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Eine österreichische IPO-Geschichte mit besonderem Private-Equity-Blick (Fachheft 15)   







18.12.2013

Wenn man von österreichischen Erfolgs-IPOs spricht, geht es zuvorderst um die Emissionen aus dem ÖIAG-Portfolio. Aber auch mit der jungen Pionieren war bei gutem Timing Geld zu machen. 

Sieht man sich die Austro-IPO-Geschichte aus dem Blickwinkel Startup und Private Equity an, so kommt man an betandwin und Intercell nicht vorbei. Diese heissen heute bwin.party und Valneva, denken (und sind) international. Trotz aller Up&Downs im Kurs sind es Erfolgsgeschichten made in Austria, die den Finanzplatz deutlich belebt haben. So etwas würde es wieder brauchen. 
Anbei ein Abriss über die Austro-IPO-Jahrgänge der vergangenen Dekaden, der sehr international ausfällt. Heutzutage spielt die Musik nur noch in Wien. Und das ist richtig so.


Also beginnen wir: Nach Grossemissionen wie voestalpine und Böhler, die beide ganz hervorragend gelaufen waren, kam es Ende 1996 nach langer Zeit auch wieder zu Börsegängen kleinerer Unternehmen wie KTM (in Wien) und SEZ (in Zürich).

Das IPO-Jahr 1997 kann man perfekt in drei Zweier-Blöcke zerlegen: Zum einen der Block „fit“ mit Hirsch Servo und SW Umwelttechnik, die beide mit einem österreichischen Wachstumsfinanzierer kooperierten, dann der Block „Easdaq/CA IB“ mit Schoeller Bleckmann-Oilfield und Topcall und letztendlich der herausragende Block „Blue Chips“ mit Austria Tabak und Erste Bank.

Was die 99 Börsenotierten in Österreich leisten (Fachheft 14) 


Im IPO-Jahr 1998 (wir erinnern uns: Asien- und Russlandkrise) blieben die Big Deals aus. In Wien sorgten in der ersten Jahreshälfte die beiden Emissionen der CA IB, Austria Haustechnik und Do&Co, für nur bescheidenes Anlegerinteresse. Die beliebteste Börse war im Jahr 1998 aus österreichischer Sicht die paneuropäische Easdaq mit S&T, Pankl  Racing Systems und Eybl. 


1999 kann man als jenes Jahr beschreiben, in dem die Wiener Börse gegenüber dem Neuen Markt in Frankfurt und der paneuropäischen Easdaq in Brüssel wieder nachhaltig und entscheidend Terrain zurückgewinnen konnte, wenngleich sich dies erst gegen Jahresende deutlich zeigen sollte. Das 99er-Emissionsjahr war eines mit elf Emissionen. Leider haben es einige Vertreter des IPO-Jahrgangs aber einfach nicht geschafft. Eines sollte aber keinesfalls vergessen werden: Wer bei den legendären 1999er-IPOs wie Libro, CyberTron, AT&S, Plaut oder Sanochemia am Sekundärmarkt geschickt mit Limits operierte, konnte ein Vermögen verdienen. Bei Libro war mit der UIAG ein ordentlicher Private-Equity-Faktor dabei, aber dass die Sache für alle Beteiligten hintenraus nicht gut ausgegangen ist, weiss man. Auch bei Palfinger war die UIAG dabei, aber da kann man auch aus heutiger Sicht nur das Beste sagen.

 

Startups als Impulsgeber für die Wirtschaft und mögliche Bereicherung für den Kurszettel (Wolfgang Nolz, Fachheft 15)

 

Das IPO-Jahr 2000 war das letzte Jahr, in dem es österreichische Unternehmen an den Neuen Markt gezogen hat: Gericom, die mittlerweile von General Electric übernommene Kretztechnik, update und Blue C gingen nach Frankfurt, EMTS (Go Equity, Global ­Equity Partners) zog es nach Zürich. 2000 war auch das Jahr mit zwei total verschiedenen Hälften. War die Stimmung im 1. Halbjahr noch euphorisch (das PE-Vorzeige-IPO ­betandwin.com mit der GEP an Bord führte das IPO z.B. am Tag des Höchstkurses von Nemax und Nasdaq-Composite durch), so schaffte es JoWooD (marchfifteen vom heutigen Rennsportmanager Toto Wolff) gerade noch an die Börse. Im 2. Halbjahr lief fast gar nichts mehr. Dies hatte natürlich auch einen Effekt auf die Pricingvorgänge. Hätte eine Telekom Austria-Aktie in der ersten Jahreshälfte wohl noch 15 bis 20 Euro gekostet, so wurden es letztendlich nur neun Euro (mit anschliessendem Absturz). Und Head floppte von der ersten 
Sekundärmarktsekunde an. 

Das IPO-Jahr 2001 brachte sieben Börseneulinge für Wien. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Andritz-Aktie (UIAG), die heute markant über dem Emissionskurs notiert. Dazu Qino Flagship, die später mit einer vom heutigen Puls 4-Business Angel Daniel Mattes erzeugten „Jajah-Fantasie“ für einen Höhenflug und Absturz der besonderen Art sorgte. Ebenfalls lange verschoben worden war die Erstnotiz von Admiral Sportwetten; im Gegensatz zu Andritz halfen aber hier weder das Delay (Start war dann im Sommer) noch der günstigere Preis etwas. Bereits im April, also vor Admiral Sportwetten, war die Finanzplattform Bluebull von Mike Lielacher an die Börse gegangen. Bleiben noch Euromarketing, TeleTrader, CLC und Qino Flagship. 

Was die "Pioneers Festival"-Veranstalter zur Wiener Börse sagen

 

Viel hat sich IPO-mässig im Jahr 2002 nicht getan. 2002 war vielmehr das Jahr der „Shattered Dreams“, einige vermeintliche Börsehighflyer aus PE-Portfolios haben es nicht einmal bis in die Nähe der Börse geschafft: DoRo, Avitech, Borag, Image Concepts und der etwas anders zu sehende Fussballclub FC Tirol waren die vielleicht Prominentesten in einer (elend) langen Liste an „Leider Nein- Börsekandidaten“. Wenige Unternehmen schafften es an die Börse, zwei davon sollten aber zu einer Gruppe gehören, die die nächs-ten Jahren prägen sollte: die Immobilienkons-trukte Meinl European Land und conwert.

Drei Immobiliengesellschaften, eine Bank und eine Beteiligungsgesellschaft waren dann die Neulingsausbeute im Jahr 2003. Während für die Immobiliengesellschaften – Immoeast, Prime Site Immobilien und SEG Immo AG – das Börseleben im Jahr 2003 erst begonnen hat, war es für die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), aber auch für die Beteiligungsgesellschaft Cross Holding (im weitesten Sinn), 
eine Fortsetzung des Börsedaseins. Die damals börsenotierte BA-CA wurde bekanntlich im Jahr 2000 von der Bayerischen HypoVer-einsbank übernommen und in Folge von der Börse genommen. 

  1st Börse Social Network Day

 

Das Jahr 2004 war ein sehr schwaches Börseneulingsjahr. Zunächst ging Athos Immobilien ganz still an die Börse. Im Mai des Jahres 2004 wanderte dann austriamicrosystems auf den Züricher Kurszettel und im Herbst feierte die Sportwettenbörse betbull ihr Börsedebüt in Wien. Für den Chipzulieferer austriamicrosystems (ams) war es bereits der zweite Börsegang. Der erste fand im Jahr 1993 in Wien statt und endete gen Ende des alten Jahrtausends. 

Spannend ging es im Börsejahr 2005 zu. Mit Raiffeisen International hiess die Wiener Börse einen der wirklich grossen Brocken willkommen. Und mit Intercell gab es das erste Biotech-IPO zu feiern. Century Casinos, die schon an der Nasdaq notierte, kam ebenfall an die Wiener Börse und die in Bratislava beheimatete Billigairline SkyEurope landete ebenfalls an der Wiener Börse. Intercell hatte sich im Vorfeld über mehrere Finanzierungsrunden an die 100 Mio. Euro von europäischen Venture Capital-Gesellschaften geholt.

 

  2nd Börse Social Network Day

Auch das IPO-Jahr 2006 war ein durchaus lebendiges. Mit dem IPO von Polytec hat im April der Börse-Reigen in Wien begonnen. Vom Emissionerlös floss der Grossteil in die Taschen des Schweizer Finanzinvestors Capvis, der den Börsegang zum Ausstieg aus der Polytec nützte. Im Mai ging es mit Zumtobel weiter. Im Zuge des IPO hat sich der Finanz-investor KKR fast zur Gänze aus Zumtobel zurückgezogen. Und die Post, die Ende Mai an die Börse ging, brachte eine siebenfache Überzeichnung. Einige heimische Firmen haben sich aber auch für die Frankfurter Börse entschieden: C-Quadrat oder CAT oil. Im weiteren Jahresverlauf kamen noch BDI, bene (Sieger des Venture Capital/Private Equity-Awards), CA Immo International und die kontrovers diskutierte A-Tec.

2007 war das Jahr vor Lehman und es ging noch etwas. Mit Strabag und Kapsch kamen noch grössere Transaktionen, dazu MIP, MA, THI, Warimpex und eine gewisse phion, die von Barracuda übernommen wurde und im Zuge des Squeeze-Out auch eine der grössten Raubfisch-Aktivitäten der Wiener Börsegeschichte an den Privatanlegern durchgezogen hat. Institutionelle erhielten ausserbörslich ein Vielfaches der Zwangsabfindung. 

  Das Fachheft 15 im Fast Forward Modus

 

Dann war Lehman und Pause, mit der Amag wagte sich erst 2011 wieder ein (tolles) Unternehmen an die Wiener Börse, man schaffte es sogar zwischenzeitlich in den ATX. Aber leider wurde der Streubesitz in der Folge wieder ausgedünnt. 

2013 gab es starke Kapitalerhöhungen (Erste Group, Uniqa, AT&S) und Ende November ein leider missglücktes IPO von Constantia Flexibles.



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Sberbank
Die Sberbank Europe AG mit Sitz in Wien ist eine Bankengruppe, die zu 100% im Besitz der Sberbank Russland ist. Sberbank Europe ist in neun Märkten in Mittel- und Osteuropa präsent, betreibt 228 Filialen und hat über 4.300 Mitarbeiter in CEE.

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Klaus Fahrnberger (bet-at-home.com), Bosko Skoko (S Immo), Josef Chladek, Christian Drastil, Elisabeth Wagerer (S Immo), Bernhard Dörflinger (TeleTrader), Milena Ioveva (Porr)


Veranstalter Christian Drastil, Josef Chladek


Christian Drastil, Josef Chladek


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1st Börse Social Network Essen: Chili für alle


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Sieht man sich die Austro-IPO-Geschichte aus dem Blickwinkel Startup und Private Equity an, so kommt man an betandwin und Intercell nicht vorbei. Diese heissen heute bwin.party und Valneva, denken (und sind) international. Trotz aller Up&Downs im Kurs sind es Erfolgsgeschichten made in Austria, die den Finanzplatz deutlich belebt haben. So etwas würde es wieder brauchen. 
Anbei ein Abriss über die Austro-IPO-Jahrgänge der vergangenen Dekaden, der sehr international ausfällt. Heutzutage spielt die Musik nur noch in Wien. Und das ist richtig so.


Also beginnen wir: Nach Grossemissionen wie voestalpine und Böhler, die beide ganz hervorragend gelaufen waren, kam es Ende 1996 nach langer Zeit auch wieder zu Börsegängen kleinerer Unternehmen wie KTM (in Wien) und SEZ (in Zürich).

Das IPO-Jahr 1997 kann man perfekt in drei Zweier-Blöcke zerlegen: Zum einen der Block „fit“ mit Hirsch Servo und SW Umwelttechnik, die beide mit einem österreichischen Wachstumsfinanzierer kooperierten, dann der Block „Easdaq/CA IB“ mit Schoeller Bleckmann-Oilfield und Topcall und letztendlich der herausragende Block „Blue Chips“ mit Austria Tabak und Erste Bank.

Was die 99 Börsenotierten in Österreich leisten (Fachheft 14) 


Im IPO-Jahr 1998 (wir erinnern uns: Asien- und Russlandkrise) blieben die Big Deals aus. In Wien sorgten in der ersten Jahreshälfte die beiden Emissionen der CA IB, Austria Haustechnik und Do&Co, für nur bescheidenes Anlegerinteresse. Die beliebteste Börse war im Jahr 1998 aus österreichischer Sicht die paneuropäische Easdaq mit S&T, Pankl  Racing Systems und Eybl. 


1999 kann man als jenes Jahr beschreiben, in dem die Wiener Börse gegenüber dem Neuen Markt in Frankfurt und der paneuropäischen Easdaq in Brüssel wieder nachhaltig und entscheidend Terrain zurückgewinnen konnte, wenngleich sich dies erst gegen Jahresende deutlich zeigen sollte. Das 99er-Emissionsjahr war eines mit elf Emissionen. Leider haben es einige Vertreter des IPO-Jahrgangs aber einfach nicht geschafft. Eines sollte aber keinesfalls vergessen werden: Wer bei den legendären 1999er-IPOs wie Libro, CyberTron, AT&S, Plaut oder Sanochemia am Sekundärmarkt geschickt mit Limits operierte, konnte ein Vermögen verdienen. Bei Libro war mit der UIAG ein ordentlicher Private-Equity-Faktor dabei, aber dass die Sache für alle Beteiligten hintenraus nicht gut ausgegangen ist, weiss man. Auch bei Palfinger war die UIAG dabei, aber da kann man auch aus heutiger Sicht nur das Beste sagen.

 

Startups als Impulsgeber für die Wirtschaft und mögliche Bereicherung für den Kurszettel (Wolfgang Nolz, Fachheft 15)

 

Das IPO-Jahr 2000 war das letzte Jahr, in dem es österreichische Unternehmen an den Neuen Markt gezogen hat: Gericom, die mittlerweile von General Electric übernommene Kretztechnik, update und Blue C gingen nach Frankfurt, EMTS (Go Equity, Global ­Equity Partners) zog es nach Zürich. 2000 war auch das Jahr mit zwei total verschiedenen Hälften. War die Stimmung im 1. Halbjahr noch euphorisch (das PE-Vorzeige-IPO ­betandwin.com mit der GEP an Bord führte das IPO z.B. am Tag des Höchstkurses von Nemax und Nasdaq-Composite durch), so schaffte es JoWooD (marchfifteen vom heutigen Rennsportmanager Toto Wolff) gerade noch an die Börse. Im 2. Halbjahr lief fast gar nichts mehr. Dies hatte natürlich auch einen Effekt auf die Pricingvorgänge. Hätte eine Telekom Austria-Aktie in der ersten Jahreshälfte wohl noch 15 bis 20 Euro gekostet, so wurden es letztendlich nur neun Euro (mit anschliessendem Absturz). Und Head floppte von der ersten 
Sekundärmarktsekunde an. 

Das IPO-Jahr 2001 brachte sieben Börseneulinge für Wien. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Andritz-Aktie (UIAG), die heute markant über dem Emissionskurs notiert. Dazu Qino Flagship, die später mit einer vom heutigen Puls 4-Business Angel Daniel Mattes erzeugten „Jajah-Fantasie“ für einen Höhenflug und Absturz der besonderen Art sorgte. Ebenfalls lange verschoben worden war die Erstnotiz von Admiral Sportwetten; im Gegensatz zu Andritz halfen aber hier weder das Delay (Start war dann im Sommer) noch der günstigere Preis etwas. Bereits im April, also vor Admiral Sportwetten, war die Finanzplattform Bluebull von Mike Lielacher an die Börse gegangen. Bleiben noch Euromarketing, TeleTrader, CLC und Qino Flagship. 

Was die "Pioneers Festival"-Veranstalter zur Wiener Börse sagen

 

Viel hat sich IPO-mässig im Jahr 2002 nicht getan. 2002 war vielmehr das Jahr der „Shattered Dreams“, einige vermeintliche Börsehighflyer aus PE-Portfolios haben es nicht einmal bis in die Nähe der Börse geschafft: DoRo, Avitech, Borag, Image Concepts und der etwas anders zu sehende Fussballclub FC Tirol waren die vielleicht Prominentesten in einer (elend) langen Liste an „Leider Nein- Börsekandidaten“. Wenige Unternehmen schafften es an die Börse, zwei davon sollten aber zu einer Gruppe gehören, die die nächs-ten Jahren prägen sollte: die Immobilienkons-trukte Meinl European Land und conwert.

Drei Immobiliengesellschaften, eine Bank und eine Beteiligungsgesellschaft waren dann die Neulingsausbeute im Jahr 2003. Während für die Immobiliengesellschaften – Immoeast, Prime Site Immobilien und SEG Immo AG – das Börseleben im Jahr 2003 erst begonnen hat, war es für die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), aber auch für die Beteiligungsgesellschaft Cross Holding (im weitesten Sinn), 
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  1st Börse Social Network Day

 

Das Jahr 2004 war ein sehr schwaches Börseneulingsjahr. Zunächst ging Athos Immobilien ganz still an die Börse. Im Mai des Jahres 2004 wanderte dann austriamicrosystems auf den Züricher Kurszettel und im Herbst feierte die Sportwettenbörse betbull ihr Börsedebüt in Wien. Für den Chipzulieferer austriamicrosystems (ams) war es bereits der zweite Börsegang. Der erste fand im Jahr 1993 in Wien statt und endete gen Ende des alten Jahrtausends. 

Spannend ging es im Börsejahr 2005 zu. Mit Raiffeisen International hiess die Wiener Börse einen der wirklich grossen Brocken willkommen. Und mit Intercell gab es das erste Biotech-IPO zu feiern. Century Casinos, die schon an der Nasdaq notierte, kam ebenfall an die Wiener Börse und die in Bratislava beheimatete Billigairline SkyEurope landete ebenfalls an der Wiener Börse. Intercell hatte sich im Vorfeld über mehrere Finanzierungsrunden an die 100 Mio. Euro von europäischen Venture Capital-Gesellschaften geholt.

 

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2007 war das Jahr vor Lehman und es ging noch etwas. Mit Strabag und Kapsch kamen noch grössere Transaktionen, dazu MIP, MA, THI, Warimpex und eine gewisse phion, die von Barracuda übernommen wurde und im Zuge des Squeeze-Out auch eine der grössten Raubfisch-Aktivitäten der Wiener Börsegeschichte an den Privatanlegern durchgezogen hat. Institutionelle erhielten ausserbörslich ein Vielfaches der Zwangsabfindung. 

  Das Fachheft 15 im Fast Forward Modus

 

Dann war Lehman und Pause, mit der Amag wagte sich erst 2011 wieder ein (tolles) Unternehmen an die Wiener Börse, man schaffte es sogar zwischenzeitlich in den ATX. Aber leider wurde der Streubesitz in der Folge wieder ausgedünnt. 

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