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Ein Gold-Investment in 2017? Das sollten Anleger wissen (Goldfinger, Marc Schmidt)

© www.shutterstock.com

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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Nicht nur Gold -Fans sollten diesen Beitrag lesen. Die Jahresprognose eines Goldhändlers lässt nämlich aufhorchen.

Das neue Börsenjahr ist noch nicht allzu weit gekommen. Dennoch sind die Themen voll besetzt. Steigende Zinsen in Amerika. Rekordhochs an der Wall Street in New York. Unklarheit über die Politik des gewählten US-Präsidenten Trump – erst recht nach dieser Muppet-Show-Pressekonferenz gestern. Und der Klassiker: Die EU und deren politische Unsicherheiten. Alles in allem ein herrlicher Mix.

Da könnte was gehen. Vielleicht für Gold?

Jetzt mag der eine oder andere staunen und sagen: Moment, war es nicht so, dass nach dem überraschenden Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl in den USA die Inflations- und Konjunkturerwartungen stiegen, und damit einher auch die Zinsen kletterten sowie entsprechend Gold unter Druck geraten war? Stimmt! Denn wir wissen alle:

Positivere Wachstumsprognosen beflügeln nun mal die Risikobereitschaft vieler Investoren. Kurzfristig sind dann die bekannten „sicheren Häfen“ einfach zu langweilig. Warum sicher sein, wenn es doch anderswo läuft. Jetzt das „aber“:

Der Goldhändler Heraeus äußerte sich in seiner Edelmetallprognose 2017 wie folgt dazu: „…zum Jahresende fiel der Preis des Metalls bis auf 1.151 Dollar je Feinunze. Auch wenn diese Entwicklung in den kommenden Monaten noch anhalten dürfte, gehen wir nicht von einer grundsätzlichen und nachhaltigen Zinswende aus. Hier lohnt ein Blick auf die Realzinsen – also den um die Inflation bereinigten Zins. So lange hier kein Anstieg erkennbar ist, dürften auch die Verluste des Goldpreises lediglich temporär sein.“

Das klingt realistisch. Und weiter geht es in der Prognose:

„In einem Umfeld, das weltweit von extrem niedrigen Leitzinsen geprägt ist, scheint es schwer vorstellbar, dass die US-Notenbank eine radikale Zinswende einleitet, welche den US-Dollar stärken und damit die heimische Wirtschaft belasten würde. Sie signalisierte zuletzt für 2017 drei Zinsschritte.“

Zu Trump ist zu sagen – laut Heraeus und dies entspricht auch meiner Meinung: „Die großen Versprechen des neu gewählten US-Präsidenten bergen ein gewisses Enttäuschungspotenzial. Sollten die angekündigten Investitionsprogramme nicht in vollem Maße umgesetzt werden und ihre volle Wirkung entfalten, sind entsprechende Reaktionen der Märkte wahrscheinlich.“

Jetzt kommen wir aber zum Eingemachten. Der Goldhändler steht auf Basis des aktuellen Preisniveaus dem Goldpreis für das neue Jahr verhalten optimistisch gegenüber. „Einen erneuten Anstieg bis auf 1.300 Dollar schließen wir im Jahresverlauf nicht aus. Im ersten Halbjahr ist ein Rückgang bis auf 1.060 Dollar – dem Jahrestief von 2015 – möglich.“

Sollte das so sein, sage ich: „Schöne Gelegenheit zum Nachkaufen“. Denn wir sollten einmal mehr im Kopf haben – der „sichere Hafen“ Gold ist im Depot immer angesagt und kompensiert so manche Kursdelle bei Aktien-Engagements.

take care,
Euer Goldfinger

 

(12.01.2017)

Goldbarren, Gold http://www.shutterstock.com/de/pic-156792248/stock-photo-many-gold-bars-or-ingot.html, (© www.shutterstock.com)


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Positivere Wachstumsprognosen beflügeln nun mal die Risikobereitschaft vieler Investoren. Kurzfristig sind dann die bekannten „sicheren Häfen“ einfach zu langweilig. Warum sicher sein, wenn es doch anderswo läuft. Jetzt das „aber“:

Der Goldhändler Heraeus äußerte sich in seiner Edelmetallprognose 2017 wie folgt dazu: „…zum Jahresende fiel der Preis des Metalls bis auf 1.151 Dollar je Feinunze. Auch wenn diese Entwicklung in den kommenden Monaten noch anhalten dürfte, gehen wir nicht von einer grundsätzlichen und nachhaltigen Zinswende aus. Hier lohnt ein Blick auf die Realzinsen – also den um die Inflation bereinigten Zins. So lange hier kein Anstieg erkennbar ist, dürften auch die Verluste des Goldpreises lediglich temporär sein.“

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„In einem Umfeld, das weltweit von extrem niedrigen Leitzinsen geprägt ist, scheint es schwer vorstellbar, dass die US-Notenbank eine radikale Zinswende einleitet, welche den US-Dollar stärken und damit die heimische Wirtschaft belasten würde. Sie signalisierte zuletzt für 2017 drei Zinsschritte.“

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Goldbarren, Gold http://www.shutterstock.com/de/pic-156792248/stock-photo-many-gold-bars-or-ingot.html, (© www.shutterstock.com)


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