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Inbox: Unruhe, Betroffenheit und Trump im Weissen Haus


01.12.2016

Zugemailt von / gefunden bei: Vontobel (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen für sich entschieden hat, setzt sich nun die Erwartung durch, dass die Ära des fiskalischen Sparzwangs sehr wahrscheinlich zu Ende geht. Das könnte die Rückkehr zu normalen Zinssätzen beschleunigen. Sofern Trump zu seinem Wahlversprechen steht, wird seine expansive Politik die US-Wirtschaft stärken. Vor dem Hintergrund einer nahezu herrschenden Vollbeschäftigung und der Wahrscheinlichkeit höherer Rohstoffpreise stellt sich jetzt die Frage, wie weit diese Politik die US-Inflation treiben wird und ob sie in einem Dominoeffekt andere Zentralbanken aus der Zwickmühle niedriger Zinsen befreien kann.

Werfen wir zudem einen Blick auf Trumps Versprechen, die US-Öl- und Gas-Produktion massiv zu fördern, um die USA in die Unabhängigkeit bei der Energieversorgung zu führen. Wie für viele Präsidenten vor Trump und insbesondere seit Richard Nixons „Projekt Unabhängigkeit“ im Jahr 1973 ist dies ein immer wiederkehrendes Thema. Wie schon früher wird dieses Ziel auch dieses Mal auf der Strecke bleiben. Eine dauerhafte Unabhängigkeit von Energieimporten wird nicht durch eine Öffnung der Schleusentore für Öl-und Gas zu erreichen sein – das ist schlicht eine fehlerhafte Perspektive.

Zudem hat die Obama-Regierung bereits im September dieses Jahres eine Auktion von 47 Millionen Hektar für Offshore-Bohrungen vor den Küsten von Louisiana, Mississippi und Alabama angekündigt – sie wird voraussichtlich im März 2017 stattfinden. Und als ob dies nicht genug wäre, wurde schon im vergangenen August die öffentliche Debatte über weitere 72 Millionen Hektar eröffnet, deren Auktion für 2018 erwartet wird. Insgesamt sind das 119 Millionen Hektar Offshore-Bohrungen im Golf von Mexiko, die in den nächsten zwei Jahren hinzukommen könnten. Doch selbst wenn beide Projekte realisiert werden, wird ihre Entwicklung noch vier bis sechs Jahre dauern. Daher sollten Anleger in nächster Zeit nicht mit einer Flut von Erdöl rechnen.

Weitere Informationen finden Sie in unter diesem Link.

 

Jeremy Baker


(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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nachdem Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen für sich entschieden hat, setzt sich nun die Erwartung durch, dass die Ära des fiskalischen Sparzwangs sehr wahrscheinlich zu Ende geht. Das könnte die Rückkehr zu normalen Zinssätzen beschleunigen. Sofern Trump zu seinem Wahlversprechen steht, wird seine expansive Politik die US-Wirtschaft stärken. Vor dem Hintergrund einer nahezu herrschenden Vollbeschäftigung und der Wahrscheinlichkeit höherer Rohstoffpreise stellt sich jetzt die Frage, wie weit diese Politik die US-Inflation treiben wird und ob sie in einem Dominoeffekt andere Zentralbanken aus der Zwickmühle niedriger Zinsen befreien kann.

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Zudem hat die Obama-Regierung bereits im September dieses Jahres eine Auktion von 47 Millionen Hektar für Offshore-Bohrungen vor den Küsten von Louisiana, Mississippi und Alabama angekündigt – sie wird voraussichtlich im März 2017 stattfinden. Und als ob dies nicht genug wäre, wurde schon im vergangenen August die öffentliche Debatte über weitere 72 Millionen Hektar eröffnet, deren Auktion für 2018 erwartet wird. Insgesamt sind das 119 Millionen Hektar Offshore-Bohrungen im Golf von Mexiko, die in den nächsten zwei Jahren hinzukommen könnten. Doch selbst wenn beide Projekte realisiert werden, wird ihre Entwicklung noch vier bis sechs Jahre dauern. Daher sollten Anleger in nächster Zeit nicht mit einer Flut von Erdöl rechnen.

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