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Gewerkschaft vida: Industriellenvereinigung verkennt Lebensrealitäten der ArbeitnehmerInnen




APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).
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20.03.2017
Wien (OTS) - "Es geht nicht an, dass gerade seitens der ÖVP und der Industriellenvereinigung Wünsche geäußert werden, die mit den Lebensrealitäten der ArbeitnehmerInnen nicht übereinstimmen. Dadurch wird es noch schwieriger Berufs- und Privatleben zu vereinbaren“, kritisiert Elisabeth Vondrasek, Vorsitzende der Frauenabteilung in der Gewerkschaft vida, dass das österreichische Arbeitsrecht „permanent dämonisiert wird“. "Das österreichische Arbeitsrecht sorgt auch für die Organisierbarkeit von Arbeits- und Privatleben und das ist auch gut so“, bekräftigt Vondrasek. ****
Die ÖsterreicherInnen liegen im europäischen Vergleich bei den Überstundenleistungen und auch bei der Produktivität im Spitzenfeld. Von, laut AK-Angaben, 250 Millionen im Jahr von den ÖsterreicherInnen geleisteten Überstunden würden rund 50 Mio. nicht einmal bezahlt. Darunter würden vor allem Frauen leiden. Deren Anteil an den unbezahlt geleisteten Überstunden liege mit 27 Prozent deutlich höher als jener der Männer mit 18 Prozent. "Das mag zwar das Weltbild mancher nicht stören. Es ändert aber nichts daran, dass faire Berufschancen für Frauen noch immer ein Problem darstellen“, fordert die vida-Frauenvorsitzende das Ende des Schlechtmachens des ArbeitnehmerInnenschutzes und eine besondere Berücksichtigung der Situation vieler Frauen in der Arbeitszeit-Debatte.
"Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben heißt auch, zu akzeptieren, dass es nicht nur Arbeits- und Ruhezeiten gibt. Wir haben Kinder und Menschen, die unsere Anwesenheit brauchen“, gibt Vondrasek zu bedenken. "Es ergibt keinen Sinn, auf der einen Seite dauernd laut nach einer Ausweitung der Arbeitszeit zu rufen und auf der anderen häufig Kindergärten anzubieten, die aufgrund ihrer unzureichenden Öffnungszeiten Vollzeitarbeit oftmals unmöglich machen“, kritisiert die vida-Gewerkschafterin weiter.
"Eins zu eins besteht diese Problemlage auch für viele Menschen bei der häuslichen Pflege von erkrankten Kindern und Angehörigen. Arbeitszeitausweitungen bereiten ArbeitnehmerInnen in solchen Situationen nur zusätzlichen sozialen und finanziellen Druck. Die Politik ist aufgefordert, Probleme der Menschen zu lösen und nicht zusätzliche zu schaffen“, bekräftigt Vondrasek.

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Die ÖsterreicherInnen liegen im europäischen Vergleich bei den Überstundenleistungen und auch bei der Produktivität im Spitzenfeld. Von, laut AK-Angaben, 250 Millionen im Jahr von den ÖsterreicherInnen geleisteten Überstunden würden rund 50 Mio. nicht einmal bezahlt. Darunter würden vor allem Frauen leiden. Deren Anteil an den unbezahlt geleisteten Überstunden liege mit 27 Prozent deutlich höher als jener der Männer mit 18 Prozent. "Das mag zwar das Weltbild mancher nicht stören. Es ändert aber nichts daran, dass faire Berufschancen für Frauen noch immer ein Problem darstellen“, fordert die vida-Frauenvorsitzende das Ende des Schlechtmachens des ArbeitnehmerInnenschutzes und eine besondere Berücksichtigung der Situation vieler Frauen in der Arbeitszeit-Debatte.
"Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben heißt auch, zu akzeptieren, dass es nicht nur Arbeits- und Ruhezeiten gibt. Wir haben Kinder und Menschen, die unsere Anwesenheit brauchen“, gibt Vondrasek zu bedenken. "Es ergibt keinen Sinn, auf der einen Seite dauernd laut nach einer Ausweitung der Arbeitszeit zu rufen und auf der anderen häufig Kindergärten anzubieten, die aufgrund ihrer unzureichenden Öffnungszeiten Vollzeitarbeit oftmals unmöglich machen“, kritisiert die vida-Gewerkschafterin weiter.
"Eins zu eins besteht diese Problemlage auch für viele Menschen bei der häuslichen Pflege von erkrankten Kindern und Angehörigen. Arbeitszeitausweitungen bereiten ArbeitnehmerInnen in solchen Situationen nur zusätzlichen sozialen und finanziellen Druck. Die Politik ist aufgefordert, Probleme der Menschen zu lösen und nicht zusätzliche zu schaffen“, bekräftigt Vondrasek.

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