen die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gefallen.

Vorbörslich sind die europäischen Börsen unverändert indiziert. Die asiatischen Märkte schließen uneinheitlich. Von der  Makroseite stehen heute diverse Daten auf der Agenda. Heute Früh meldeten BP (über Erwartungen), Fresenius (im Rahmen der Erwartungen), Fresenius Medical Care (leicht unter Erwartungen) Rolls-Royce (über Erwartungen), Infineon (über Erwartungen) Zahlen.

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(01.08.2017)


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ATX 3314 -0.03 % 3315 0.04% 19:54:55
DAX 12994 -0.41 % 13055 0.47% 20:01:25
Dow 23358 -0.43 % 23446 0.37% 20:01:40
Nikkei 22397 0.20 % 22480 0.37% 20:01:33
Gold 1285 0.38 % 1276 -0.73% 20:01:40



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